In diesem ausführlichen Erfahrungsbericht steht eine Situation im Mittelpunkt, die vielen Tennisspieler*innen bekannt vorkommt: Ihr wollt regelmäßig, vielseitig und einigermaßen matchnah trainieren, aber es ist gerade niemand für ein gemeinsames Training verfügbar. Eine Ballmaschine löst diese Grundproblematik, spannend wird es jedoch erst, wenn Technik mehr bietet als gleichförmige Ballausgabe und euer Training wirklich adaptiv gestaltet. Genau hier setzt der PONGBOT Pace S Pro + Akku an, gesteuert per App, mit Tracking-Funktionen und Modi wie Adaptive Rally oder Match Challenge. Nach sieben intensiven Tagen auf dem Platz ergibt sich ein überwiegend positives Gesamtbild – ergänzt um einige Punkte, die ihr vor der Anschaffung nüchtern berücksichtigen solltet.
PONGBOT Pace S Pro mit Akku online prüfen und aktuelle Verfügbarkeit checken
- Produktname: PONGBOT Pace S Pro + Akku
- Zielgruppe: Spieler*innen, die strukturiert, drill- und datenorientiert trainieren möchten, häufig alleine auf dem Platz stehen und bereit sind, sich auf ein appbasiertes System einzulassen
Überblick und Einordnung des Testgeräts

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Der Hersteller stellt den PONGBOT Pace S Pro als „world’s first true AI tennis ball machine“ vor und zielt damit klar auf ein System, das über klassische Ballmaschinenfunktionen hinausgeht. Versprochen werden nicht nur Einstellungen zu Tempo, Spin und Streuung, sondern auch Bewegungserfassung, adaptive Trainingssteuerung und eine umfangreiche Drill-Bibliothek. Diese Positionierung zeigt sich im Testalltag weitgehend stimmig, da das Gerät als Trainingsplattform gedacht ist und nicht als simple Einsteigerlösung. Gleichzeitig ist es damit nicht für alle gleichermaßen passend: Wer eine unkomplizierte, rein mechanisch gesteuerte Maschine ohne App-Anteil sucht, kann die zusätzliche Komplexität als Hürde wahrnehmen, auch wenn sich vieles mit etwas Einarbeitung relativiert.
Kostenpunkt: Das Paket „Pace S Pro + Battery“ bewegt sich im EU-Umfeld bei ungefähr 1.400 EUR. Damit ordnet sich die Maschine klar oberhalb einfacher Einstiegsgeräte ein, bleibt aber je nach Vergleich unter manchen etablierten Spitzenmodellen. Hinzu kommt, dass die Preisangaben zwischen US- und EU-Umfeld variieren können, was für Käufer*innen in Deutschland zunächst nach Unsicherheit aussieht, in der Praxis aber stark vom jeweils konkreten Händlerangebot beeinflusst wird.
Kerntechnik, Spezifikationen und Bauweise
Technische Daten im Detail
- Gewicht: netto 22 kg, brutto 25,5 kg
- Abmessungen des Geräts: 700 × 370 × 560 mm
- Maße der Verpackung: 710 × 460 × 560 mm
- Ballkapazität: 150 Bälle
- Geschwindigkeitsbereich: 25–130 km/h (15–80 mph)
- Spinleistung: bis zu 60 rps mit Topspin, Underspin und No Spin; „rps“ steht für Umdrehungen pro Sekunde
- Intervallregulierung: Serve-Intervall 1,5–12 Sekunden, Combo-Intervall 0–9 Sekunden
- Ballpositionen: sechs Platzierungspositionen
- Full Court Coverage: Vollfeld-Abdeckung als Landing-Konzept
- Maximale Lob-Höhe: bis 8,1 m
- Akku-Kapazität: bis zu acht Stunden Laufzeit, 7800 mAh
- Akkuenergie (laut Manual): 198,9 Wh (@25,5 V)
- Netzversorgung: AC 100–240 V
- Ladegerät (Manual): Eingang 100–240 V, 50/60 Hz, 2,0 A; Ausgang 29,4 V, 3 A, 88,2 W
- Steuerung: Dual Control über App und Fernbedienung
- Verbindung: Bluetooth
- App-Verfügbarkeit: iOS (Apple App Store) und Android (Google Play)
- Bewegungserfassung: 100 Hz Sampling mit sub-10-cm-Präzisionsanspruch
- Drill-System: 564+ voreingestellte Drills, Möglichkeit für eigene Drills, Sharing und Community-Downloads
- Softwarepflege: OTA-/Firmware-Updates für Maschine und App
- Trainingsmodi: Adaptive Rally, Match Challenge (NTRP 1.0–7.0), Recovery Trigger, Arena of Dash
- Zubehör/Erweiterungen: Unterstützung von Smart Accessories wie T Serve S
- T Serve S: erkennt Aufschläge und löst automatisch den Folgeball aus (Serve-and-Receive-Szenario)
- Padel-Einsatz: kompatibel, aktuell über Custom Drills; dedizierte Padel-Drills sind angekündigt
- Geeignete Court-Typen: Sand, Kunstrasen, Hartplatz, Naturrasen
- Ball-Empfehlung: drucklose Tennisbälle für den täglichen Gebrauch
- Unterstützte Balltypen: Standard-Wettkampfbälle, ITF-zugelassene Bälle, Padelbälle
- Nicht empfohlen: Low-Compression-Bälle wegen erhöhtem Risiko für Ballstau und ungleichmäßige Flugbahnen
- Lieferumfang: 1× Pace, 2× Ball Tracker, 1× PlayerTracker, 1× Fernbedienung, 1× Adapter, 1× Kabel
- Vorgesehene App-Nutzung (Manual): Betrieb idealerweise mit Internetverbindung, Offline-Modus vorhanden
- Aktivierung: Erstaktivierung bei erster App-Verbindung; dieser Zeitpunkt markiert den Start der Garantie
Materialaspekt: Auffällig ist, dass der Hersteller das Material des Gehäuses nicht gesondert benennt. Für ein Gerät, das regelmäßig über Sand bewegt wird, ist das ein kleiner Nachteil in Bezug auf Transparenz, da ihr die Haltbarkeit stärker über Nutzungseindruck und Praxiserfahrung einordnen müsst. Im täglichen Umgang wirkt das System jedoch nicht empfindlich konstruiert, und die konsequente Ausrichtung auf OTA-Updates legt nahe, dass PONGBOT das Gesamtsystem langfristig weiter pflegt.
