Er war der musikalische Kopf des politisch-satirischen Karnevalsvereins Pappnasen Rotschwarz – jetzt ist Hardy Schuster tot.
Hardy Schuster ist totKölner Karnevals- und Musikszene trauert

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Hardy Schuster (re.) ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Hier mit seiner Lebensgefährtin Birgit auf der Landwehr (li).

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Kölns Musikszene und die alternative Karnevalsszene trauern um Hardy Schuster – auch bekannt als „Hardy S. Party“. Der 63-Jährige ist tot.
Das bestätigen die Pappnasen Rotschwarz jetzt auf ihrer Homepage. „Wir sind sehr traurig. Am Samstag (27. Juni) verstarb Hardy völlig unerwartet. Er machte unsere musikalischen Träume wahr. Man kann die Welt auch mit Musik verändern. Danke, Hardy“, teilt der Verein mit.
Hardy Schuster tot: Bestandteil des „Zoch vor dem Zoch“
Schuster war bei den Pappnasen Rotschwarz Musiker, Tontechniker und Toningenieur zugleich – ein echter Tausendsassa der Kölner Szene.
Bei den Rosenmontagszügen war er fester Bestandteil des „Zoch vor dem Zoch“, einer beliebten Kölner Tradition: Die Pappnasen Rotschwarz ziehen dabei als politisch-satirischer Protestzug kurz vor dem offiziellen Rosenmontagszug durch die Straßen. Statt Kamelle verteilen sie satirische Flugblätter und demonstrieren für Themen wie Klima oder Verkehrswende.
Die Gruppe versteht sich dabei nicht als reine Karnevalsgesellschaft, sondern als politisch engagierte Karnevalsgruppe. Mitbegründer Thomas Pfaff war zuvor auch bei der Stunksitzung aktiv.
Auch die Kölner Musikszene verliert mit Hardy Schuster einen bekannten Kopf. Er war Sänger der Band Steine und zuvor bereits in verschiedenen Musikprojekten aktiv. Erst vor Kurzem spielte die Band als Vorgruppe der legendären Glam-Rock-Band The Sweet.
„Ich bin unendlich traurig über den Tod von Hardy Schuster“
Besonders bewegt zeigt sich Mietrebell und Aktivist Kalle Gerigk, der mit Schuster musikalisch eng verbunden war.
Auf Facebook schreibt er: „Ich bin unendlich traurig über den Tod von Hardy Schuster. Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich bin dankbar, dass ich ihn kennenlernen durfte. Die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben, werden für mich unvergesslich bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden. Mach's gut, Hardy. Du wirst fehlen. Deine Musik wird bleiben und in unseren Herzen weiterklingen.“
Gerigk erzählt im Gespräch mit EXPRESS.de auch von gemeinsamen Auftritten: Schuster habe ihn spontan auf der Gitarre begleitet, als er den Brings-Song „Wem jehürt de Stadt“ singen wollte – ganz ohne Vorbereitung. Auch bei Gerigks eigenem Song „Kalle, wir bleiben“ habe Schuster mitgewirkt.
Zu den genauen Umständen von Schusters Tod machen weder der Verein Pappnasen Rotschwarz noch die Familie bislang öffentliche Angaben. Nach EXPRESS.de-Informationen soll er bei einem Sportunfall auf einem See bei Köln gestorben sein.
