Knallharte RegelMega-Strafe für Tennis-Star sogar Thema im Parlament

Alexandra Eala auf dem Court.

Copyright: IMAGO/Icon Sportswire

Alexandra Eala will bei den Asienspielen für ihr Land antreten. Das bringt ihr nun Ärger ein.

Was für ein Hammer im Tennis-Zirkus! Alexandra Eala (21) zeigt Herz für ihr Land – und die WTA will sie dafür mit 10.000 Dollar bestrafen. 

Sportlich gehört Alexandra Eala (21) zu den aufstrebenden Talenten im Tennis-Sport. Abseits des Platzes ist sie schon jetzt ein absoluter Mega-Star.

Doch nun steht die philippinische Spielerin vor einer empfindlichen Strafe. Die Frauentennis-Organisation WTA könnte ihr eine Geldstrafe von 10.000 Dollar aufbrummen. Der Auslöser des Konflikts: Ihr Start bei den Asien-Spielen in Nagoya (Japan) führt dazu, dass sie das Masters in Peking auslassen muss – ein Event, das für die Profis als verpflichtend gilt.

Politik will Eala unter die Arme greifen

Das Regelwerk der WTA ist unerbittlich: Die Masters-Events sind, genau wie die Grand Slams, für die Profis obligatorisch. Nach Auffassung des Verbands hätte die Weltranglisten-18. daher dem Team der Philippinen absagen sollen. Ein Gesuch um eine Sondererlaubnis wies die WTA kühl zurück. Nur wer eine Verletzung vorweisen kann, darf einem Pflichtturnier straffrei fernbleiben. Das berichtet „bild.de“.

Aber für die aufstrebende Athletin, die zudem als Fahnenträgerin ihrer Nation auftritt, war das keine Option. „Ich liebe es, für die Philippinen zu spielen. Es herrscht eine richtig tolle Atmosphäre, und ich genieße es immer, mit dem Team zusammen zu sein“, so Eala. 

Für die Tennisspielerin steht aber mehr auf dem Spiel als nur der Ruhm für ihr Heimatland, in dem sie wie ein Mega-Star verehrt wird. Es geht auch um Olympia. Wer bei den Asien-Spielen gewinnt, sichert sich die Teilnahme an den Spielen in Los Angeles 2028. Ihre Chancen stehen gut, da andere asiatische Stars dem Druck der WTA nachgegeben haben. Dazu zählen Naomi Osaka (28) aus Japan, Janice Tjen (24) aus Indonesien und die Olympiasiegerin Qinwen Zheng (23) aus China. Eala rückt damit auf die Spitzenposition der Setzliste.

Diese Konfrontation der WTA mit der populären Athletin sorgt mittlerweile sogar in der Politik für Wirbel. Eine Debatte im Parlament der Philippinen drehte sich darum, ob der Staat die potenzielle Strafzahlung tragen könnte. Am 15. September griff Senator Erwin Tulfo (62) die Angelegenheit in einer Ansprache auf. Er appellierte an die Regierung, Eala beizustehen, sollte eine Sanktion verhängt werden.

Er fand klare Worte: „Wenn sie eine Geldstrafe zahlen muss, weil sie sich entschieden hat, unser Volk zu vertreten, ist es dann nicht nur gerecht, dass die Regierung ihr Hilfe und Unterstützung zukommen lässt?“ Tulfo fügte hinzu: „Sie hat sich entschieden, für die Philippinen und nicht für ein Profiturnier zu spielen. Sie sollte diese Last nicht allein tragen müssen.“ Eine verbindliche Zusage von Regierungsseite steht bisher allerdings aus.

Die Leidenschaft der Philippinerin für ihr Nationalteam ist bekannt. Sie sicherte sich bei den Asienspielen 2023 in Hangzhou Bronze im Einzel und im gemischten Doppel. Bei den Südostasienspielen 2025 in Bangkok errang sie Gold im Einzel sowie Bronze im Mixed und in der Mannschaftswertung. Ihre Bilanz im Billie-Jean-King-Cup ist makellos: Sie triumphierte in all ihren vier Einzelpartien.

Zuletzt schied Eala bei den US Open in der dritten Runde gegen das US-Ausnahmetalent Iva Jovic (18) aus. Anschließend zeigte sie sich abseits des Courts, war Gast auf Modeschauen und nahm viele PR-Termine wahr. Ihr Auftritt bei den Asienspielen wird ihre ohnehin schon gewaltige Beliebtheit in Asien voraussichtlich nochmals steigern. (red)