Besondere Merkmale in der Praxis
- KI-Tracking mit 100 Hz und sub-10-cm-Anspruch: Der Mehrwert dieser Funktion zeigt sich vor allem dann, wenn ihr euch die Zeit für ein sauberes Setup der Tracker nehmt. Die „intelligenten“ Features hängen sichtbar daran, dass die Sensoren und Referenzpunkte korrekt positioniert sind, was im Vergleich zu klassischen Maschinen anspruchsvoller ist, dafür aber deutlich feinere Trainingssteuerung ermöglicht.
- Vollfeld-Nutzung statt starrem Halbplatz-Feed: Für Beinarbeit und realistischere Schlagmuster ist das ein klarer Vorteil, weil ihr nicht nur in einem begrenzten Korridor spielt. Die Maschine nutzt ihre sechs Platzierungspositionen und das Full-Court-Konzept, um euch häufiger in Bewegung zu bringen, sofern ihr passende Drills auswählt.
- Umfangreiche Drill-Bibliothek: Die mehr als 564 Preset-Drills ergeben eine große Spielwiese für strukturiertes und abwechslungsreiches Training. Gleichzeitig entsteht dadurch eine spürbare Lernkurve innerhalb der App, weil ihr euch in die Drill-Logik einfinden müsst, was je nach Technikaffinität unterschiedlich stark ins Gewicht fällt, bei konsequenter Nutzung aber ein sehr breites Spektrum an Trainingsplänen eröffnet.
Alltagstauglichkeit und Handling
Mit 22 kg Nettogewicht gehört der Pace S Pro nicht zu den Leichtgewichten, bleibt aber für den üblichen Weg vom Auto zum Sandplatz gut handhabbar. Beim Versetzen auf der Anlage selbst macht sich das Gewicht bemerkbar, vor allem wenn ihr häufig umstellen oder Stufen überwinden müsst. Das Gerät ist auf Rollenbetrieb und reguläre Platzwege ausgelegt, sodass ihr es bei angepasster Routenwahl ohne übermäßige Anstrengung bewegen könnt. Wie alltagstauglich sich das konkret anfühlt, hängt von eurer persönlichen Kraft, der Platzinfrastruktur und der Häufigkeit der Standortwechsel ab.
Testaufbau, Methodik und Rahmenbedingungen

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Bewertungskriterien im Test
- Verpackung und Lieferumfang: Schutzwirkung, Strukturierung, Vollständigkeit der Komponenten
- Verarbeitungsqualität & Anmutung: Haptik, Stabilität im Alltag, sichtbare Schwachstellen unter Praxisbedingungen
- Transport & Umgang am Platz: Beweglichkeit, Handling mit 22 kg Nettogewicht
- Setup und Inbetriebnahme: Download der App, Bluetooth-Verbindung, Aktivierung, Firmware-/OTA-Updates
- Bedienkonzept: Zusammenspiel von Fernbedienung und App, Verständlichkeit der Presets und Einstellungen
- Trainingsqualität: Umsetzung von Tempo (bis 130 km/h), Spin (bis 60 rps), Intervall (ab 1,5 s) und Vollfeld-Abdeckung
- Trainingsmodi & Systemlogik: Nutzbarkeit von Adaptive Rally, Match Challenge (NTRP 1.0–7.0), Recovery Trigger, Arena of Dash
- Court- und Balltauglichkeit: Verhalten auf Sand, Kompatibilität mit den empfohlenen Bällen
- Stromversorgung & Akku: Alltag mit bis zu acht Stunden Laufzeit, Laden über 100–240 V
- Sicherheitsaspekte im deutschen Anlagenkontext: Positionierung und Bedienung auf typischen Tennisanlagen
Ablauf der Testwoche
Der PONGBOT Pace S Pro mit Akku kommt über einen Zeitraum von sieben Tagen im regulären Trainingsalltag zum Einsatz, begleitet von einem sportwissenschaftlichen Blick auf Technik, Belastungssteuerung und praktische Nutzbarkeit. Getestet wird auf einem Sandplatz, da dieser Platztyp in Deutschland besonders häufig vorkommt und vom Hersteller explizit als geeignet angegeben ist. Das Setup entspricht der vorgesehenen Systemarchitektur, inklusive App-Integration via Bluetooth und Einsatz der mitgelieferten Tracker. Eine Woche ersetzt zwar keine mehrmonatige Dauerbelastungsanalyse, liefert aber ein klares Bild, wie schnell ihr in den Trainingsbetrieb findet und ob die versprochenen „smarten“ Funktionen im Alltag mehrwertstiftend wirken.
