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VZMORE AX9 Max AI Mini-PC im Test Ryzen-Power, lokale KI und viele Anschlüsse

Ein kleiner Desktop-Rechner kann heute deutlich mehr leisten als reine Büroarbeit. Der VZMORE AX9 Max AI Mini-PC verbindet den AMD Ryzen AI 9 HX 470 mit einer integrierten Radeon 890M, lokaler KI-Unterstützung und einer umfangreichen Ausstattung. Trotz der leistungsfähigen Komponenten bleibt das Aluminiumgehäuse mit 135 × 131,8 × 57,7 Millimetern angenehm kompakt. In einem einwöchigen Praxistest untersuche ich, wie sich das Gerät bei alltäglichen Aufgaben, parallelen Anwendungen, lokalen Sprachmodellen, mehreren Bildschirmen, Datentransfers und längerer Rechenlast verhält.

Der Test ist besonders für technisch interessierte Nutzerinnen und Nutzer, Entwicklerinnen und Entwickler, Kreative, Homelab-Betreiberinnen und -Betreiber sowie Gamerinnen und Gamer interessant. Der AX9 Max richtet sich an Menschen, die viele Schnittstellen, schnelle Netzwerkverbindungen, austauschbaren Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige integrierte Grafik in einem kleinen Rechner suchen. Zwölf CPU-Kerne, 24 Threads, zwei M.2-Steckplätze und ein möglicher Ausbau auf bis zu 256 GB DDR5-RAM eröffnen Einsatzmöglichkeiten für virtuelle Maschinen, lokale Datenbanken und anspruchsvolle Entwicklungsumgebungen.

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Technische Basis und Ausstattung

In der von mir geprüften Ausführung arbeitet der Mini-PC mit einem AMD Ryzen AI 9 HX 470, 32 GB DDR5-Speicher und einer 1-TB-SSD. Windows 11 Pro ist bereits eingerichtet. Der Prozessor nutzt die Zen-5- beziehungsweise Zen-5c-Architektur, verfügt über zwölf Kerne und kann bis zu 24 Threads gleichzeitig bearbeiten. Als maximale Taktfrequenz nennt AMD bis zu 5,2 GHz, während der Basistakt bei 2,0 GHz liegt. Der Cache umfasst 12 MB L2 und 24 MB L3.

  • CPU: AMD Ryzen AI 9 HX 470 mit zwölf Kernen und 24 Threads
  • Takt: bis zu 5,2 GHz im Boost und 2,0 GHz Basistakt
  • Fertigungsprozess: 4-nm-FinFET
  • Grafik: AMD Radeon 890M mit RDNA-3.5 und 16 Compute Units
  • Grafiktakt: bis zu 3,1 GHz
  • KI-Einheit: Ryzen AI NPU mit bis zu 55 TOPS
  • Plattformleistung: laut AMD bis zu 86 TOPS
  • Arbeitsspeicher: 32 GB DDR5 über zwei austauschbare SO-DIMM-Module
  • Maximaler RAM-Ausbau: bis zu 256 GB laut Hersteller
  • System-SSD: 1 TB im Format M.2 2280 mit PCIe 4.0 x4
  • Zusätzlicher Speicherplatz: M.2 2230 mit PCIe 4.0 x4 und laut Hersteller bis zu 1 TB
  • Gesamtkapazität: bis zu 5 TB laut VZMORE
  • Abmessungen: 135 × 131,8 × 57,7 Millimeter
  • Gewicht: 777,5 Gramm
  • Gehäuse: silberfarbenes Aluminium-Unibody
  • Kühlung: Vapor Chamber, aktive Lüfter und umlaufende Luftzufuhr an der Unterseite
  • Leistungsstufen: Silent mit 45 Watt, Balanced mit 54 Watt und Performance mit 65 Watt
  • Funkverbindungen: Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4
  • Netzwerk: zwei RJ45-Anschlüsse mit jeweils 2,5 Gbit/s
  • Netzteil: 120 Watt bei 19 Volt und 6,32 Ampere

Anschlüsse für Arbeitsplatz und Homelab

Die Schnittstellenausstattung fällt für die Gehäusegröße umfangreich aus. An der Front befinden sich vier USB-A-Buchsen nach USB 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gbit/s, ein weiterer USB-A-Anschluss mit S5-Power-Delivery, ein 3,5-mm-Anschluss für Stereo-Headsets und der Einschaltknopf. Auf der Rückseite sitzen zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s, DisplayPort-2.0-Alt-Mode und jeweils bis zu 15 Watt PD-Out. Einer dieser USB4-Anschlüsse kann laut Hersteller zusätzlich bis zu 100 Watt PD-In bereitstellen.

