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EarFun Clip 2 im Test Offene Open-Ear-Kopfhörer für Alltag und Sport mit Multipoint und LDAC

Offen konstruierte Kopfhörer sind vor allem dann interessant, wenn ihr Musik, Telefonate oder Podcasts genießen möchtet und trotzdem mitbekommen wollt, was um euch herum passiert. Genau hier ordnen sich Clip-Varianten wie die EarFun Clip 2 ein: Sie sitzen nicht im Gehörgang, sondern werden seitlich an der Ohrmuschel befestigt. In diesem Testbericht steht deshalb nicht Studio-Perfektion im Mittelpunkt, sondern die Praxis im Alltag – also Tragegefühl, Steuerung, App-Features wie LDAC und Multipoint, Laufzeiten, Schutzklasse sowie die beworbene KI-Übersetzung. Nach sieben Tagen Einsatz zeigt sich bei mir ein insgesamt stimmiges Gesamtbild, auch wenn die offene Bauform naturgemäß Grenzen hat, die ihr vor der Anschaffung realistisch einplanen solltet.

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  • Produktbezeichnung: EarFun Clip 2 Open Ear Kopfhörer
  • Modellkennung: CW200B
  • Farbvariante im Test: Schwarz

Überblick: Konzept und Ausstattung der EarFun Clip 2

Open-Ear-Kopfhörer haben für mich einen klaren Nutzen: Ihr bleibt unterwegs, im Office oder beim Spaziergang aufmerksam, ohne ständig einen Stöpsel herausnehmen zu müssen. Gleichzeitig sind offene Bauweisen technisch herausfordernd, weil Bass und Pegel sich nicht so leicht „festhalten“ lassen wie bei abdichtenden In-Ears. Meine Erfahrungen mit den EarFun Clip 2 drehen sich deshalb um die Frage, wie gut EarFun diese typischen Kompromisse mit Mitteln wie 12‑mm‑Titan-Treibern, BassSurge, App-EQ und LDAC in der Praxis abfedert.

Für wen die Clip-Form besonders sinnvoll ist

Die EarFun Clip 2 richten sich aus meiner Sicht vor allem an Menschen, die Umgebungswahrnehmung ausdrücklich wollen – etwa im Straßenverkehr, im Büro, beim Spaziergang oder beim Sport, wenn ihr nicht komplett abgeschottet sein möchtet. Das wirkt plausibel, weil die Konstruktion das Durchlassen von Geräuschen nicht als Nebeneffekt, sondern als Ziel hat. Weniger ideal ist das Modell für Umgebungen, in denen ihr Dämmung braucht, etwa in der Bahn, im Flugzeug oder in sehr lauten Großraumbüros; wie stark das stört, hängt allerdings von euren Gewohnheiten und der konkreten Geräuschkulisse ab.

Spannend sind die Clip 2 außerdem für Nutzer:innen, denen klassische In-Ears auf Dauer unangenehm sind oder die Druck im Ohrkanal vermeiden möchten. Da die Ohrhörer außen anliegen, entsteht kein typisches „Abdichten“. Das kann längere Hörphasen beim Arbeiten oder Nebenbei-Hören erleichtern. Wenn ihr dagegen bewusst Ruhe wollt, solltet ihr die offene Konstruktion eher als funktionale Begrenzung verstehen, die je nach Situation mal hilfreich und mal unpraktisch sein kann.

Datenblatt

  • Bauart: Open-Ear True Wireless im Clip-On-Design, nicht als In-Ear im Gehörgang
  • Treiber: 12‑mm‑Titan-Treiber; vom Hersteller als 12‑mm Dual-Magnetic Titanium-Composite beschrieben
  • Klang-Feature: BassSurge zur Bassbetonung
  • Bluetooth-Codecs: SBC, AAC, LDAC (laut Anleitung relevant für Android; iOS unterstützt LDAC nicht)
  • Hi-Res: Hi-Res Audio Wireless
  • Bluetooth-Standard: 6.0, Frequenz 2,402–2,480 GHz
  • Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • Sendeleistung: unter 7 dBm (EU)
  • Reichweite: bis zu 15 m (Herstellerwert)
  • Multipoint: zwei Geräte parallel, per App oder manuell einrichtbar
  • Google Fast Pair: beworben für schnelle Android-Kopplung
  • Game Mode: in der EarFun-App zuschaltbar
  • KI-Übersetzung: via Smartphone + EarFun-App; beworben mit über 100 Sprachen; nicht als reine Kopfhörer-Funktion ohne Smartphone
  • Mikrofone: vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung für Telefonie
  • Schutzklasse: IP55 (Staub/Spritzwasser/Schweiß), nicht zum Schwimmen gedacht
  • Akku-Kapazitäten: 60 mAh pro Earbud (zwei Stück), Ladecase 490 mAh
  • Wiedergabezeit: bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu 40 Stunden mit Case (LDAC aus); bis zu sechs Stunden pro Ladung und bis zu 22 Stunden mit Case (LDAC an)
  • Ladezeiten: Earbuds im Case ca. 1,5 h; Earbuds + Case über USB‑C ca. 2 h; kabellos ca. 3,5 h
  • Abmessungen: 70 × 48,1 × 29,2 mm
  • Gewicht: ca. 49,6 g (gesamt)
  • Bedienkonzept: physische Tasten (keine Touchflächen)
  • Status-LED am Case: Grün 30–100 %, Gelb 10–30 %, Rot <10 %; beim Laden Rot, voll Grün
  • Lieferumfang: Kopfhörer, Ladehülle, Kabel, Bedienungsanleitung