Die Ausgangsfrage lautet dabei: Führen 150-Ball-Kapazität, bis zu 130 km/h Ballgeschwindigkeit, bis zu 60 rps Spin und 564+ Drills tatsächlich zu abwechslungsreichen, strukturierten Einheiten – oder bremst eine komplexe App-Landschaft das spontane Training eher aus? Bewusst eingesetzt werden die empfohlenen Balltypen, da Low-Compression-Bälle ausdrücklich nicht angeraten sind und ein künstlich provozierter Ballstau das Bild verzerren würde.
Unboxing und erster Eindruck
Die Kartonage fällt mit den Verpackungsmaßen von 710 × 460 × 560 mm und einem Bruttogewicht von 25,5 kg erwartbar voluminös aus. Beim Öffnen zeigt sich ein aufgeräumtes Innenleben: Das Hauptgerät (Pace), zwei Ball Tracker, der PlayerTracker, die Fernbedienung, Adapter und Kabel sind sinnvoll angeordnet und zügig zuzuordnen. Dass die Tracker und die Fernbedienung direkt im Lieferumfang enthalten sind, passt zu einem System, dessen Kernnutzen stark auf Tracking und Steuerung beruht.
Der Gesamteindruck der Verpackung ist funktional und auf sicheren Transport optimiert. Hinweise zu Nachhaltigkeitsaspekten der Verpackungsmaterialien werden nicht im Detail herausgestellt, was bei einem Premiumgerät interessant wäre, für die Kernfrage nach Schadensfreiheit aber zweitrangig bleibt. Entscheidend ist, dass das System ohne Transportschäden ankommt, alle Elemente klar voneinander getrennt sind und ihr nicht nach Zubehör suchen müsst, und in diesen Punkten überzeugt der Lieferzustand.
Ersteinrichtung und Installation
Die erste Inbetriebnahme läuft über den Download der App (iOS oder Android), die Bluetooth-Kopplung und den initialen Verbindungsaufbau, der laut Manual gleichzeitig die Aktivierung und damit den Beginn der Garantie dokumentiert. Es ist sinnvoll, gezielt Zeit für Firmware- und OTA-Updates einzuplanen, bevor ihr den Platz bucht, um wertvolle Spielzeit nicht mit Softwareaktualisierungen zu verbringen. Nach Abschluss dieser Schritte könnt ihr je nach Trainingssituation wahlweise über die App oder über die Fernbedienung steuern. Der Aufwand liegt über dem einer rein mechanischen Maschine, bleibt aber überschaubar, wenn ihr ihn bewusst vor den ersten Einheiten einplant.
Sieben Tage im Praxischeck: Verlauf und Ergebnisse

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Tag eins: Aktivierung, Verbindung und Grundbedienung
Der erste Testtag konzentriert sich auf die Erstaktivierung, die stabile Bluetooth-Verbindung und die Frage, wie schnell sich der Schritt vom Auspacken zur ersten Trainingssequenz vollziehen lässt. Die App spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie nicht nur die Konfiguration übernimmt, sondern auch die Aktivierung dokumentiert. Im Manual ist vorgesehen, dass die App während der Nutzung idealerweise eine Internetverbindung hat, was auf manchen Tennisanlagen nicht selbstverständlich ist. Dieser Punkt wird teilweise durch den vorhandenen Offline-Modus entschärft, der Folgeeinheiten erleichtert, wenn die Grundkonfiguration einmal steht.
Beim ersten Durchgehen der Presets fällt auf, dass die Funktionsfülle groß ist, die Bedienlogik jedoch nicht in jeder Ansicht sofort selbsterklärend wirkt. Hier entsteht eine gewisse Einstiegshürde, die man bei der Entscheidung berücksichtigen sollte. Gleichzeitig ist der Umfang von 564+ Drills und verschiedenen Modi naturgemäß komplex, und mit wachsender Routine in der App verringert sich dieses Empfinden deutlich.
Tag zwei: Grundfunktionen – Tempo, Rhythmus, Intervalle
Am zweiten Tag stehen die klassischen Kennwerte einer Ballmaschine im Vordergrund: Geschwindigkeitsbereich, Intervallsteuerung und Reproduzierbarkeit der Ballausgabe. Mit 25–130 km/h und einem Serve-Intervall zwischen 1,5 und zwölf Sekunden deckt der Pace S Pro ein breites Spektrum ab. Für das Training ist weniger der Spitzenwert interessant als die Frage, ob sich das Tempo fein dosieren lässt und ob kurze Intervalle verlässlich gehalten werden. Gerade bei schnellen Folgefeeds rückt die Belastungssteuerung in den Mittelpunkt, da ihr euch nur sehr kurz neu positionieren könnt.
Die Option eines Combo-Intervalls von null bis neun Sekunden zeigt, dass die Maschine auch auf Sequenzen und komplexere Schlagabfolgen ausgelegt ist. Das eröffnet die Möglichkeit, Rhythmus und Beinarbeit gezielt zu kombinieren, wenn ihr Schlagfolgen planen wollt. Gleichzeitig trägt diese Vielfalt an Parametern dazu bei, dass die App-Bedienung anfangs Aufmerksamkeit verlangt, was sich bei technikaffinen Spieler*innen meist schnell relativiert, während andere etwas länger brauchen.