Ergänzt wird die Ausstattung durch einen weiteren USB-3.2-Gen-2-Type-A-Port, einen USB-2.0-Anschluss, zwei HDMI-2.1-Ausgänge und zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Buchsen. Ein seitlich erreichbarer SD-4.0-Steckplatz erleichtert den Umgang mit Speicherkarten. Insgesamt lassen sich bis zu vier Monitore anschließen. Eine Bildausgabe bis 8K ist vorgesehen, hängt in der Praxis aber von Monitor, Kabel, Auflösung und Bildfrequenz ab.

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Besondere Merkmale im Überblick

  • Hohe CPU-Leistung: Zwölf Kerne, 24 Threads und bis zu 5,2 GHz unterstützen parallele Programme, Entwicklungssoftware, Kompilierung und virtuelle Maschinen.
  • Integrierte Radeon 890M: Die Grafiklösung mit 16 Compute Units eignet sich für viele Spiele, Videowiedergabe und GPU-beschleunigte Programme.
  • Lokale KI: LM Studio, Ollama und llama.cpp ermöglichen den Betrieb lokaler Sprachmodelle, ohne dass die eigentliche Modellverarbeitung zwingend eine Cloud-Verbindung benötigt.
  • Ausbaufähiger Speicher: Zwei SO-DIMM-Sockel erlauben laut VZMORE bis zu 256 GB DDR5.
  • Vapor-Chamber-System: Die Dampfkammer verteilt die Wärme, während die Unterseite rundum Frischluft zuführt.
  • Viele Ports: USB4, sechs USB-A-Anschlüsse, HDMI, SD 4.0 und zwei schnelle LAN-Ports decken zahlreiche Szenarien ohne zusätzliche Adapter ab.
  • Drei Betriebsarten: Silent, Balanced und Performance passen Verbrauch, Lautstärke und Rechenleistung an.
  • Flexible Platzierung: Die beiliegende VESA-Halterung ermöglicht die Montage hinter einem geeigneten Monitor.

So läuft der einwöchige Praxistest ab

Bewertete Bereiche

Ich bewerte den VZMORE AX9 Max innerhalb von sieben Tagen anhand der Eigenschaften, die bei einem leistungsfähigen Mini-PC besonders wichtig sind. Neben Verpackung und Zubehör prüfe ich Gehäuse, Anschlüsse, Einrichtung und Bedienung. Anschließend stehen Prozessor, SSD, Grafik, lokale KI, Netzwerk, Erweiterbarkeit, Temperatur und Lüftergeräusch im Mittelpunkt.

  • Verpackung: Schutz des Geräts, Ordnung und Vollständigkeit
  • Verarbeitung: Stabilität, Oberflächen, Spaltmaße und Sitz der Ports
  • Einrichtung: Anschluss von Netzteil, Bildschirm, Tastatur und Maus sowie Windows-Start
  • Bedienung: Erreichbarkeit des Einschaltknopfs, Port-Anordnung und Leistungsprofile
  • Leistung: Multitasking, Rechenlast, SSD-Tempo und Grafikverhalten
  • Lokale KI: Modellstart, Antworttempo und Arbeitsspeicherbedarf
  • Thermik: Temperatur, Stabilität und Verhalten der Lüfter
  • Ausbau: SO-DIMM-Sockel, M.2-Plätze und VESA-Montage
  • Alltag: Platzbedarf, Displays, Netzwerk und Anschlusskomfort
  • Sicherheit: Standfestigkeit und freie Luftwege

Testumgebung und zeitlicher Ablauf

Der Rechner steht während der Prüfung an einem festen Schreibtisch und arbeitet zunächst als Windows-11-Pro-System mit Monitor, Tastatur, Maus, Headset und externem Speicher. Danach nutze ich ihn für parallele Anwendungen, Dateiübertragungen, Installationen, mehrere Bildschirme und lokale KI. Die ersten zwei Tage gelten der Einrichtung und der sichtbaren Verarbeitung. An den Tagen drei und vier folgen Office, Web, Entwicklungsumgebungen, Multitasking und Grafik.