Bei den Abmessungen ist wichtig, was genau gemeint ist: Die 70 × 48,1 × 29,2 mm beziehen sich auf das Ladecase und nicht auf einen einzelnen Ohrhörer. Mit rund 49,6 g Gesamtgewicht bleibt das Set kompakt genug für Jacken- oder Rucksacktasche. Das ist im Alltag praktisch, weil Clip-Modelle so keinen großen Stauraum beanspruchen.

Zu den Materialien gibt es gemischte Angaben: Es steht Kunststoff im Raum, zugleich werden Silikon und ein Ni‑Ti-Rahmen genannt. In der Hand wirkt das Ganze eher auf Funktion und Tragekomfort ausgelegt – ein nachvollziehbarer Schwerpunkt bei Clip-Kopfhörern. Kunststoff ist in dieser Produktkategorie üblich; je nach Nutzung kann die Optik bei häufiger Beanspruchung unterschiedlich gut „altern“, was wiederum stark davon abhängt, wie ihr die Kopfhörer transportiert und verwendet.

Besondere Merkmale im Alltag (und was sie bedeuten)

  • Clip-On als Open-Ear ohne Druck im Gehörgang: Das ist der Kernunterschied zu In-Ears und macht längeres Tragen oft angenehmer. Gleichzeitig bleibt die Abschirmung gegenüber Außengeräuschen konstruktionsbedingt geringer, was in ruhigen Umgebungen jedoch ein Vorteil sein kann.
  • LDAC plus Hi-Res Audio Wireless (Android): Auf passenden Android-Geräten ist eine höhere Datenrate als bei SBC/AAC möglich. Ob ihr davon profitiert, hängt stark von Smartphone und Quelle ab; iPhone-Nutzer:innen bekommen diese Option laut Anleitung nicht.
  • Tasten statt Touch: Bei Schweiß, Haaren, Mütze oder Bewegung ist das häufig zuverlässiger. Ein Tastendruck kann aber kurz Druck auf die Ohrmuschel erzeugen, was je nach Empfindlichkeit und Sitzposition stärker oder schwächer auffällt.
  • Multipoint und Google Fast Pair: Im Wechsel zwischen Laptop und Smartphone ist Multipoint ein echter Komfortfaktor. Wie stabil Umschalten und Verbindung sind, hängt trotzdem auch von den beteiligten Geräten und deren Bluetooth-Implementierung ab.
  • KI-Übersetzung über die App: Als Zusatzfunktion ist das in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich. Weil dafür Smartphone und App nötig sind, ist es eher ein situatives Werkzeug als eine jederzeit „autarke“ Kopfhörerfunktion – in bestimmten Alltagsszenarien kann das dennoch gut passen.
  • Positionierung beeinflusst den Klang: Die Anleitung betont, dass ihr nach dem Einclipsen ausrichten sollt. Das ist entscheidend, weil kleine Veränderungen bei Abstand und Winkel hörbar auf Bass, Lautstärke und Klarheit wirken; mit etwas Eingewöhnung klappt das meist schneller.

Praxis-Check: So teste ich die EarFun Clip 2

Bewertungsschwerpunkte im Test

  • Verpackung und Inhalt: Schutz, Übersichtlichkeit, Vollständigkeit, Eindruck beim Öffnen
  • Verarbeitung und Haptik: Passungen, Alltagstauglichkeit, Robustheitsgefühl, Tastenqualität
  • Tragekomfort und Halt: Stabilität in Bewegung, Druckpunkte, Nutzung mit Brille und Mütze
  • Klang im offenen Aufbau: Sprachverständlichkeit, Basswahrnehmung im Rahmen des Konzepts, Einfluss der Sitzposition
  • Steuerung: Tastenbelegung, Fehlbedienungen, Kontrolle von Lautstärke/Titeln/Calls
  • Verbindung: Pairing, Google Fast Pair, Reichweitengefühl im Bereich der 15 m, Multipoint
  • App und Features: EarFun Audio App, Firmware-Hinweise, LDAC, EQ, Game Mode, KI-Übersetzung
  • Akku und Laden: Nutzung mit LDAC an/aus, Laden per USB‑C und kabellos
  • Alltagsresistenz: IP55 in typischen Situationen (Sport, Schweiß, Nieselregen) plus Grenzen (kein Untertauchen)

Testaufbau (sieben Tage, nah am Alltag)

Ich heiße Stefan Albrecht, bin dreiundzwanzig und prüfe die EarFun Clip 2 über eine Woche in Dortmund in typischen Open-Ear-Szenarien: Stadtspaziergänge, Arbeit am Laptop, kurze Gaming-Phasen mit aktivem Game Mode sowie Telefonate. Als Informatikstudent und Gamer wechsle ich im Alltag häufig zwischen Smartphone und Rechner – dadurch sind Multipoint und App-Funktionen für mich keine Nebensache, sondern zentrale Bewertungspunkte.