Tag drei: Spins, Flugbahnen und Lobs
Der dritte Tag widmet sich der Spinsteuerung: Topspin, Underspin und No Spin mit bis zu 60 rps. Da „rps“ Umdrehungen pro Sekunde bezeichnet, wird klar, wie stark die Maschine Flugkurven und Absprungverhalten beeinflussen kann. Hoher Topspin sorgt für stark fallende Bälle mit hohem Absprung, Unterspin flacht die Flugbahn ab und erzeugt ein anderes Sprungverhalten – beides unterstützt ein technikorientiertes Training. Die klar differenzierbaren Spinmodi helfen dabei, systematisch an Schlagtechnik zu arbeiten, ohne in jedem Drill sämtliche Parameter neu anlegen zu müssen.
Zur Variation kommt die angegebene Lob-Höhe von bis zu 8,1 m ins Spiel. Lobs sind nicht nur als Notlösung interessant, sondern fordern Timing, Beinarbeit und Schlagkontrolle erheblich. Im Test zeigt die Maschine hier eine gute Bandbreite, wobei konkrete Flugkurven immer auch von Balltyp, Drilleinstellungen und Platzbedingungen mitbestimmt werden, sodass individuelle Eindrücke je nach Setup etwas variieren können.
Tag vier: Vollfeld-Nutzung, Platzierungslogik und Bewegung
Der vierte Tag fokussiert das, was den Pace S Pro klar vom typischen „Halbplatz-Feeder“ abgrenzt: Full Court Coverage und sechs definierte Platzierungspositionen. Im Training zeigt sich, ob ihr wirklich häufiger in offene Räume laufen und eure Position aktiv anpassen müsst – oder ob der Feed im Alltag doch eher „in die Komfortzone“ spielt. Besonders bei Drills, die euch konsequent von Ecke zu Ecke schicken, kommt das Vollfeldkonzept gut zur Geltung und fördert spürbar die Beinarbeit.
Ein kritischer Aspekt ist, dass der Nutzen der „smarten“ Funktionen stark am sauberen Setup der Tracker hängt. Werden die Sensoren ungenau positioniert, können die adaptiven Elemente weniger präzise wirken, als es die technischen Versprechen nahelegen. Dieser Punkt ist aber beeinflussbar: Wer sich zu Beginn etwas mehr Zeit für die Einrichtung nimmt, kann im Anschluss deutlich stärker von der Vollfeldlogik profitieren.
Tag fünf: Adaptive Modi, Match Challenge und Recovery
Am fünften Tag stehen jene Features im Fokus, die den Pace S Pro von einer reinen Ballwurfmaschine zu einem Trainingssystem machen: Adaptive Rally, Match Challenge und der Recovery Trigger. Die Match Challenge arbeitet mit Niveaustufen von eins Komma null bis sieben Komma null nach dem NTRP-Schema und deckt damit ein breites Spektrum an Spielstärken ab. Für euch bedeutet das, dass ihr euer Level möglichst realistisch wählen solltet, um sinnvolle Trainingsreize zu setzen.
In der Praxis zielen diese Modi eher auf das Zusammenspiel aus Rhythmus, Platzbewegung und Schlagfolge als auf reines „Durchballern“. Das führt dazu, dass ihr stärker an matchtypischen Mustern und an der Belastungssteuerung arbeitet – insbesondere dann, wenn ihr die Parameter bewusst einstellt. Gleichzeitig fordert diese Systemlogik eine gewisse Bereitschaft, sich auf die App und ihre Struktur einzulassen, was weniger spontan ist als bei sehr einfachen Maschinen, dafür aber spürbar mehr Variation erlaubt.
Tag sechs: Akku, Ladealltag und Logistik
Der sechste Tag dreht sich um den Akku, denn viele Tennisanlagen bieten nicht an jedem Platz einen unmittelbaren Stromanschluss. Der Hersteller nennt eine Laufzeit von bis zu acht Stunden bei 7800 mAh, ergänzt im Manual durch eine Akkuenergie von 198,9 Wh. Diese Angaben geben euch ein Gefühl dafür, wie viel Energie zur Verfügung steht. Wie lange die Maschine im Einzelfall durchhält, hängt wie üblich von Intervall, Geschwindigkeit und Spinintensität ab, sodass die realen Werte je nach Trainingsstil etwas darunter oder auch nahe an der Herstellerangabe liegen können.
Das Nachladen erfolgt über AC 100–240 V mit einem Ladegerät, das 29,4 V und 3 A ausgibt und damit gut zum europäischen Netz passt. Im Idealfall schließt ihr Updates und App-Konfiguration zu Hause oder im Clubhaus ab, um euch bei der Nutzung am Platz auf die Trainingseinheit zu konzentrieren. Der vorhandene Offline-Modus erleichtert das, sobald die grundlegenden Einstellungen und Aktualisierungen erledigt sind.
Tag sieben: Routine, Nutzerführung und kleine Schwachstellen
Der letzte Testtag legt den Schwerpunkt auf Routine: Wie schnell startet ihr eine Einheit, wenn ihr bereits einige Tage Erfahrung gesammelt habt? Mit wachsender Vertrautheit mit der App gelingt der Einstieg deutlich flüssiger, dennoch bleibt die Bedienoberfläche in manchen Details weniger unmittelbar als erwartet. Die App verlangt bei Preset-Anpassungen gelegentlich ein paar zusätzliche Schritte, was im ersten Moment bremst. Gleichzeitig wird dieses Manko für viele Nutzer*innen durch die große Auswahl an Drills und Modi relativiert, weil das System dadurch mehr Trainingsoptionen bietet als einfache Ballmaschinen.
