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„Guckt irgendwo im Stadion rum“Basler wettert nach Trainer-Aus gegen Ex-FC-Profi

Nach dem Trainer-Aus in Frankfurt nimmt sich Mario Masler die Eintracht-Profis zur Brust. Vor allem ein Ex-Kölner bekommt sein Fett weg.

Mario Basler nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Nach dem Aus von Trainer Dino Toppmöller ging der frühere Nationalspieler hart mit den Profis von Eintracht Frankfurt ins Gericht.

Vor allem zwei Frankfurter nahm sich Basler nach dem 3:3 bei Werder Bremen vor – mit gewohnt markigen Worten: SGE-Kapitän Robin Koch und den früheren Kölner Ellyes Skhiri.

Basler lässt kein gutes Haar an Ellyes Skhiri

„Robin Koch als Kapitän muss man da ganz vorne oder als erstes einreihen“, sagte Basler in seinem Podcast „Basler Ballert“. „Der verlängert seinen Vertrag und spielt völlig vogelwild!“ Über eine WM-Teilnahme müsse der Innenverteidiger in dieser Form gar nicht erst nachdenken, so Basler.

Doch auch Skhiri bekam sein Fett weg, nachdem Basler der Name des Sechsers wieder eingefallen war. Der Tunesier hatte vor dem 3:2 der Bremer gepennt und war nicht richtig mit nach hinten gelaufen. Dadurch hatte Romano Schmid jede Menge freie Wiese vor sich und konnte den Treffer für Johan Milosevic unbedrängt auflegen.

„Mich wundern halt einfach nur gewisse Dinge. Wenn du siehst, wie sie am Wochenende gegen Bremen spielen, das zweite oder dritte Tor, wo Skripski, näh, Skhiri völlig abwesend nicht zum Ball schaut, sondern nach hinten rennt“, zeigte sich Basler fassungslos. „Der dirigiert da seinen Mitspieler und verliert völlig den Ball aus den Augen“, analysierte der frühere Bundesliga-Profi das Defensivverhalten des ehemaligen FC-Leistungsträgers.

Trotz Skhiris Ruf als Musterprofi ließ sich Basler anhand dieser Szene zu einer Generalkritik an Fußballern hinreißen. „Dann muss ich sagen, ich weiß nicht, was die Spieler von morgens bis abends machen. Ob die nur Playstation spielen oder sonst irgendwas. Aber mit Fußball scheinen die sich nicht zu beschäftigen“, schimpfte der Sport1-Experte. 

Basler legte nach: „Ich kann doch nicht als Abwehrspieler oder defensiver Mittelfeldspieler völlig weg vom Ball schauen, wie schön es im Stadion ist. Da kommt ein Angriff von Bremen und der guckt irgendwo im Stadion rum.“ Das habe doch auch ein „bisschen was mit Fußball-Sachverstand zu tun“, meinte der frühere Bayern-Star.

Für die großen defensiven Probleme der Frankfurter in dieser Saison gibt er den Spielern die Schuld und nicht Toppmöller. „Der Trainer, der letztes Jahr überragend seinen Job gemacht hat, verliert ja nicht an Qualität. Qualität verlieren ja nur die Spieler“, so Baslers These. „Die verdienen alle ein Schweinegeld. Und der Trainer ist immer derjenige, der fliegt. Und das mag ich nicht und das verstehe ich auch teilweise nicht.“