Vor dem Start setze ich klare Erwartungen: Der Sitz soll ohne Druck im Gehörgang angenehm bleiben, die physischen Tasten sollen zuverlässig reagieren, und die Verbindung mit zwei Geräten soll praxistauglich funktionieren. Gleichzeitig gilt: Sieben Tage sind kein Langzeittest für Alterung von Kunststoff oder Silikon, liefern aber ein realistisches Bild für die Alltagslogik. Zudem ist die Ohrform bei Open-Ear-Modellen ein zentraler Faktor – meine Erfahrungen sind damit gut begründet, aber nicht automatisch eins zu eins auf jede Person übertragbar.

Lieferumfang und erster Eindruck beim Auspacken

Beim Öffnen wirkt die Präsentation bewusst funktional. In der Verpackung sitzen die Earbuds in der Ladehülle, dazu kommen Kabel und Bedienungsanleitung. Das Ganze bleibt übersichtlich und verzichtet auf unnötige Beilagen, was ich in der Praxis angenehm finde. Ein betont „edler“ Auftritt steht hier weniger im Vordergrund, was zur üblichen Positionierung unter etwa 80 EUR passt.

Direkt zu Beginn ist ein Schritt wichtig: Vor der ersten Verwendung entferne ich die Schutzfolie an den Ohrhörern. Das ist relevant, weil sonst Lade- oder Startverhalten irritieren können. Gut ist, dass dieser Punkt in der Anleitung klar benannt wird – viele Alltagsprobleme bei Bluetooth-Earbuds entstehen genau an solchen Kleinigkeiten.

Startklar machen: Pairing und App-Einrichtung

Die Inbetriebnahme bleibt angenehm unkompliziert: Ich lege die Ohrhörer ins Case, schließe den Deckel und öffne ihn erneut, damit der Pairing-Modus startet. Am Smartphone wähle ich anschließend die EarFun Clip 2 aus; auf Android ist zusätzlich Google Fast Pair als schneller Einstieg beworben. Für die erweiterten Optionen installiere ich die EarFun Audio App und schaue dort nach Firmware, LDAC, Multipoint und Game Mode. In meinem Test läuft das ohne auffällige Hürden, wobei App-Funktionen natürlich nur dann nutzbar sind, wenn ihr Installation und Berechtigungen akzeptiert.

Sieben Tage im Detail: Beobachtungen aus dem Testalltag

Tag eins: Passform finden – und warum sie den Klang prägt

Zum Start konzentriere ich mich auf das Anlegen und die Ausrichtung. Die Anleitung arbeitet dabei nachvollziehbar mit drei Schritten: auswählen, einclipsen, anschließend so drehen, dass der Klang sauber ankommt. Genau diese Ausrichtung ist bei offenen Clip-Modellen zentral, denn der Abstand zum Ohrkanal entscheidet, wie viel Bass und Lautstärke überhaupt am Ohr landen.

Im Alltag wird schnell klar, dass kleine Winkeländerungen hörbar wirken. Das fühlt sich anfangs etwas fummelig an, wird aber deutlich einfacher, sobald ihr euren „Sweet Spot“ gefunden habt – und der hängt stark von der individuellen Ohrform ab. Ich ordne das daher weniger als Problem ein, sondern als typische Eigenheit des Open-Ear-Prinzips.

Tag zwei: Tastensteuerung statt Touch – klare Logik, spürbarer Druckpunkt

An Tag zwei nutze ich bewusst die physischen Tasten, um die Treffsicherheit im Alltag zu prüfen. Die Belegung ist eindeutig: rechts einmal bedeutet lauter, links einmal bedeutet leiser, zweimal drücken startet oder pausiert. Dreimal rechts springt zum nächsten Titel, dreimal links zum vorherigen; bei Anrufen nimmt ihr mit zweimal drücken an oder beendet, ablehnen klappt mit zwei Sekunden Halten, und auch der Sprachassistent liegt auf längerem Halten.

Im Ergebnis habe ich weniger Fehlbedienungen als bei vielen Touchflächen, vor allem mit Mütze oder feuchten Fingern. Gleichzeitig ist ein Tastendruck mechanisch: Dabei kann kurz ein Druck an der Ohrmuschel entstehen. Bei mir bleibt das unkritisch, kann aber bei empfindlichen Ohren oder sehr festem Sitz stärker auffallen – je nach Anatomie und wie ihr die Clips positioniert.

Tag drei: Multipoint, Reichweite und Wechsel zwischen Laptop und Smartphone

Am dritten Tag steht Multipoint im Mittelpunkt. Die App bietet dafür eine Einstellung, alternativ geht es manuell über die Taste am Ladecase: zuerst Gerät A verbinden, dann die Case-Taste drei Sekunden drücken, bis die grüne LED blinkt, anschließend Gerät B verbinden und danach Gerät A erneut koppeln. Das klingt zunächst nach einigen Schritten, ist aber in der Anleitung sauber beschrieben und dadurch alltagstauglich umsetzbar.