In der Praxis zeigen sich zudem Rückmeldungen über Restbälle im Feeder-Bereich und eine gewisse Empfindlichkeit der Unterseite für Kratzer. Solche Beobachtungen passen zu einem Gerät, das mit 22 kg Gewicht regelmäßig über Sand gezogen und auf verschiedenen Untergründen umgesetzt wird. Wie stark diese Effekte im Einzelfall auftreten, hängt unter anderem von eurer Bewegungsroutine, der Pflege der Bälle und der Beschaffenheit eurer Platzwege ab, sodass sich die Berichte nicht eins zu eins auf jede Nutzungssituation übertragen lassen.
Subjektiver Eindruck aus Sicht eines Produkttests

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Nach der Testwoche ergibt sich ein deutlich positives Gesamturteil: Der PONGBOT Pace S Pro + Akku wirkt weniger wie ein einfaches Wurfgerät und mehr wie eine umfassende Trainingsplattform. Die Kombination aus Vollfeld-Konzept, hoher Variabilität bei Geschwindigkeit und Spin sowie den 564+ Drills sorgt dafür, dass ihr nicht in monotone Abläufe verfallt. Gleichzeitig bleibt das Gewicht von 22 kg im Alltag spürbar, gerade wenn ihr häufige Standortwechsel oder Treppen vor euch habt. Auf einem Vereinsgelände mit ebenen Wegen relativiert sich dieser Punkt jedoch, weil ihr das Gerät dort meist auf kurzer Strecke bewegt.
„Nach zwei Tagen merke ich, dass ich nicht nur Schlagvolumen sammle, sondern durch die konsequente Nutzung der Vollfeld-Drills deutlich stärker an Rhythmus und Beinarbeit arbeite.“
Bremsend wirkt weniger die Hardwareleistung als die App-Struktur im Detail. Einige Presets lassen sich nicht ganz so „mal eben schnell“ anpassen, wie man es sich bei spontanen Einheiten wünschen würde. Gleichzeitig ist genau diese Tiefe der Preis für ein fein austariertes System: Wer sich die Abläufe einmal bewusst erarbeitet, profitiert im Gegenzug von Trainingsmöglichkeiten, die über das Leistungsprofil klassischer Ballmaschinen hinausgehen.
„Die Vielzahl an Funktionen ist beeindruckend, aber ich muss mir meine wichtigsten Abläufe einmal gezielt aneignen, damit ich am Platz nicht unnötig Zeit in Menüs verbringe.“
Insgesamt passt der Pace S Pro besonders gut zu Spieler*innen, die ihre Einheiten planen, regelmäßig wiederholen und strukturiert dokumentieren möchten. Für ein rein spontanes „kurz ein paar Bälle schlagen“ ist das System eher komplex, auch wenn die Fernbedienung für einfache Einstellungen durchaus ausreicht, um schnell eine Basiskonfiguration zu starten.
Erfahrungen anderer Nutzer*innen im Überblick

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Die überwiegend positiven Rückmeldungen anderer Anwender*innen fügen sich gut in das Bild, das der Praxistest zeichnet. Gelobt werden häufig die Akku-Ausdauer, die Bandbreite der Trainingsmöglichkeiten und die flexible Kombination aus App-Steuerung und Fernbedienung. Mehrere Erfahrungsberichte erwähnen, dass der Transport im Alltag gut machbar bleibt, auch wenn das Gerät objektiv kein Leichtgewicht ist.
Als wiederkehrender Kritikpunkt werden eine gewisse Einarbeitungszeit in die App sowie teils umständliche Preset-Anpassungen genannt, was die im Test gemachten Beobachtungen bestätigt. Außerdem taucht der Hinweis auf, Firmware- und App-Updates möglichst nicht erst auf dem Platz durchzuführen, sondern vorab einzuplanen. Insgesamt decken sich externe Erfahrungen und eigener Eindruck: Der Pace S Pro hat viel Potenzial über seine „smarten“ Funktionen, ist aber kein Gerät, das ohne jede Vorbereitung sofort in voller Tiefe nutzbar ist.
Häufige Fragen zum PONGBOT Pace S Pro im Testkontext

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Lohnt sich der PONGBOT Pace S Pro für ambitionierte Freizeitspieler*innen in Deutschland gegenüber einer klassischen Maschine ohne App?
Für Spieler*innen, die regelmäßig alleine auf dem Platz stehen und gezielt mit Drills arbeiten möchten, bietet der Pace S Pro im Regelfall mehr Nutzen als eine rein konventionelle Ballmaschine. Er verbindet Ballausgabe mit App-Steuerung, Fernbedienung, KI-Tracking sowie Modi wie Adaptive Rally und Match Challenge. Die 564+ Preset-Drills erhöhen die Variation im Training deutlich. Voraussetzung ist aber, dass ihr die Lernkurve der App akzeptiert und das Tracking-System sorgfältig einrichtet, da sonst wichtige Stärken ungenutzt bleiben.
Wie praktikabel zeigt sich die App des Pace S Pro, wenn man schnell loslegen möchte?
Im Alltagsbetrieb funktioniert die App zuverlässig, ist bei spontanen Preset-Anpassungen jedoch nicht in jedem Detail selbsterklärend. Sie übernimmt zentrale Aufgaben wie Pairing, Aktivierung, Updates und das Management der Smart-Funktionen und läuft über Bluetooth-Anbindung. Laut Manual ist während der Nutzung eine Internetverbindung vorgesehen, wobei ein Offline-Modus für bereits konfigurierte Setups zur Verfügung steht. Es ist sinnvoll, grundlegende Einstellungen und Updates vorab zu Hause vorzunehmen, damit ihr am Platz direkt ins Training starten könnt.
