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„Mache mich eher lustig“Annett Kaufmann (19) über Morddrohungen von Wett-Zockern

Annett Kaufmann

Copyright: Manfred Schillings/dpa

Tischtennis-Star Annett Kaufmann spricht über Hassnachrichten im Internet. (Archivbild)

Hass im Netz: Tischtennis-Star macht sich über Hater lustig

Hass und Drohungen im Netz? Für Tischtennis-Hoffnung Annett Kaufmann (19) kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil: Sie hat eine klare Botschaft für alle, die ihr im Internet Böses wollen.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur fand die Nationalspielerin deutliche Worte: „Ich stelle mir dann immer vor: Da sitzt jemand auf dem Sofa, sieht mich spielen und sagt sich: Der zeige ich es jetzt. Über solche Leute mache ich mich eher lustig“. Sie ist sich sicher: „Wenn diese Person vor mir stehen würde, würde sie mir das Gleiche wahrscheinlich niemals direkt ins Gesicht sagen können. Hasskommentare sagen immer etwas über die aus, die sie schreiben.“

Die Anfeindungen, die bis zu Todesdrohungen reichten, machte die Junioren-Weltmeisterin von 2024 erst im Vormonat publik. Vor dem Auftaktmatch bei der Team-WM am Samstag (11.00 Uhr/Dyn) gegen Frankreich gibt sie sich nicht nur am Tischtennis-Tisch kampfbereit.

Stecken frustrierte Zocker hinter dem Hass?

Sie steht mit diesem Problem nicht alleine da. Von vergleichbaren Nachrichten hat auch ihr Kollege aus der Nationalmannschaft, Benedikt Duda, schon öfter erzählt. Es besteht der Verdacht, dass häufig Personen dahinterstecken, die bei Wetten auf die Partien der Athleten ihr Geld verzockt haben.

Deshalb ist es für Annett Kaufmann eine Herzensangelegenheit, das Thema an die große Glocke zu hängen. Die 19-Jährige betont: „Mir ist wichtig, dass dieses Thema eine große Aufmerksamkeit bekommt“.

Profisport: Mehr als nur Glanz und Gloria

Sie möchte mit einer falschen Vorstellung Schluss machen. „Wir Sportler sind vieles gewohnt, weil wir in der Öffentlichkeit stehen. Was ich aber anhand vieler Reaktionen bei mir gemerkt habe: Vielen Leuten ist nicht bewusst, was in sozialen Netzwerken teilweise passiert. Und viele denken, dass das Leben eines Profisportlers nur Funkeln und Glitzer bedeutet.“

Als sie im März bei einer Gesprächsrunde der „Stuttgarter Zeitung“ sowie der „Stuttgarter Nachrichten“ von den Auswüchsen des Hasses erzählte, empfahlen ihr zahlreiche Bekannte, Anzeige zu erstatten. Doch das ist in der Praxis oft schwierig. Kaufmann erläutert: „Das ist bei anonymen Accounts und Fake-Profilen teilweise nicht möglich“.

Für sich selbst hat sie einen anderen Weg gewählt. „Ich persönlich sehe es nicht ein, diesen Leuten so viel Energie zu widmen. Jeder darf seine Meinung haben. Hass, Morddrohungen und Sexismus kann man nicht akzeptieren. Aber ansonsten liegt es an mir selbst, wie viel Wert ich einer Meinung gebe. Und für mich hat nur die Meinung von Leuten einen Wert, die mir wichtig sind.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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