Am fünften und sechsten Tag belaste ich Prozessor, SSD und integrierte Grafik über längere Zeit. Zusätzlich prüfe ich lokale Sprachmodelle und verschiedene Leistungsprofile. Der siebte Tag dient der abschließenden Beurteilung von Geräuschentwicklung, Aufstellung, Bedienung und Erweiterbarkeit. Sieben Tage erlauben eine belastbare Einschätzung der täglichen Nutzung, ersetzen aber keine mehrjährige Haltbarkeitsprüfung. Langfristige Aussagen formuliere ich daher vorsichtig.

Verpackung und Lieferumfang

Der AX9 Max kommt in einem weißen Karton mit VZMORE-Logo, Produktabbildung und Hinweisen auf die AMD-Plattform. Ein passgenauer Formeinsatz trennt den Rechner vom Zubehör und hält ihn während des Transports an seinem Platz. Netzteil und Kabel liegen dadurch nicht lose am Gehäuse. Die Präsentation bleibt funktional und konzentriert sich auf den sicheren Versand.

Zum Paket gehören der Mini-PC, ein schwarzes 120-W-Netzteil, ein abnehmbares EU-Netzkabel, ein HDMI-Kabel, eine VESA-Halterung mit Schrauben sowie ein Benutzerhandbuch beziehungsweise eine Kurzübersicht. Die schwarze Metallhalterung ist kreuzförmig ausgeführt. Eine grafische Anschlussübersicht erklärt zusätzlich die Buchsen an Vorder-, Rück- und Seitenflächen. Blaue NOTICE-Aufkleber weisen bei der Lieferung auf Einrichtung und Anschlüsse hin und lassen sich vor dem Gebrauch entfernen.

Einrichtung und Montage

Eine klassische Montage ist nicht erforderlich. Ich stelle das Gerät auf, verbinde Netzteil und HDMI-Monitor und schließe Eingabegeräte an. Windows 11 Pro führt anschließend durch den üblichen Einrichtungsprozess. RAM und SSD müssen in der getesteten Variante nicht eingesetzt werden, da bereits 32 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Massenspeicher vorhanden sind.

Für die VESA-Option befestige ich die Halterung mit den beiliegenden Schrauben an einem geeigneten Monitor. Danach kann der Mini-PC platzsparend dahinter sitzen. Wichtig bleibt, dass der ringförmige Lufteinlass an der Unterseite und die rückseitige Öffnung frei bleiben. Auf einer harten, ebenen Fläche lässt sich diese Vorgabe unkompliziert einhalten.

Ergebnisse aus dem täglichen Einsatz

Gehäuse und Bedienkomfort

Das silberfarbene Aluminiumgehäuse ist stabil und verwindungsfest. Abgerundete Kanten, sauber getrennte Elemente und die dunkle, belüftete Unterseite vermitteln einen sorgfältigen Fertigungseindruck. Mit 777,5 Gramm bleibt der Rechner leicht beweglich, steht auf dem Tisch aber ausreichend sicher. Die Anschlüsse sitzen fest und sind durch Symbole oder Beschriftungen gut zuzuordnen.

Die Aufteilung der Ports erweist sich im Alltag als sinnvoll. Häufig wechselnde USB-Geräte lassen sich vorne anschließen, während Monitore, Netzwerk und dauerhaft verbundene Peripherie hinten Platz finden. Der Einschaltknopf ist trotz der rückseitigen Verkabelung schnell erreichbar. Auch der seitliche Kartenleser bleibt zugänglich, wenn die Rückseite vollständig belegt ist.