Nach dem Setup verbinden sich die Kopfhörer automatisch mit beiden Geräten, was im Arbeitsalltag spürbar Zeit spart. Der Hersteller nennt eine Reichweite von bis zu fünfzehn Metern. Praktisch hängt das – wie bei Bluetooth üblich – stark von Wänden und Störquellen ab, wodurch euer Ergebnis in Wohnung oder Büro variieren kann. Für meine üblichen Wege im Raum bleibt die Verbindung stabil genug, um nicht ständig neu koppeln zu müssen.

Tag vier: LDAC aktivieren – Klangoption mit klarer Akku-Konsequenz

Tag vier nutze ich für LDAC. In der App aktiviere ich es unter „Bluetooth Audio Qualität“, anschließend starten die Ohrhörer neu. Wichtig ist die Systemfrage: Laut Handbuch ist LDAC für Android relevant, während iOS LDAC nicht unterstützt. Wenn ihr ein iPhone nutzt, bleiben AAC, App-Steuerung und das offene Konzept erhalten – nur eben ohne LDAC.

Der entscheidende Punkt ist die Laufzeitdifferenz. Ohne LDAC nennt EarFun bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu 40 Stunden mit Case; mit LDAC sind es bis zu sechs Stunden pro Ladung und bis zu 22 Stunden insgesamt. Das ist spürbar und sollte in euren Alltag passen, wobei Faktoren wie Lautstärke, Telefonie und App-Nutzung die realen Werte zusätzlich beeinflussen können. Für mich ergibt sich daraus eine klare Strategie: LDAC setze ich gezielt ein, statt es dauerhaft laufen zu lassen – bei eurem Hörprofil kann das allerdings anders sinnvoll sein.

Für die Kaufentscheidung ist diese Flexibilität wichtig. Wenn ihr lange Podcast- oder Call-Tage habt, ist LDAC aus oft die praktischere Wahl, weil die Ausdauer deutlich höher bleibt. Wenn ihr dagegen bewusst Musik in höherer Datenrate auf einem kompatiblen Android-Gerät hört, kann LDAC ein sinnvoller Modus sein. Die Clip 2 bieten damit mehr Spielraum als sehr einfache Open-Ear-Modelle, verlangen aber auch eine bewusste Prioritätensetzung.

Tag fünf: Draußen unterwegs – IP55, offene Wahrnehmung und Grenzen

Am fünften Tag gehen die Clip 2 mit nach draußen. Die IP55-Einstufung passt gut zu Alltag und Sport, weil sie Staub sowie Spritzwasser abdeckt – also auch Schweiß und leichten Regen. Gleichzeitig bleibt die Abgrenzung klar: Für Schwimmen oder Untertauchen sind sie nicht gedacht, was ich eher als saubere Einordnung verstehe als als unerwartete Schwäche.

Der größte Nutzen ist weiterhin die Umgebungswahrnehmung. Im Straßenverkehr höre ich Fahrzeuge und Gespräche, ohne die Kopfhörer herauszunehmen. Umgekehrt fehlt Isolation, wodurch ich in lauten Situationen tendenziell lauter höre; das kann Sound-Leakage begünstigen. Wie stark das ausfällt, hängt von Lautstärke, Umgebung und eurer Nutzung ab.

Tag sechs: Telefonie – vier Mikrofone, KI-Unterdrückung und Wind als Variable

Für Telefonate nutzen die EarFun Clip 2 vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung. Das ergibt bei einem offenen Design Sinn, weil Umgebung konstruktionsbedingt präsenter bleibt. In meinem Test sind Calls grundsätzlich gut möglich, gleichzeitig bleibt „offen + Wind“ ein typisches Thema, das bei außenliegenden Mikrofonen häufiger spürbar wird. Wie relevant das ist, hängt stark von Wetter, Route und Situation ab.

Außerdem zeigt sich: Die Sitzposition beeinflusst nicht nur euren Musikklang, sondern indirekt auch das Gefühl für Lautstärke und damit die Wahrnehmung bei Gesprächen. Mit ein paar Tagen Eingewöhnung wird das stabiler. Wenn ihr allerdings täglich sehr lange Calls in lauter Umgebung führt, lohnt eine bewusste Abwägung, ob ihr eher Abschirmung braucht – das ist am Ende eine Frage eurer Prioritäten.

Tag sieben: Laden, LED-Anzeige und Reset als „Notfallplan“

Zum Abschluss prüfe ich die Lade- und Wartungslogik. Die Case-LED ist dabei angenehm eindeutig: Grün steht für 30 bis 100 Prozent, Gelb für 10 bis 30 Prozent und Rot für unter 10 Prozent; beim Laden leuchtet Rot, bei vollem Akku Grün. Damit habt ihr auch ohne App schnell ein Gefühl dafür, ob ihr nachladen solltet.

