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Türkische Fans provoziertTennis-Star nach Matchball gnadenlos ausgebuht

Nach dem Matchball gab es ein lautes Pfeifkonzert: Julija Putinzewa hat bei den Australian Open die Wut der türkischen Fans auf sich gezogen.

Mit dieser Geste hat sich Julija Putinzewa unter den türkischen Fans keine Freunde gemacht!

In der dritten Runde der Australian Open bekam es die Kasachin mit Zeynep Sönmez zu tun. Die Türkin hatte es als erste Spielerin ihres Landes in Melbourne so weit geschafft und löste in ihrem Heimatland eine kleine Tennis-Euphorie aus.

Putinzewa provoziert mit Geste und Tänzchen

Bei vielen internationalen Fans sammelte die Türkin außerdem Sympathien, als sie sich in der ersten Runde fürsorglich um ein Ballmädchen kümmerte, das auf dem Platz einen Schwächeanfall erlitten hatte.

Doch am Freitag ging es in Melbourne zwischen ihr und Putinzewa nur ums Weiterkommen. Zahlreiche türkische Fans hatten ihren Weg auf die Anlage gefunden, um Sönmez frenetisch anzufeuern. Putinzewa, deren Fehler lautstark bejubelt wurden, fühlte sich teilweise gestört.

Doch am Ende behielt sie die Nerven, setzte sich mit 6:3, 6:7, 6:3 durch. Nach dem verwandelten Matchball hielt sie provokant ihre Hand ans Ohr – und ließ das Pfeifkonzert der türkischen Fans seelenruhig über sich ergehen.

Anschließend tanzte sie genau vor einer türkischen Fangruppe. „Das war eine unglaubliche Atmosphäre. Sie sind sehr leidenschaftlich. Das ist gut zu sehen, denn ich liebe diese Art von Herausforderung“, sagte sie im Interview auf dem Platz.

Putinzewa, die auf der WTA-Tour für ihre manchmal aufbrausende Art bekannt ist, hatte schon nach ihrem Erstrundenmatch ein Tänzchen hingelegt. Auch hier hatte sie beim Match gegen Beatriz Haddad Maia den Großteil der Fans gegen sich gehabt, der brasilianische Anhang hatte sich immer wieder lautstark bemerkbar gemacht.

Die englische Boulevard-Zeitung „Daily Mail“ titelte daraufhin: „Die größte Göre im Tennis sendet nach ihrem Sieg auf dem berüchtigten Party-Court eine klare Botschaft an die feierwütigen Fans.“

Putinzewa dürften solche Schlagzeilen egal sein. Die Nummer 94 der Welt wird dank des Erreichens des Achtelfinals in der Weltrangliste mehr als 20 Plätze nach oben klettern.

Sorana Cirstea schüttelt die Hand der Schiedsrichterin, während sie wütend etwas in Richtung Naomi Osaka sagt.

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