Multimonitor-Betrieb und Netzwerke

Während der Prüfung verbinde ich gleichzeitig Bildschirm, externe SSD, Eingabegeräte, Headset, Netzwerk und weitere USB-Komponenten. Ein Adapter ist dafür nicht nötig. Zwei HDMI-2.1-Ausgänge und die DisplayPort-Funktion der USB4-Anschlüsse erlauben eine flexible Bildschirmkonfiguration. Bis zu vier Monitore werden unterstützt. Die praktische Auflösung richtet sich dabei nach den verwendeten Displays, Kabeln und Bildfrequenzen.

Die zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports sind für getrennte Netzwerkbereiche nützlich. Der Rechner kann so beispielsweise gleichzeitig mit einem normalen lokalen Netz und einem Server- oder NAS-Segment verbunden werden. Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 ergänzen die Kabelverbindungen. In meinem Test lassen sich die drahtlosen Funktionen zügig einrichten und stabil verwenden.

CPU, SSD und parallele Anwendungen

Im normalen Betrieb reagiert der Ryzen AI 9 HX 470 schnell. Windows startet zügig, Programme öffnen ohne auffällige Verzögerung und mehrere Anwendungen laufen parallel stabil. Besonders beim Wechsel zwischen einem Browser mit vielen Tabs, einer Entwicklungsumgebung, Dateiübertragungen und Videowiedergabe zeigen sich die Vorteile von zwölf Kernen und 24 Threads.

Im Geekbench-6-Test erreicht das System 3.095 Punkte im Single-Core-Durchlauf und 15.842 Punkte bei der Mehrkernprüfung. Damit eignet sich der AX9 Max sowohl für kurze Einzelaufgaben als auch für parallele Rechenarbeit. Die SSD erzielt sequenziell ungefähr 6.038 MB/s beim Lesen und 5.020 MB/s beim Schreiben. Große Programme, Projekte und lokale Modelle laden dadurch zügig.

Die drei Leistungsmodi lassen sich sinnvoll einsetzen. Silent arbeitet bei Büro- und Webaufgaben zurückhaltend mit 45 Watt. Balanced stellt mit 54 Watt einen ausgewogenen Mittelweg dar. Für längere Berechnungen, Rendering oder KI-Aufgaben stehen im Performance-Modus 65 Watt zur Verfügung. Mit der höheren Leistungsfreigabe nimmt auch die Lüfteraktivität zu.

Lokale Sprachmodelle und NPU

Die KI-Ausstattung ist ein wichtiger Teil des Konzepts. Die NPU erreicht bis zu 55 TOPS, während AMD für die Plattform bis zu 86 TOPS nennt. TOPS beschreibt vereinfacht die Zahl der Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Wie stark die NPU tatsächlich genutzt wird, hängt von der Software ab. Bei lokalen Sprachmodellen übernimmt häufig die Radeon 890M einen wesentlichen Teil der Berechnung.

Mit einem passend ausgewählten Qwen-Modell erreiche ich ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde. Ein Token lässt sich vereinfacht als kleiner Textbaustein verstehen. Die Ausgabe wirkt damit bei kurzen Dialogen flüssig; das erste Token erscheint nach etwa 0,1 Sekunden. LM Studio, Ollama und llama.cpp eignen sich für entsprechende lokale Szenarien, wobei die Einrichtung je nach Betriebssystem und Modell unterschiedlich aufwendig ausfallen kann.

32 GB RAM reichen für kleinere und mittelgroße Modelle. Bei einem Modell mit ungefähr 22 GB belegt das Gesamtsystem bereits rund 28 GB. Für größere Modelle, lange Kontextfenster und parallele Anwendungen bleibt dann wenig Reserve. Ein Ausbau auf 64 GB oder mehr ist in solchen Fällen sinnvoll. Die zwei austauschbaren SO-DIMM-Module schaffen dafür eine gute technische Grundlage.

Grafikleistung und Spiele

Die Radeon 890M verfügt über 16 Compute Units und erreicht laut AMD bis zu 3,1 GHz. Für eine integrierte Grafik zeigt sie sich vielseitig. Weniger anspruchsvolle Spiele, E-Sport-Titel und viele ältere Produktionen laufen mit passenden Einstellungen flüssig. Bei aktuellen grafisch aufwendigen Spielen sind reduzierte Details und gegebenenfalls Upscaling angebracht.

