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WM-Ärger trotz SiegDeutsche Frauen siegen, doch Verband kritisiert neuen WM-Modus

Sabine Winter

Copyright: Manfred Schillings/dpa

Deutschlands beste Tischtennis-Spielerin Sabine Winter.

Trotz Sieg bei der WM: DTTB schickt Wut-Brief an Verband

Ein Auftakt nach Maß für Deutschlands Tischtennis-Frauen! Bei der Team-Weltmeisterschaft in London haben die Titelträgerinnen Europas von 2025 ihr erstes Match gewonnen. In der Wembley Arena feierten sie einen 3:1-Triumph über Frankreich.

Die Zähler für die deutsche Auswahl sicherten Sabine Winter, die auf Rang neun der Welt geführt wird, Nina Mittelham und Ying Han. Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Die 43-jährige Han musste sich zum Start gegen Prithika Pavade geschlagen geben und kassierte damit die einzige Niederlage für Deutschland.

Zoff um neuen WM-Modus

Doch hinter dem sportlichen Erfolg braut sich was zusammen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten WM, die 1926 ebenfalls in London ausgetragen wurde, hat der Weltverband ITTF ein neues Format eingeführt. Dieses sorgt für massiven Unmut.

Das Bizarre daran: Die sieben weltbesten Mannschaften plus Gastgeber England kommen erst dieses Wochenende zum Einsatz. In zwei separaten Vierergruppen kämpfen sie nur um ihre Startposition für die K.o.-Runde, die am Montag beginnt. Die Konsequenz ist verblüffend: Die deutschen Frauen- und Männerteams können in dieser ersten Phase des Turniers gar nicht ausscheiden.

Deutscher Verband schickt Wut-Brief

Beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) ist die Geduld am Ende. Schon vor Beginn der WM richtete der Verband ein offizielles Protestschreiben an die ITTF. Die Vorwürfe haben es in sich: Der neue Modus sei zu langwierig, zu unübersichtlich und eine extreme Belastung für die Sportlerinnen und Sportler.

Der Vorstandsvorsitzende des DTTB, Wolfgang Dörner, warnte mit deutlichen Worten: „Das aktuelle WM-System birgt die Gefahr negativer Auswirkungen auf den Sport.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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