Auch der Reset ist klar geregelt: Ohrhörer ins Case legen, die Case-Taste acht Sekunden gedrückt halten, bis die gelbe LED schnell blinkt, danach den Bluetooth-Eintrag löschen und neu koppeln. Ich nutze das im Test als Funktionskontrolle, nicht weil es zu einem Ausfall kommt, und finde es gut, dass der Ablauf verständlich erklärt wird. Gerade bei Bluetooth-Produkten ist eine saubere Fehlerbehebung oft entscheidend, weil Verbindungsprobleme nicht zwingend ein Defekt sein müssen.

Positiv fällt auf, dass die wichtigsten Troubleshooting-Schritte leicht auffindbar sind. Viele Schwierigkeiten entstehen in der Praxis durch alte Kopplungseinträge, App-Stände oder einen nicht korrekt gestarteten Pairing-Modus. Die definierte Reset-Prozedur hilft dabei, Probleme methodisch zu lösen, statt nur herumzuprobieren.

App und Bedienlogik: Was im Alltag wirklich zählt

EarFun Audio App: Funktionen und Bindung an das Smartphone

Die EarFun Clip 2 laufen grundsätzlich auch ohne dauerhaft geöffnete App, doch die interessanteren Einstellungen stecken klar in der EarFun Audio App. Dort findet ihr unter anderem Firmware-Informationen, den LDAC-Schalter, Multipoint, den Game Mode und Klangoptionen wie EQ. Das ist praktisch, weil ihr das Setup an eure Nutzung anpassen könnt. Gleichzeitig bleibt ein Teil des Funktionsumfangs damit an Smartphone, App-Version und Berechtigungen gebunden, was je nach persönlicher Einstellung zu Apps unterschiedlich schwer wiegt.

Tasten im Alltag: nachvollziehbar und bewegungstauglich

Für die tägliche Steuerung gefällt mir die Entscheidung für Tasten besser als bei vielen Touch-Modellen. Die Links-rechts-Logik bleibt schnell im Kopf: links leiser beziehungsweise vorheriger Titel, rechts lauter beziehungsweise nächster Titel. Wiedergabe/Pause und Anrufsteuerung funktionieren beidseitig. Dadurch bleibt die Bedienung auch dann verständlich, wenn ihr unterwegs seid, schwitzt oder eine Mütze tragt.

Zusätzliche Einordnung: Klang, Sitz und Nutzungsszenarien

Offenes Hören: realistische Erwartungen an Bass und Lautstärke

Im Vergleich zu abdichtenden In-Ears ist das Klangbild offener Konzepte grundsätzlich anders, weil Umgebungsgeräusche bewusst bleiben und eine natürliche Bassabdichtung fehlt. EarFun setzt hier auf 12‑mm‑Titan-Treiber und BassSurge, um den typischen Bassverlust zu kompensieren. Zusätzlich könnt ihr über den EQ nachjustieren, und auf Android ist LDAC als Option vorhanden. Trotzdem bleibt die Bauart der wichtigste Faktor – wer maximale Isolation und „druckvollen“ Bass erwartet, muss das offene Prinzip entsprechend einordnen.

Sitz als System: Warum ein paar Minuten Eingewöhnung helfen

Dass der Klang je nach Position am Ohr schwankt, ist bei Clip-On-Open-Ear keine Überraschung, aber im Alltag spürbar. Eine leichte Drehung kann Stimmen klarer machen oder den Bass etwas präsenter wirken lassen. Am Anfang kostet das kurz Aufmerksamkeit, danach wird die Handhabung routinierter. Wie schnell ihr euch daran gewöhnt, hängt stark davon ab, wie eure Ohrform den optimalen Winkel „vorgibt“.

Mein Gesamteindruck nach einer Woche

Nach sieben Tagen sind die EarFun Clip 2 für mich in erster Linie ein Werkzeug für den Alltag: offen, komfortorientiert und mit Funktionen ausgestattet, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich sind. Am besten funktionieren sie, wenn ihr akzeptiert, dass Sitzposition und Klang stärker miteinander verknüpft sind als bei abdichtenden In-Ears. Diese Abhängigkeit wirkt zu Beginn wie eine kleine Kritik, wird aber deutlich weniger relevant, sobald ihr eure passende Position gefunden habt – und das kann je nach Ohrform schneller oder langsamer gehen.

Die physischen Tasten schätze ich im täglichen Gebrauch mehr als erwartet, weil sie in Bewegung zuverlässig bleiben. LDAC nutze ich dagegen bewusst selektiv, da der Sprung von „bis zu elf“ auf „bis zu sechs“ Stunden pro Ladung im Alltag spürbar ist, auch wenn das je nach Nutzungsprofil vollkommen in Ordnung sein kann. In meinem Setup mit häufigem Wechsel zwischen Smartphone und Laptop spielt Multipoint seine Stärke klar aus, weil es das Umschalten spürbar vereinfacht.