Auch Videowiedergabe, beschleunigte Darstellungen und einfache bis mittlere kreative Aufgaben bewältigt die GPU gut. Bei professionellen 3D-Projekten oder sehr hohen Bildraten bleibt die Leistung naturgemäß durch die integrierte Architektur begrenzt. Für einen kompakten Rechner ohne separate Grafikkarte fällt das Ergebnis im Alltag dennoch positiv aus. Dual-Channel-Speicher unterstützt die gemeinsame Nutzung des Arbeitsspeichers durch die integrierte Grafik.

Kühlung, Temperaturen und Lautstärke

Das V-Cooling-System kombiniert eine Vapor Chamber mit aktiven Lüftern und einer rundum geführten Luftzufuhr an der Unterseite. Die Luft strömt von unten durch das Gehäuse und erreicht neben Prozessor und Grafikeinheit auch SSD und Arbeitsspeicher. Dieses Konzept funktioniert im Test überzeugend, sofern das Gerät auf einer festen, ebenen Oberfläche steht und die Öffnungen nicht abgedeckt werden.

Unter längerer CPU-Last stabilisiert sich die Chip-Leistung bei ungefähr 54 Watt. Nach längerer Belastung liegt die Temperatur bei rund 72 °C. Im zehnminütigen Test beobachte ich keine thermische Drosselung. Die Leistung bleibt damit auch unter anhaltender Beanspruchung stabil. Bei intensiver KI-Arbeit wird der Lüfter allerdings deutlich hörbar.

Im Leerlauf arbeitet der AX9 Max kaum wahrnehmbar. Unter dauerhafter CPU-Last messe ich ungefähr 41 dB(A), bei lokalen KI-Berechnungen bis zu 47 dB(A) aus 30 Zentimetern Entfernung. Damit liegt die gemessene Lautstärke bei hoher Belastung über der Herstellerangabe von 38 dB. Im Büro- und Webbetrieb fällt dieser Unterschied weniger ins Gewicht, während der Silent-Modus für ruhigere Aufgaben eine zurückhaltendere Arbeitsweise ermöglicht.

Speicher, Ausbau und Aufstellung

Der Arbeitsspeicher sitzt in zwei austauschbaren DDR5-SO-DIMM-Modulen und arbeitet im Dual-Channel-Betrieb. VZMORE nennt eine maximale Kapazität von bis zu 256 GB. Für einen Rechner mit knapp 13,5 Zentimetern Grundfläche ist diese Erweiterbarkeit bemerkenswert. Vor einem größeren Upgrade sollten Modulkompatibilität und BIOS-Version geprüft werden.

Die ab Werk verbaute 1-TB-SSD nutzt den M.2-2280-Steckplatz mit PCIe 4.0 x4. Ein weiterer M.2-2230-Platz nimmt laut Hersteller bis zu 1 TB auf. Dadurch können Betriebssystem, Projekte und lokale KI-Daten auf getrennten Laufwerken organisiert werden. Der zusätzliche Slot ist für das kürzere 2230-Format vorgesehen; eine herkömmliche 2280-SSD passt dort nicht.

Auf dem Schreibtisch beansprucht der AX9 Max wenig Raum. Hinter einem kompatiblen Monitor verschwindet er mithilfe der VESA-Halterung nahezu vollständig. In beiden Varianten muss die Unterseite Luft ansaugen können und die Abluft an der Rückseite frei austreten. Diese Vorgabe lässt sich im normalen Arbeitsplatz unkompliziert berücksichtigen.

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Mein Eindruck nach sieben Tagen

Im Test gefällt mir vor allem die Verbindung aus geringer Stellfläche und hoher Anschlussdichte. Der Rechner bleibt neben dem Monitor unauffällig, bietet aber genügend Reserven für Entwicklungsumgebungen, anspruchsvolles Multitasking und lokale KI. Viele Geräte lassen sich direkt anschließen, sodass zusätzliche Adapter im täglichen Betrieb nicht erforderlich sind.

Die große Zahl an Anschlüssen macht die tägliche Einrichtung angenehm unkompliziert. Monitor, Speicher, Netzwerk und Peripherie finden direkt am Mini-PC Platz.