Ist der PONGBOT Pace S Pro wirklich für Sandplätze und verschiedene Platzarten geeignet?
Der Hersteller nennt Sand, Kunstrasen, Hartplatz und Naturrasen ausdrücklich als kompatible Court-Typen, was die Nutzung auf typischen Plätzen in Deutschland realistisch macht. Gerade Sandplätze spielen im deutschen Vereinsalltag eine zentrale Rolle und sind klar aufgeführt. Da keine spezifische Schutzklasse gegen Feuchtigkeit oder Staub angegeben ist, bleibt ein sorgfältiger Umgang mit der Maschine sinnvoll. Wie gut das in der Praxis funktioniert, hängt auch davon ab, wie regelmäßig ihr das Gerät reinigt und wie bewusst ihr es auf und neben dem Platz bewegt.
Reicht der Akku des Pace S Pro für mehrere Einheiten ohne Zwischenladen?
Mit einer angegebenen Laufzeit von bis zu acht Stunden ist der Akku üblicherweise ausreichend dimensioniert, um mehrere Trainingseinheiten ohne Nachladen zu absolvieren. Die Kapazität von 7800 mAh und die im Manual genannte Energie von 198,9 Wh geben einen Rahmen für die Ausdauer vor. In der Realität beeinflussen Intervall, Ballgeschwindigkeit und Spin-Einstellungen die verfügbare Laufzeit deutlich. Wer besonders lange Tage oder Camps plant, kann vom Angebot eines zusätzlichen Akkus profitieren, der für EU/US erhältlich ist.
Wie nah kommt das Training mit dem Pace S Pro dem Spiel gegen eine*n echte*n Gegner*in?
Durch Modi wie Adaptive Rally, Recovery Trigger, Match Challenge und die Vollfeld-Abdeckung fühlt sich das Training spielnäher an als mit vielen konventionellen Maschinen. Variabler Spin, unterschiedliche Platzierungen und Lobs bis 8,1 m erlauben abwechslungsreiche Schlagbilder. Ein echter Gegner wird dadurch jedoch nicht vollständig ersetzt, da taktische Entscheidungen, spontane Variationen und psychologische Faktoren fehlen. Je gezielter ihr Drills und Tracker-Position auf eure Ziele abstimmt, desto näher rückt das Geschehen an matchähnliche Situationen heran.
Welche Kritikpunkte nennen Nutzer*innen beim PONGBOT Pace S Pro am häufigsten?
Häufig erwähnt werden die Einarbeitungszeit in die App und teils umständlich wirkende Preset-Anpassungen. Außerdem weisen einige Nutzer*innen darauf hin, Updates besser vor dem ersten Platztermin einzuplanen, damit es im Training nicht zu Verzögerungen kommt. Ergänzend werden gelegentlich Restbälle im Feeder-Bereich oder Aspekte wie die Helligkeit der Fernbedienung angemerkt. Viele dieser Beobachtungen stehen jedoch im Zusammenhang mit individuellen Erwartungen, der Ballqualität und der Sorgfalt beim Setup, sodass sie nicht zwangsläufig bei allen Anwender*innen im gleichen Umfang auftreten.
Eignet sich der Pace S Pro für Vereinstraining, Trainer*innen und reproduzierbare Schlagtests?
Für strukturierte Einheiten im Verein und wiederholbare Schlagtests ist der Pace S Pro grundsätzlich gut nutzbar, da Drills speicherbar sind und die Parameter der Ballausgabe definiert werden können. Die 150-Ball-Kapazität ermöglicht längere Serien, und die Vielfalt bei Platzierung und Spin erweitert die Auswahl an Trainingsmustern. Trainer*innen profitieren besonders von der Wiederholbarkeit und der Möglichkeit, definierte Programme mehrfach gleichartig ablaufen zu lassen. Voraussetzung bleibt ein sauber eingerichtetes System, damit Tracking und Drill-Logik konsistent greifen.
Kann man mit dem Pace S Pro sinnvoll Aufschlag-Rückschlag-Szenarien und Matchsituationen trainieren?
Vor allem in Kombination mit dem Zubehör T Serve S, das Aufschläge erkennt und den Folgeball automatisch anstößt, lassen sich Aufschlag-Rückschlag-Situationen gut abbilden. Ergänzend unterstützen Match Challenge und die adaptiven Modi matchnähere Abläufe. Die hohe mögliche Ballgeschwindigkeit von bis zu 130 km/h und das Vollfeldkonzept helfen dabei, auch druckvolle Szenarien zu simulieren. Wie dicht das an echte Matches heranreicht, hängt maßgeblich davon ab, wie präzise ihr Drill-Design und Geräteposition auf eure spielerischen Anforderungen abstimmt.
Welche Bälle sind für einen störungsarmen Betrieb im Pace S Pro am besten geeignet?
Empfohlen werden vor allem drucklose Tennisbälle für den täglichen Trainingseinsatz. Zusätzlich unterstützt die Maschine Standard-Wettkampfbälle, ITF-zugelassene Bälle sowie Padelbälle. Low-Compression-Bälle sind dagegen laut Hersteller nicht ratsam, weil sie das Risiko von Ballstau erhöhen und die Flugbahn weniger konstant machen. Für verlässliche Ergebnisse ist eine möglichst homogene Ballauswahl sinnvoll, und stark abgenutzte Bälle sollten ausgesondert werden, damit die Maschine gleichmäßiger und störungsärmer arbeitet.