„Mir fällt sofort auf, wie stark die Position am Ohr den Klang beeinflusst – sitzt der Clip richtig, wirkt das Ergebnis für ein offenes Design erstaunlich stimmig.“

„Im Alltag sind die Tasten für mich der nachvollziehbarere Kompromiss als Touch, auch wenn ich den Clip beim Drücken kurz am Ohr wahrnehme.“

Zusammenfassung externer Eindrücke

Während des Testzeitraums ordne ich meine Ergebnisse zusätzlich über überwiegend positive Erfahrungen aus Nutzer- und Expert:innenstimmen ein. Häufig werden der Tragekomfort des offenen Clip-Konzepts, die praxistauglichen App-Optionen inklusive EQ und die Idee der KI-Übersetzung als interessantes Extra genannt. Mehrere Rückmeldungen betonen zudem, dass der Halt nach kurzer Eingewöhnung sicher wirkt – das deckt sich mit meinen Beobachtungen.

Abweichungen zeigen sich eher bei Telefonie und der Wahrnehmung von Mitten. Einzelne Erfahrungsberichte stufen die Call-Qualität als durchschnittlich ein oder beschreiben zurückhaltende Mitten, während andere Stimmen Gespräche als klar empfinden. Das passt zum Open-Ear-Grundprinzip: Umgebung, Wind und Positionierung wirken stärker hinein als bei isolierenden In-Ears, weshalb die Bandbreite an Erfahrungen hier naturgemäß größer ist.

FAQ: Häufige Fragen zu den EarFun Clip 2 im Test

Sind die EarFun Clip 2 beim Sport stabil genug, etwa beim Laufen, Radfahren oder bei viel Schweiß?

Ja, grundsätzlich eignen sich die EarFun Clip 2 für sportliche Nutzung, weil sie als Clip-On außen an der Ohrmuschel halten und nicht in den Gehörgang gedrückt werden. Zusätzlich hilft IP55 dabei, Schweiß und Spritzwasser im Alltag besser abzudecken. Der Halt bleibt dennoch individuell, weil Ohrform, Brille oder Helmriemen den Sitz beeinflussen. Für Schwimmen oder Untertauchen sind sie nicht vorgesehen.

Wie ist der Klang im Vergleich zu abdichtenden In-Ears?

Er unterscheidet sich deutlich, weil das offene Design Umgebungsgeräusche absichtlich zulässt und dadurch weniger natürliche Bassabdichtung entsteht. EarFun arbeitet mit 12‑mm‑Titan-Treibern und BassSurge, um den typischen Bassverlust zu reduzieren. Über den App-EQ könnt ihr zusätzlich anpassen, und auf Android steht LDAC für höhere Datenraten bereit. Wer maximale Isolation und sehr kräftigen Bass erwartet, ist mit abdichtenden In-Ears häufig näher am Ziel.

Läuft LDAC mit iPhone, Android (z. B. Samsung/Xiaomi) und am Windows-Laptop?

Laut Anleitung ist LDAC auf iOS nicht verfügbar, also nicht am iPhone. Unter Android kann LDAC funktionieren, sofern das jeweilige Smartphone LDAC unterstützt, was je nach Modell und Ausstattung unterschiedlich ist. Am Windows-Laptop ist LDAC in der Regel nicht automatisch gesetzt, dort kommen typischerweise SBC oder AAC zum Einsatz. Aktiviert wird LDAC in der EarFun-App, danach starten die Kopfhörer neu.

Wie stark fällt die Akkulaufzeit mit eingeschaltetem LDAC ab?

Mit aktivem LDAC sinkt die Laufzeit deutlich. Ohne LDAC sind bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu vierzig Stunden mit dem Ladecase angegeben. Mit LDAC nennt EarFun bis zu sechs Stunden pro Ladung und bis zu zweiundzwanzig Stunden mit Case. In der Praxis können Lautstärke, Telefonate, App-Nutzung und Endgerät zusätzlich Einfluss nehmen, weshalb ein Puffer sinnvoll ist.

Ist die KI-Übersetzung im Kopfhörer selbst vorhanden oder nur per App nutzbar?

Die KI-Übersetzung ist an Smartphone und EarFun Audio App gebunden und läuft nicht vollständig eigenständig im Kopfhörer. Beworben wird sie mit über einhundert Sprachen, die praktische Nutzbarkeit hängt aber von App, Mikrofonzugriff und Umgebung ab. Als Zusatzfunktion kann das hilfreich sein, ersetzt aber keine vollständig offline arbeitende Übersetzung, weil das Feature software- und systemabhängig bleibt.

Sind die EarFun Clip 2 für Brillenträger:innen angenehmer als Bügel-Open-Ear-Konstruktionen?

Das kann der Fall sein, weil Clip-On-Modelle oft weniger Platz hinter dem Ohr beanspruchen als viele Bügelvarianten. Die EarFun Clip 2 arbeiten mit einem flexiblen C‑Bridge-ähnlichen Bügel und Silikonkontaktflächen. Das Tragegefühl hängt allerdings stark von Brillenbügel-Dicke, Ohrform und Sitzposition ab. Zusätzlich kann beim Drücken der Taste kurz Bewegung am Ohr entstehen, was je nach Empfindlichkeit spürbar ist.

Wie schlagen sich die EarFun Clip 2 bei Telefonaten im Büro, draußen und bei Wind?