Auch der mögliche Ausbau des Arbeitsspeichers erweitert den praktischen Spielraum. Die werksseitigen 32 GB sind für den Einstieg ausreichend, während 64 GB oder mehr bei großen Modellen, virtuellen Maschinen und mehreren Containern mehr Reserve schaffen. Zwei SSD-Plätze erleichtern zudem die Trennung von System, Projekten und KI-Daten.

Bei lokaler KI wirkt der AX9 Max im Alltag praxistauglich. Mit geeigneter Software sind ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde erreichbar.

Bei längeren KI-Berechnungen steigt die Lautstärke deutlich über das Niveau gewöhnlicher Büroarbeit. Das ordne ich der hohen Leistungsfreigabe und der nötigen aktiven Kühlung zu. Gleichzeitig bleiben die Temperaturen kontrolliert, und im zehnminütigen Belastungstest tritt keine beobachtete Drosselung auf. Für ruhige Aufgaben steht der Silent-Modus zur Verfügung.

Erfahrungen aus Kundenstimmen und externen Berichten

Die verfügbaren externen Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus. Genannt werden vor allem die kompakte Bauform, das zurückhaltende Betriebsgeräusch bei normalen Aufgaben, die Anschlussvielfalt, die lokale KI und die Grafikleistung der Radeon 890M. Eine Kundenstimme hebt hervor, dass mehrere Geräte gleichzeitig ohne zusätzliche Adapter angeschlossen werden können.

Ein ausführlicher Bericht von Home&Smart bewertet den AX9 Max mit 90 von 100 Punkten. Dort werden die Verarbeitung, die Dauerleistung, die Aufrüstbarkeit, die lokale KI und die stabile Kühlung positiv eingeordnet. Die dort genannten Messwerte liegen bei ungefähr 72 °C unter längerer Last, 41 dB(A) bei CPU-Volllast und bis zu 47 dB(A) bei KI-Berechnungen.

Die öffentliche Erfahrungsbasis bleibt bei der noch jungen Produktgeneration überschaubar, sodass daraus keine langfristige Haltbarkeitsaussage abgeleitet werden kann. In externen Berichten werden außerdem die hörbare Lüfteraktivität bei hoher KI-Last, das Fehlen einer OCuLink-Schnittstelle und ein teilweise anspruchsvolleres Linux-KI-Setup erwähnt. Diese Punkte betreffen vor allem spezielle Einsatzbedingungen und ändern den insgesamt vielseitigen Eindruck im normalen Windows- und Desktopbetrieb nur eingeschränkt.

Häufige Fragen zum AX9 Max

Ist lokale KI ohne Cloud möglich?

Ja, passende Software und Modelle vorausgesetzt. Die Plattform bietet bis zu 55 NPU-TOPS und laut AMD bis zu 86 TOPS Gesamtleistung. Mit einem Qwen-Modell werden im Test ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde erreicht. LM Studio, Ollama und llama.cpp können für lokale Sprachmodelle eingesetzt werden, sodass Prompts und Dokumente auf dem Rechner bleiben.

Genügen 32 GB Arbeitsspeicher?

Für kleinere und mittelgroße quantisierte Modelle sowie normale parallele Anwendungen reichen 32 GB aus. Bei einem Modell mit ungefähr 22 GB beansprucht das Gesamtsystem rund 28 GB, wodurch nur wenig Reserve verbleibt. Für regelmäßige KI-Nutzung sind 64 GB komfortabler. Die zwei SO-DIMM-Sockel unterstützen laut Hersteller sogar bis zu 256 GB.

Wie verhält sich die Lautstärke?

Im Leerlauf bleibt der Rechner sehr leise. Unter dauerhafter CPU-Last werden etwa 41 dB(A) gemessen, während lokale KI bis zu 47 dB(A) aus 30 Zentimetern Entfernung erreicht. Im Silent-Profil arbeitet das Gerät zurückhaltender. Die tatsächliche Lautstärke hängt somit deutlich von Anwendung und Leistungsstufe ab.

Kommt es zu thermischer Drosselung?