Wie schwer ist der PONGBOT Pace S Pro und lässt er sich in einem normalen Auto transportieren?
Der Pace S Pro bringt 22 kg Nettogewicht auf die Waage, das Versandgewicht liegt bei 25,5 kg, und die Abmessungen betragen 700 × 370 × 560 mm. Damit passt das Gerät in der Regel in einen üblichen Kofferraum, sofern genügend Tiefe und Höhe vorhanden sind. Für häufiges Tragen über lange Strecken oder Treppenstufen bleibt das Gewicht eine echte Hürde. Für den typischen Transport vom Auto zur Anlage ist das System jedoch meist gut handhabbar, je nach individueller körperlicher Voraussetzung und Wegstrecke.
Wie viele voreingestellte Drills stehen zur Verfügung, und lassen sich eigene Übungen anlegen?
Der Hersteller gibt 564+ voreingestellte Drills an, was eine breite Grundlage für abwechslungsreiche Trainingspläne bildet. Zusätzlich können eigene Drills in der App erzeugt und gespeichert werden. Praktisch ist außerdem das Drill-Sharing mit Community-Downloads, das euch Zugriff auf Programme anderer Nutzer*innen bietet. Der tatsächliche Nutzen hängt davon ab, ob ihr gerne strukturiert an festen Programmen arbeitet oder eher spontan und frei trainiert.
Wie schnell erfolgt die Lieferung nach Deutschland und wie läuft eine Rücksendung ab?
Für Lieferungen innerhalb der EU werden typischerweise drei bis sieben Werktage genannt, und eine Bearbeitung von Bestellungen innerhalb von fünf Werktagen ist vorgesehen. Je nach Lagerbestand erfolgt der Versand über regionale Fulfillment-Center, bei Engpässen auch aus China. Für Rücksendungen sind lokale Servicewarehouses vorgesehen, wobei Deutschland ausdrücklich erwähnt wird. Rückgaben setzen eine RMA-Nummer sowie den Originalzustand inklusive Originalverpackung voraus, weshalb es sich lohnt, Kartonage und Inlays sorgfältig aufzubewahren.
Welche Garantie- und Supportstrukturen gibt es für den Pace S Pro in Europa?
Es wird mindestens eine einjährige Garantie auf Material- und Verarbeitungsfehler angegeben, in Community-Dokumentationen ist teils von bis zu drei Jahren auf Kernkomponenten die Rede, wobei die Details nicht überall gleich ausführlich beschrieben sind. Der Support ist über offizielle Kontaktwege erreichbar, unter anderem per E-Mail an service@pongbotsports.com. In den FAQ werden Reparaturzentren in Deutschland und Kalifornien genannt. Wichtig ist, dass die erste App-Aktivierung den Beginn des Garantiezeitraums kennzeichnet, weshalb ihr diesen Schritt nachvollziehbar durchführen solltet.
Ist der Pace S Pro auch für Padel einsetzbar oder nur für Tennis ausgelegt?
Padel wird ausdrücklich als Einsatzgebiet genannt, und auch Padelbälle sind unterstützt. Momentan erfolgt der Padelbetrieb vor allem über individuell konfigurierte Drills, während integrierte Padel-Programme angekündigt sind. Damit fokussiert sich das System derzeit primär auf Tennis, ohne Padel auszuschließen. Für Padel-Spieler*innen bedeutet das, dass ihr eure Trainingseinheiten aktuell stärker selbst konzipiert, bis vordefinierte Padel-Drills verfügbar sind.
Braucht man zwingend die App, oder reicht die mitgelieferte Fernbedienung?
Die Fernbedienung erlaubt eine grundsätzliche Steuerung der Maschine und ist im Lieferumfang enthalten. Viele zentrale Funktionen wie Pairing, Aktivierung, Firmware-Updates und die Verwaltung der Drills laufen jedoch über die App. Ein Offline-Modus unterstützt den Betrieb, sobald die wichtigsten Einstellungen vorgenommen sind. Wenn ihr den vollen Funktionsumfang ausschöpfen wollt, ist ein Smartphone mit installierter App praktisch unverzichtbar, während sich reine Basisfunktionen auch mit der Fernbedienung bedienen lassen.
Wie aufwendig ist die erstmalige Konfiguration des PONGBOT Pace S Pro?
Zur Ersteinrichtung gehören App-Download, Anlegen eines Accounts, Aktivieren von Bluetooth und Koppeln des Geräts mit der App. Die erste Verbindung wird dokumentiert und markiert den Start des Garantiezeitraums. Danach folgt die Kopplung der Fernbedienung, und idealerweise werden alle Firmware-Updates vor der ersten Platzbuchung installiert. Der Aufwand liegt oberhalb des Niveaus einer rein mechanischen Ballmaschine, bleibt aber überschaubar, wenn ihr ihm bewusst etwas Zeit widmet.
Kann der Pace S Pro schnelle Topspin- und Defensivdrills für fortgeschrittene Spieler*innen abbilden?
Die technischen Kennzahlen sprechen klar dafür: Bis zu 130 km/h Ballgeschwindigkeit, bis zu 60 rps Spin und die Wahl zwischen Topspin, Underspin und No Spin bieten viele Möglichkeiten für anspruchsvolle Drills. Lobs bis 8,1 m ermöglichen zusätzlich Defensivszenarien und Überkopfschläge. Mit dem Mindestintervall von 1,5 Sekunden lassen sich sehr dichte Schlagfolgen realisieren, die auch konditionell fordern. Wie herausfordernd das Training am Ende ist, hängt von euren Einstellungen und der Kombination aus Vollfeld-Drills, Tempo und Spin ab.