Für Telefonie sind sie grundsätzlich geeignet, weil vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung verbaut sind. Die Einschätzung der Call-Qualität fällt jedoch teils unterschiedlich aus, was bei offenen Ohrhörern nicht ungewöhnlich ist. Wind bleibt ein typischer Sonderfall, weil die Bauweise weniger abschirmt. Wenn ihr sehr regelmäßig in lauter Umgebung telefoniert, können stärker abschirmende Headsets je nach Anspruch verlässlicher sein.

Kann man die EarFun Clip 2 parallel mit Smartphone und Laptop verbinden?

Ja, Multipoint ist vorhanden, sodass zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig verbunden sein können. Einrichten lässt sich das über die App oder manuell über die Taste am Ladecase. Nach der Einrichtung verbinden sich die Ohrhörer automatisch mit beiden Geräten. Das Umschaltverhalten hängt dennoch von Laptop, Smartphone und deren Bluetooth-Umsetzung ab, weshalb die Praxis je nach Setup leicht unterschiedlich ausfallen kann.

Welche typischen Stolpersteine können im Alltag auftreten?

Typisch sind vor allem positionsabhängiger Klang, die fehlende Abschirmung und die kürzere Laufzeit bei aktiviertem LDAC. Wenn der Clip nicht optimal ausgerichtet ist, können Bass, Lautstärke und Verständlichkeit schwächer wirken. In lauten Umgebungen wird oft lauter gehört, was Sound-Leakage begünstigen kann. Zudem reduziert LDAC die Einzellaufzeit von bis zu elf auf bis zu sechs Stunden, was nicht jede Person im Alltag passend findet.

Warum wirken die EarFun Clip 2 manchmal leiser oder „dünner“, als man es erwartet?

Häufig ist die Ursache die Position am Ohr. Weil die Clip 2 offen sitzen und nicht abdichten, verändern kleine Drehungen oder ein anderer Abstand zum Ohrkanal das Ergebnis spürbar. Wenn Bass oder Lautstärke nicht passen, hilft meist vorsichtiges Nachjustieren, bis Stimmen und Musik klarer ankommen. Das ist bei offenen Clip-Kopfhörern eine typische Eigenschaft und nicht automatisch ein Hinweis auf einen Defekt.

Wie klappt die erste Kopplung mit einem Android-Smartphone?

Vor dem Start entfernt ihr die Schutzfolie an den Ohrhörern. Danach legt ihr die Earbuds ins Case, schließt den Deckel und öffnet ihn wieder, damit der Pairing-Modus aktiv wird. Anschließend aktiviert ihr Bluetooth am Android-Handy und wählt die EarFun Clip 2 in der Geräteliste aus. Wenn euer Smartphone kompatibel ist, kann Google Fast Pair den Einstieg vereinfachen.

Wie setzt ihr die EarFun Clip 2 zurück, wenn die Verbindung hakt?

Der Reset ist klar definiert: Legt beide Ohrhörer ins Ladecase und haltet die Case-Taste acht Sekunden gedrückt, bis die gelbe LED schnell blinkt. Danach löscht ihr den bisherigen Bluetooth-Eintrag am Smartphone oder PC. Anschließend koppelt ihr die Clip 2 erneut über eine frische Bluetooth-Verbindung.

Was hilft, wenn die App die Kopfhörer nicht korrekt erkennt?

Wenn Bluetooth grundsätzlich steht, die EarFun Audio App die Ohrhörer aber nicht sauber anzeigt, prüft zuerst, ob die App aktuell ist. EarFun empfiehlt außerdem, die App zu aktualisieren oder neu zu installieren. Danach kann ein Reset helfen, gefolgt vom Löschen des alten Bluetooth-Eintrags und einer neuen Kopplung. Gerade bei Firmware-Schritten ist eine stabile App-Verbindung wichtig.

Welche App wird benötigt – und was lässt sich darüber steuern?

Die Anwendung heißt EarFun Audio und ist für Android und iOS verfügbar. Sie ist entscheidend, wenn ihr Funktionen wie Firmware-Updates, LDAC an/aus oder Multipoint einrichten möchtet. Zusätzlich könnt ihr dort EQ-Optionen und den Game Mode verwalten. Auch die KI-Übersetzung ist als appgebundenes Feature vorgesehen, wodurch Smartphone und App Teil des Gesamtsystems bleiben.

Wie funktioniert die Steuerung von Lautstärke, Titeln und Anrufen?

Gesteuert wird über Tasten: einmal rechts erhöht die Lautstärke, einmal links senkt sie. Dreimal rechts springt zum nächsten Track, dreimal links zum vorherigen. Wiedergabe/Pause klappt über zweimal drücken. Anrufe nehmt ihr mit zweimal drücken an oder beendet sie so; zum Ablehnen haltet ihr zwei Sekunden gedrückt.

Reicht IP55 für Regen und Fitnessstudio aus?

Für Fitnessstudio, Schweiß und leichten Regen ist IP55 passend eingeordnet, weil damit Staub und Spritzwasser abgedeckt sind. Das entspricht typischen Alltagssituationen, in denen offene Modelle häufig genutzt werden. Gleichzeitig ist IP55 kein Freibrief für Duschen, Schwimmen oder Untertauchen. Zusätzlich gilt: Die Schutzangabe bezieht sich auf die Ohrhörer und nicht automatisch auf jede Handhabung rund um das Case.