Im zehnminütigen Belastungstest beobachte ich keine Drosselung. Die Temperatur liegt bei etwa 72 °C, und die Chip-Leistung stabilisiert sich nach einer kurzen Spitzenphase bei ungefähr 54 Watt. Voraussetzung ist eine freie Luftzufuhr an Unterseite und Rückseite. Eine weiche Unterlage oder eine ungünstige Montage kann den Luftstrom beeinträchtigen.

Für welche Spiele reicht die Grafik?

Die Radeon 890M eignet sich für E-Sport-Spiele, weniger anspruchsvolle Titel und viele ältere Produktionen. Bei aktuellen, grafisch aufwendigen Spielen sind reduzierte Details und Upscaling sinnvoll. Sehr hohe Detailstufen und besonders hohe Bildraten gehören nicht zum Schwerpunkt der integrierten Grafik. Dual-Channel-RAM unterstützt die iGPU bei der gemeinsamen Speichernutzung.

Ist der Rechner für Proxmox und Homelab-Aufgaben geeignet?

Zwölf Kerne, 24 Threads, bis zu 256 GB möglicher Arbeitsspeicher und zwei 2,5-Gbit/s-Netzwerkanschlüsse schaffen eine gute Grundlage für Proxmox, Docker, NAS-Dienste und virtuelle Maschinen. Zwei M.2-Steckplätze erlauben die Trennung von System und Daten. Der interne Ausbau bleibt auf zwei Laufwerke begrenzt. Der praktische Einsatz mit Proxmox zeigt die Eignung für entsprechende Szenarien.

Wie steht es um Linux und lokale KI?

Im Praxistest wird unter Linux Vulkan für bestimmte LLM-Workflows eingesetzt. ROCm unterstützt den verwendeten Grafikchip in diesem Szenario nicht vollständig beziehungsweise nicht so geradlinig. Unter Windows lassen sich LM Studio und Ollama einfacher einrichten. Linux bleibt damit besonders für erfahrene Nutzerinnen und Nutzer interessant, die einen individuellen KI-Rechner oder einen Headless-Server aufbauen möchten.

Lässt sich eine externe Grafikkarte anschließen?

Eine externe Grafikkarte kann grundsätzlich über einen kompatiblen USB4-Weg angebunden werden. Der AX9 Max besitzt zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s, verfügt aber nicht über einen dedizierten OCuLink-Anschluss. Für regelmäßige professionelle GPU-Berechnungen sollten daher die USB4-Anbindung und die benötigte Docking-Hardware eingeplant werden.

Wie viele Bildschirme werden unterstützt?

Bis zu vier Monitore lassen sich anschließen. Dafür stehen zwei HDMI-2.1-Ausgänge und zwei USB4-Anschlüsse mit DisplayPort-Alt-Mode bereit. Die Plattform unterstützt grundsätzlich eine Ausgabe bis 8K. Welche Auflösung und Bildfrequenz gleichzeitig tatsächlich möglich sind, hängt von Monitoren und Kabeln ab.

Welche Speichererweiterungen sind möglich?

Der RAM wird über zwei austauschbare DDR5-SO-DIMM-Module erweitert. Ein möglichst identisches Modulpaar ist für den Dual-Channel-Betrieb sinnvoll. VZMORE nennt bis zu 256 GB. Der zweite M.2-Steckplatz nimmt eine PCIe-4.0-x4-SSD im Format 2230 mit laut Hersteller bis zu 1 TB auf. Der primäre Platz ist für eine 2280-SSD vorgesehen.

Welche Netzwerkstandards beherrscht das Gerät?

Der Mini-PC unterstützt Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Dazu kommen zwei RJ45-Buchsen mit jeweils bis zu 2,5 Gbit/s. Dadurch ist eine gleichzeitige Verbindung mit getrennten Netzwerkbereichen möglich, etwa mit Arbeitsplatznetz und NAS oder Homelab. Das Funkmodul wird im M.2-2230-Format angegeben.

Welche Profile stehen zur Verfügung?

Silent arbeitet mit 45 Watt, Balanced mit 54 Watt und Performance mit 65 Watt. Silent passt zu Office und Web, Balanced verbindet Leistung und Geräuschentwicklung, während Performance für längere Rechenlast, Rendering und lokale KI gedacht ist. Mit höherer Leistungsfreigabe nimmt die Lüfteraktivität zu.

