Zoff in der Champions League: Berlin boykottiert Finale
„Lächerlich niedriges Preisgeld“Berliner Klub schickt aus Protest nur die Jugend zum Finale

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Nina Mittelham setzt in der Champions League aus. (Archivbild)
Ein Beben in der Tischtennis-Königsklasse! Der TTC Berlin Eastside ergreift wegen eines Protests gegen den europäischen Verband ETTU eine drastische Maßnahme. Anstatt der Top-Stars wird der Klub seine junge Garde zum Final-Four-Turnier der Champions League schicken.
Hinter dem Boykott der Star-Spielerinnen steckt ein gewaltiger Zoff mit der ETTU. Manager Andreas Hain von Eastside findet deutliche Worte: „Wir werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Turnier nicht supporten, da wir gegen dieses Final 4 sind“. Am Freitag (19.00 Uhr) steht für die Berlinerinnen das Halbfinale gegen den Hausherren und Favoriten KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg auf dem Programm – allerdings mit einer B-Elf.
Die Vorwürfe des Vereins sind hart: Das Endturnier in Polen stelle für das Frauen-Tischtennis keine passende Bühne dar und sei für die Klubs ein reines Minusgeschäft. Dabei hatte Eastside selbst angeregt, die Final-Events der Männer und Frauen zusammen an einem Standort auszurichten, um die Sportart aufzuwerten.
„Lächerlich niedriges Preisgeld“
Klub-Manager Hain legt nach und rechnet knallhart ab: „Die ETTU nimmt uns unsere wichtigsten Heimspiele für unsere Fans, Sponsoren und die Medien ohne eine entsprechende Gegenleistung! Das Preisgeld ist so lächerlich niedrig, dass wir einen hohen Verlust einfahren werden.“
Aber das ist noch nicht alles. Hains Kritik zielt auch auf die Zukunftspläne des Verbands ab: „Zudem hat die ETTU eine neue fragwürdige Champions League für nächste Saison eingeführt.“
Junge Garde statt Nationalspielerinnen
Anstelle der etablierten Spielerinnen sollen nun Nachwuchstalente in Tarnobrzeg internationale Erfahrung sammeln. Zum Aufgebot zählt die 19-jährige Yuka Kaneyoshi, die in der aktuellen Saison noch keine einzige Partie verloren hat. Ebenfalls dabei sind die 16-jährige Josi Neumann und die 20 Jahre alte Mia Griesel, welche beide schon beim Titelgewinn des Vorjahres zum Team gehörten. (dpa/red)
Der Verzicht auf die deutschen Nationalspielerinnen Nina Mittelham und Xiaona Shan ist ein unmissverständliches und bitteres Protestsignal an die Adresse der ETTU.
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