Ist der PONGBOT Pace S Pro eher ein Werkzeug für Technikarbeit oder eine Maschine für Kondition und Beinarbeit?
Der Pace S Pro vereint beides, tendiert aber stärker als viele klassische Geräte in Richtung Beinarbeit und Rhythmus, da Full Court Coverage, Bewegungstracking und adaptive Modi auf Platzbewegung reagieren. Gleichzeitig lassen sich über reproduzierbare Drills klare Technikschwerpunkte setzen, etwa für bestimmte Schlagfolgen. Wer nur locker einspielen möchte, nutzt viele dieser Fähigkeiten vermutlich nicht aus. Wer hingegen Belastung strukturieren und Wiederholbarkeit im Training sucht, bekommt ein System, das über reines Ballzuspiel deutlich hinausgeht.

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Markenprofil: PONGBOT im Überblick
PONGBOT versteht sich als seit 2019 aktive AI-Sports-Technology-Marke, die Training mithilfe von Robotik, Computer Vision und Machine Learning individualisieren möchte. Die Ausrichtung ist deutlich datenorientiert: Trainingsprozesse sollen nicht nur Wiederholungen liefern, sondern über App-Ökosystem, Community-Drills und OTA-Updates Feedback, Struktur und Anpassung ermöglichen. Zum Portfolio zählen Tennismodelle wie Pace S Pro und Pace S sowie mehrere Tischtennisroboter und ergänzendes Zubehör.
Im Tennismarkt ist die Marke noch vergleichsweise jung, während etablierte Hersteller von Ballmaschinen bereits seit vielen Jahren präsent sind. Das kann auf der einen Seite Innovation und schnelle Weiterentwicklung fördern, rückt auf der anderen Seite Themen wie Softwarepflege, Updatequalität und App-Reife stärker in den Fokus. Für europäische Käufer*innen sind die genannten Service- und Reparaturmöglichkeiten, unter anderem in Deutschland, sowie eine dokumentierte Rückgabefrist von dreißig Tagen positiv zu bewerten. Bei den genaueren Garantiebedingungen fällt auf, dass nicht alle Informationsquellen gleich detailliert sind, weshalb es sich lohnt, vor dem Kauf die jeweils aktuelle Fassung der Bedingungen sorgfältig zu prüfen.

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Zusätzliche Einsichten aus der Trainingspraxis
Belastungssteuerung und Trainingsplanung
Durch die Kombination aus variablen Intervallen, anpassbarer Ballgeschwindigkeit und unterschiedlichen Spinprofilen lässt sich die Belastung im Training recht fein dosieren. Ihr könnt mit längeren Intervallen und moderatem Tempo eher technisch arbeiten oder mit kurzen Abständen und hohem Tempo in den konditionellen Bereich gehen. Die Möglichkeit, Drills zu speichern und wiederholt abzurufen, unterstützt eine systematische Trainingsplanung über mehrere Wochen hinweg. Wie konsequent ihr diese Option nutzt, hängt davon ab, ob ihr eher frei trainiert oder euch gerne an festen Programmen orientiert.
Gerade für Spieler*innen, die ihre Entwicklung dokumentieren möchten, bieten reproduzierbare Drills eine verlässliche Basis, um Fortschritte oder Belastungsverträglichkeit einzuschätzen. Gleichzeitig bleibt Training immer von Tagesform, äußeren Bedingungen und individueller Interpretation beeinflusst, sodass Zahlen und Drills als Orientierung dienen, aber kein vollständiges Leistungsbild allein liefern.
Zusammenspiel von Tracking und subjektivem Gefühl
Das Tracking-System des Pace S Pro liefert viele Ansatzpunkte, um Training nüchtern zu beobachten, zum Beispiel über Bewegungsmuster und Schlagpositionen. Für viele Spieler*innen zählt jedoch weiterhin stark das subjektive Empfinden: Wie „sauber“ fühlt sich der Schlag an, wie gut ist das Timing, wie anstrengend wirkt die Einheit. Die Kunst im Umgang mit einem solchen System liegt darin, Messergebnisse und Gefühl sinnvoll zusammenzubringen.
Wer sehr zahlenorientiert trainiert, nutzt die Tracking-Daten stärker zur Feinjustierung von Drills und Ablaufmustern. Andere Spieler*innen lassen sich eher von ihrem Körpergefühl und der unmittelbaren Platzwahrnehmung leiten und sehen die Tracking-Funktionen als ergänzendes Werkzeug. Beide Perspektiven sind legitim und können mit dem Pace S Pro abgebildet werden, solange ihr euch bewusst macht, welche Rolle Daten in eurem Training spielen sollen.
Abschließende Bewertung und Einordnung

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Der PONGBOT Pace S Pro + Akku richtet sich an Spieler*innen, die häufig alleine trainieren, strukturierte Drills schätzen und ein modernes, appbasiertes Trainingssystem mit Vollfeldlogik suchen. Dank 150-Ball-Kapazität, einer Ballgeschwindigkeit von bis zu 130 km/h, einer Spinleistung von bis zu 60 rps und mehr als 564 voreingestellten Drills lässt sich das Training sehr abwechslungsreich gestalten. Wer bereit ist, sich auf Tracking, App-Steuerung und eine gewisse Lernphase einzulassen, erhält ein System, das Technikarbeit und Beinarbeit eng verzahnt und sich auf in Deutschland typischen Platzbelägen wie Sand sinnvoll einsetzen lässt.
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