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„Ihr werdet es erfahren“Ex-FC-Star macht nach Skandal-Finale mysteriöse Andeutungen

Aktualisiert

Der gebürtige Kölner Ismail Jakobs hat mit dem Senegal den Afrika-Cup gewonnen. Doch das Finale gegen Marokko wird gleich von mehreren Vorfällen überschattet.

Es ist der wohl größte Erfolg seiner Karriere: Nach dem Gewinn der türkischen Meisterschaft im vergangenen Mai mit Galatasaray darf sich Ismail Jakobs über den zweiten großen Titel innerhalb von nicht mal zwölf Monaten freuen.

Jakobs’ Triumph mit dem Senegal im Afrika-Cup wird allerdings von einem Eklat überschattet. Das Finale gegen Gastgeber Marokko stand kurz vor dem Abbruch, als die Mannschaft des Senegal kurz vor Ende der regulären Spielzeit aus Protest gegen zwei äußerst strittige Schiedsrichter-Entscheidungen in die Kabine ging.

Ismail Jakobs über erkrankte Spieler: „Viele Dinge passiert“

Senegals Kapitän Sadio Mané holte seine Mitspieler schließlich zurück. Das Spiel wurde fortgesetzt, Marokko verschoss den Elfmeter, der den Protest ausgelöst hatte. Dank eines Tores von Pape Gueye in der Verlängerung gewann Senegal schließlich mit 1:0.

Schon vor dem Anpfiff hatte es große Aufregung gegeben, als drei Spieler des Senegal kurzfristig krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen. Krépin Diatta musste in der Startelf kurzfristig ausgetauscht werden, nachdem er beim Aufwärmen auf dem Platz einen Schwächeanfall erlitten hatte. Auch Ousseynou Niang und Pape Matar Sarr standen nicht zur Verfügung. Alle drei wurden sogar im Krankenhaus behandelt.

Angesprochen auf die Ausfälle seiner drei Teamkollegen machte Jakobs nach dem Spiel einige mysteriöse Andeutungen. „Es sind vor dem Spiel viele Dinge passiert“, sagte der gebürtige Kölner, der beim 1. FC Köln zum Profi gereift ist, nach dem Spiel in der Mixed Zone.

Jakobs wurde nicht konkret, ließ aber durchblicken, dass er die plötzlichen Erkrankungen seiner Teamkollegen für äußerst verdächtig hielt. „Ich glaube, dass nach dem Spiel viele Dinge herauskommen werden“, so der Linksverteidiger, der in der Verlängerung eingewechselt worden war. „Es geht nicht nur um diese Situation, davor waren noch viele andere Sachen. Ihr werdet es erfahren.“

Mit diesen Aussagen löste der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler, der seit 2022 für den Verband des Heimatlands seines Vaters spielt, natürlich jede Menge Spekulationen aus. Konkrete Informationen über die Gründe für die Erkrankung der drei Spieler und eines Mitglieds des Staffs gab es aber auch am Montag noch nicht.

Jakobs selbst sprach am Montag mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die Feierlichkeiten nach dem Spiel. Die seien wegen der angepannten Lage „sehr human“ ausgefallen: „Wir mussten aufpassen. Deswegen sind wir mit den Familien und Freunden im Hotel geblieben. Aber nach dem Rückflug nach Dakar steigt dann am Dienstag die große Siegesparade – dann wird natürlich viel mehr gefeiert.“

Jakobs Vater Omar war nach Rabat gereist, um seinen Sohn vor Ort zu unterstützen. „Wir haben uns direkt nach dem Spiel gesehen. Ich habe mich damals auch für ihn für den Nationenwechsel und den Senegal entschieden. Deswegen ist dieser Titel und dieses Erlebnis auch für ihn eine ganz besondere Sache“, berichtete Jakobs.

Neben den Ausfällen und der Protest-Aktion der Spieler aus dem Senegal machte rund um das Skandal-Finale auch Videos die Runde, auf denen zu sehen war, wie der Ersatztorhüter des Senegal Yehvann Diouf während des Spiels das Handtuch von Keeper Edouard Mendy für ihn festhielt, während Balljungen versuchten, es ihm aus den Händen zu reißen.

Es kam mehrmals zu regelrechten Jagdszenen, bei denen die Nummer zwei von zahlreichen der Balljungen angegriffen und zu Boden gezerrt wurde. Beim Finale in Rabat regnete es, Mendy brauchte das Handtuch vor allem, um damit seine Torwarthandschuhe abzutrocknen.