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Bei French-Open-Triumph Fuß mit Injektionen betäubt: Nadals Karriere am seidenen Faden – OP droht

Rafael Nadal jubelt über einen Punktgewinn im Match gegen Casper Ruud.

French-Open-Titel Nummer 14: Rafael Nadal sicherte sich am Sonntag (5. Juni 2022) in Roland Garros den Sieg im Finale gegen Casper Ruud.

Rafael Nadal will sein Denkmal weiterbauen: Der spanische Tennis-Star triumphierte am Sonntag zum 14. Mal bei den French Open im Finale gegen Casper Ruud – und dementierte Rücktritts-Gerüchte.

Was für eine Machtdemonstration, was für eine Leistung! Tennis-Routinier Rafal Nadal (36) baut weiter fleißig an seinem Denkmal: Mit einer starken Vorstellung gegen seinen Kumpel Casper Ruud (23) aus Norwegen sicherte sich der Spanier am Sonntag (5. Juni 2022) per glattem Drei-Satz-Erfolg (6:3, 6:3, 6:0) seinen 14. Titel bei den French Open. Es war sein 22. Grand-Slam-Triumph insgesamt.

Damit liegt Nadal, der bei seinem Halbfinal-Erfolg gegen Alexander Zverev (25) vom Verletzungs-Aus der deutschen Nummer eins profitiert hatte, nun zwei Grand-Slam-Siege vor seinen langjährigen Rivalen Novak Djokovic (35) und Roger Federer (40).

„Es ist für mich sehr schwierig, meine Gefühle zu beschreiben. Mit 36 Jahren hier noch wettbewerbsfähig zu sein. Auf dem wichtigsten Tennis-Platz in meiner Karriere. Das bedeutet mir alles“, sagte ein gerührter Nadal nach seinem Coup. Rücktritts-Gerüchte, die es vor dem Match gegeben hatte, dementierte der Spanier: „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber ich werde weiterkämpfen.“ Nach seiner emotionalen Rede gab es stehende Ovationen vom Publikum.

Doch wenig später erzählte Nadal, wie sehr er angeschlagen ist. Der Spanier kann noch nicht genau sagen, ob er die Karriere nicht doch beenden muss. Seine Laufbahn hängt am seidenen Faden. Er müsse zunächst eine Lösung für seinen schwer angeschlagenen linken Fuß finden: „Es ist offensichtlich, dass ich so nicht weitermachen kann und auch nicht weitermachen will.“

Nadal nur nach Injektionen spielfähig

Nadal hofft nun, dass eine neue Therapie ab der kommenden Woche anschlage. Falls dies gelingt, wolle er auch in Wimbledon (ab 27. Juni) aufschlagen. Ansonsten müsse er weitere, „größere“ medizinische Optionen wie eine Operation überdenken. „Ich bin in Wimbledon, wenn mein Körper es zulässt. Das ist kein Turnier, das ich verpassen möchte.“

Nadal verriet, dass in Paris stets zwei Nerven in seinem Fuß für seine Matches mit Injektionen betäubt worden waren. Der Spanier leidet unter dem seltenen Müller-Weiss-Syndrom, dabei kommt es zu Durchblutungsstörungen im Fuß, wonach Knochengewebe abstirbt. Starke Schmerzen sind oft die Folge.

French Open: Rafael Nadal sichert sich 14. Titel gegen Casper Ruud

Im Endspiel von Roland Garros war der „Sandplatz-König“ zuvor seiner Favoritenrolle abermals eindrucksvoll gerecht geworden. Für Shooting-Star Ruud verlief das erste Grand-Slam-Finale seiner Karriere trotz großen Kampfs dagegen denkbar bitter.

Vor den Augen zahlreicher Promi-Gäste wie der Hollywood-Größen Sienna Miller (40), Hugh Grant (61) und Michael Douglas (77) legte Nadal in Paris los wie die so gern bemühte Feuerwehr, zeigte aber hier und da auch kleine Wackler. Nach einem wahren Break-Festival ging der Durchgang dennoch schließlich klar mit 6:3 an den Spanier.

Ruud mühte sich im Anschluss nach Leibeskräften, dem Favoriten Paroli zu bieten. Doch in seiner unnachahmlich dynamischen Art blieb Nadal stets Herr des Geschehens. Auch dann, als der Norweger im zweiten Satz besser ins Spiel fand und plötzlich 3:1 führte.

Denn Nadal dachte gar nicht daran, klein beizugeben. Der Spanier egalisierte zum 3:3, konterte dann zum 5:3 – und sicherte sich mit abermals 6:3 den Satzgewinn. Was für eine Tennis-Show des Routiniers!

Casper Ruud returniert im French-Open-Finale einen Ball von Rafael Nadal

Chancenlos: Casper Ruud erlebte in seinem ersten Grand-Slam-Finale eine bittere Lehrstunde gegen Rafael Nadal, unterlag am Sonntag (5. Juni 2022) im Endspiel der French Open klar in drei Sätzen.

Im dritten Durchgang schwammen Ruud die Felle dann komplett davon, der Widerstand des Norwegers war gebrochen. Nadal stürmte zu einer 4:0-Führung, von hier an war es nur noch ein Schaulaufen.

Nach zwei Stunden und 18 Minuten war es dann so weit: Nadal verwandelte seinen ersten Matchball zum 14. French-Open-Sieg – natürlich Rekord, kein Profi der Geschichte konnte das Prestige-Turnier öfter gewinnen.

„Nadal-Fan“ Casper Ruud mit fairer Gratulation nach French-Open-Finale

„Heute habe ich erfahren, was es bedeutet, gegen dich in einem Finale zu spielen. Aber zum Glück bin ich nicht das erste Opfer“, gratulierte Ruud fair. „Ich hoffe, dass du noch weitermachst“, sagte der Norweger, der sich zuvor als großer Nadal-Fan geoutet hatte und regelmäßig in der Akademie des Spaniers trainiert.

Nadal sicherte sich derweil den nächsten Eintrag in den Tennis-Geschichtsbüchern. Der „Stier von Manacor“ fügte seiner ohnehin schon beeindruckenden Titel-Sammlung die nächste Trophäe hinzu. Für Ruud bleibt zumindest ein Trostpreis: Die Final-Teilnahme bei den French Open war definitiv mehr als ein Achtungserfolg. Und er kassiert 1,1 Million Euro Preisgeld, Nadal bekommt 2,2 Millionen für den Sieg.

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