Was gehört zum Lieferumfang?

Enthalten sind der Mini-PC, ein 120-W-Netzteil mit abnehmbarem EU-Kabel, ein HDMI-Kabel, eine VESA-Halterung mit Schrauben sowie Handbuch und Kurzübersicht. Die getestete Ausführung ist mit 32 GB DDR5-RAM und 1 TB SSD bestückt. Die Komponenten liegen getrennt in einer weißen Verpackung mit geformtem Einsatz.

Welche Garantie nennt VZMORE?

VZMORE gibt drei Jahre Herstellergarantie ab Lieferdatum an. Zusätzlich werden 30 Tage Rückgabe beziehungsweise Umtausch und lebenslanger technischer Support genannt. Bei Defekten oder Transportschäden soll innerhalb von sieben Tagen mit Fotos Kontakt aufgenommen werden. Für eine Rücksendung ist eine RMA-Freigabe erforderlich; Originalzubehör und Verpackung sollen verwendet werden.

Markenprofil und Service

VZMORE ist eine vergleichsweise junge Marke, die sich auf kompakte Mini-PCs mit hoher Leistung konzentriert. Als zentrale Entwicklungsfelder nennt das Unternehmen Rechenleistung, Kühlung und Industriedesign. Die Bezeichnungen V-Cooling und V-Boost stehen für die Luftführung beziehungsweise die Leistungssteuerung.

Nach eigenen Angaben gehören durchdachtes Design, Langlebigkeit und Nutzerorientierung zur Unternehmensphilosophie. Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten werden in Taiwan, Hongkong und Berlin angegeben. Die deutsche Website wird von VZMORE LIMITED betrieben. Das Sortiment umfasst AMD- und Intel-Systeme, darunter kompakte AI-Rechner und kleinere Varianten.

Beim AX9 Max zeigt sich dieses Konzept in der Kombination aus Vapor Chamber, aktiver Lüftung und gerichteter Luftführung. V-Boost stellt drei Profile bereit. VZMORE nennt außerdem eine Zehn-Punkte-Validierung, die unter anderem Dauerlast, Temperatur, Luftstrom, Akustik, Stromversorgung, Anschlüsse, Multi-Display, Netzwerk, RAM, SSD, Betriebssystem und Firmware umfasst.

Für Deutschland nennt VZMORE drei Jahre Hardwaregarantie, 30 Tage Rückgabe oder Umtausch, technischen Support über die Nutzungsdauer, Versand aus einem deutschen Lager sowie Kontakt per E-Mail und deutscher Telefonnummer. Die Langzeiterfahrungen zur noch jungen Produktgeneration sind begrenzt. Die vorliegenden Eindrücke zeigen jedoch eine klar auf Leistung, Anschlussvielfalt und Erweiterbarkeit ausgerichtete technische Konzeption.

Fazit nach dem Praxistest

Der VZMORE AX9 Max AI Mini-PC verbindet eine kleine Bauform mit hoher Rechenleistung, vielen Anschlüssen und umfangreicher Erweiterbarkeit. Der Ryzen AI 9 HX 470 arbeitet im Alltag schnell, die Radeon 890M bewältigt zahlreiche Grafikaufgaben und lokale Sprachmodelle erreichen mit geeigneter Software ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde. Zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports, zwei USB4-Anschlüsse, die Unterstützung von bis zu vier Monitoren und zwei M.2-Steckplätze erweitern den praktischen Nutzen.

Für technisch versierte Anwenderinnen und Anwender, Entwicklungsumgebungen, Homelab-Aufgaben, kreative Anwendungen und lokale KI bietet der AX9 Max eine vielseitige Grundlage. Auch Spiele, die mit einer integrierten Grafiklösung gut zurechtkommen, lassen sich damit nutzen. Bei hoher KI-Last wird der Lüfter hörbar, und Linux erfordert für bestimmte KI-Szenarien mehr Konfiguration. Im normalen Desktopbetrieb überwiegen jedoch die kompakte Aufstellung, die Anschlussvielfalt, die stabile Dauerleistung und die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher später deutlich zu erweitern.

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