Wie lange dauert das Laden per USB‑C und kabellos?

Laut Anleitung laden die Ohrhörer im Case ungefähr eineinhalb Stunden. Wenn ihr Ohrhörer und Case gemeinsam über USB‑C ladet, dauert es etwa zwei Stunden. Kabellos sind rund dreieinhalb Stunden angegeben. Dass kabellos länger dauert, ist üblich, weil induktives Laden weniger effizient arbeitet als Kabel.

Welche Bluetooth-Codecs stehen zur Verfügung?

Unterstützt werden SBC, AAC und LDAC. SBC ist der Standard-Basiscodex, AAC ist vor allem im iOS-Umfeld verbreitet, und LDAC ist laut Anleitung insbesondere für kompatible Android-Geräte gedacht. Praktisch hängt der Nutzen von LDAC vom Smartphone und euren Prioritäten ab. Zu beachten ist, dass LDAC die Laufzeit deutlich reduziert.

Ist der Game Mode für Gaming und Videos sinnvoll?

Es gibt einen Game Mode, der in der EarFun Audio App aktiviert wird und die Latenz verringern soll. Dadurch wirken Videos und Spiele oft synchroner als im Standardbetrieb. Bluetooth bleibt jedoch meist spürbar verzögerter als kabelgebundene Lösungen, was bei sehr kompetitiven Spielen stärker auffällt. Für gelegentliches Gaming ist der Modus eine praktische Option, für sehr anspruchsvolle Szenarien hängt es stark von euren Erwartungen ab.

Was liegt im Karton bei?

Enthalten sind die EarFun Clip 2, die Ladehülle, ein Kabel sowie eine Bedienungsanleitung. Wechselbare Aufsätze gibt es nicht, da es kein In-Ear-System mit Tips ist. Insgesamt bleibt das Zubehör bewusst reduziert und konzentriert sich auf Betrieb und Laden. Wenn ihr viele Extras erwartet, bekommt ihr hier eher ein funktionales Basisset.

Worin unterscheiden sich EarFun Clip 2 und EarFun Clip?

Die EarFun Clip 2 wirken als neuere Variante stärker auf KI-Übersetzung und Kommunikationsfunktionen ausgerichtet. Zudem werden sie mit 12‑mm‑Titan beziehungsweise Dual-Magnetic Titanium-Composite Treibern beworben und erreichen laut Handbuch bis zu vierzig Stunden Gesamtzeit mit Case, wenn LDAC deaktiviert ist. Beide Modelle setzen auf Open-Ear-Clip-Komfort, App-Funktionen und LDAC. Der Schwerpunkt der Clip 2 liegt aus meiner Sicht klarer auf Übersetzung und einem modernisierten Feature-Set.

Marke EarFun: Kurzprofil

EarFun wird laut Herstellerdarstellung 2018 von Industriedesigner:innen, Akustikingenieur:innen und Musikenthusiast:innen gegründet und nutzt das Leitmotiv „Better Sound. Better Life“. Das Sortiment umfasst True-Wireless-Earbuds, Open-Ear-Modelle, ANC-In-Ears, Over-Ears, Lautsprecher und Zubehör. Erkennbar ist die Strategie, vergleichsweise viel Ausstattung wie LDAC, Hi-Res, App-EQ, Multipoint oder Game Mode zu moderaten Preisen anzubieten.

Das kann im Markt attraktiv sein, weil Funktionen teils dort auftauchen, wo man sie sonst erst später erwartet. Gleichzeitig lohnt ein Blick auf Support- und Garantiebedingungen, da Serviceprozesse je nach Händler und Vertriebskanal unterschiedlich wahrgenommen werden. EarFun nennt eine Garantie von achtzehn Monaten für qualitätsbezogene Defekte bei direkt verkauften Produkten; in der Clip‑2‑Anleitung wird zusätzlich eine sechsmonatige Garantieverlängerung nach Registrierung erwähnt, wodurch insgesamt vierundzwanzig Monate möglich sind.

Schlussbewertung

Die EarFun Clip 2 passen gut zu allen, die offene Kopfhörer mit Alltagsnutzen suchen: Umgebungswahrnehmung bleibt erhalten, das Tragegefühl ist druckfrei, und die Bedienung über Tasten ist klar nachvollziehbar. Besonders stimmig ist das Paket, wenn ihr häufig zwischen Smartphone und Laptop wechselt und Funktionen wie Multipoint sowie App-Optionen (EQ, Game Mode, optional LDAC) sinnvoll nutzt. Unter iOS bleibt das Gesamtpaket auch ohne LDAC rund, während Android-Nutzer:innen zusätzlich mit LDAC arbeiten können, sofern das Gerät es unterstützt. Am besten spielen die Clip 2 ihre Stärken in Alltag, Bewegung und Situationen aus, in denen ihr bewusst „mit einem Ohr“ bei der Umgebung bleiben möchtet.

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