Frust in Kanada: DVV-Damen kassieren 0:3-Klatsche
„Es ist sehr frustrierend“Kapitänin nach klarer 0:3-Pleite gegen Japan enttäuscht

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Deutschlands Volleyball-Kapitänin Camilla Weitzel hatte gegen Japan wenig Gelegenheit zum Jubeln. (Archivbild)
Das tut weh! Für die deutschen Volleyball-Damen setzt es in der Nationenliga die nächste Schlappe. Gegen Japan war einfach nichts zu holen, auch wenn es am Schluss nochmal richtig spannend wurde.
Für Deutschlands Volleyballerinnen war es die zweite Pleite im dritten Match der Nationenliga. Die Mannschaft von Bundestrainer Giulio Bregoli musste sich in Quebec (Kanada) Japan deutlich mit 0:3 (20:25, 15:25, 24:26) geschlagen geben. Davor gab es einen 3:1-Sieg gegen Gastgeber Kanada und eine knappe 2:3-Niederlage gegen die Ukraine, bei der eine furiose Aufholjagd nicht belohnt wurde.
Zuerst lief bei den DVV-Damen gar nichts zusammen. Die Aufschläge waren zu harmlos, der Angriff ohne Power. Doch dann, im dritten Durchgang, plötzlich die Kehrtwende: Die deutsche Auswahl kämpfte sich nach einem Rückstand zurück und hatte sogar einen Satzball. Am Ende reichte es aber nicht für den erhofften Erfolg.
Weitzel platzt der Kragen: „Sehr frustrierend“
Mit 13 Punkten war Kapitänin Camilla Weitzel die erfolgreichste Scorerin. Nach der Partie fand sie klare Worte für die Niederlage und zeigte sich sichtlich geknickt. „Es ist sehr frustrierend, gegen Japan zu spielen. Sie haben gut geblockt und unglaublich stark verteidigt. Erst im dritten Satz haben wir Lösungen gefunden“, erklärte Weitzel.
Besonders der knapp verlorene Satz wurmte sie: „Deshalb ist es umso härter, dass wir den Satz nicht gewonnen haben, weil wir das Gefühl hatten, dass wir immer besser ins Spiel gekommen sind.“ Ihr Schlusswort: „Wir sind ein neues Team und müssen unseren Rhythmus und unser Selbstvertrauen noch finden.“ Immerhin gab es einen positiven Aspekt: Für Emma Sambale war es der erste Einsatz in der Volleyball Nations League.
Fokus jetzt auf die EM: Nationenliga als wichtiger Test
Bei der Volleyball Nations League messen sich die 18 Top-Nationen der Welt. Die Gruppenphase umfasst zwölf Partien, danach qualifizieren sich die besten sieben Teams plus der Ausrichter der Finalrunde (diesmal China) für die entscheidende K.-o.-Phase. Im vergangenen Jahr war für die deutsche Auswahl im Viertelfinale Schluss.
Doch der eigentliche Höhepunkt der Saison kommt erst noch: die EM, die am 21. August startet. Zum Ende der ersten Woche des Turniers in Kanada steht für die deutsche Mannschaft heute Abend (20.30 Uhr) noch eine schwere Aufgabe an: Es geht gegen die USA. (dpa/red)
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