Angaben im Einreiseformular gefälscht? Australische Behörden ermitteln wieder gegen Djokovic 

Novak Djokovic wirft den Ball zum Aufschlag in die Luft.

Der Serbe Novak Djokovic bei seinem Duell mit dem Kroaten Marin Cilic am 3. Dezember 2021 in Madrid.

Das Einreise-Drama um den Tennis-Superstar Novak Djokovic nimmt kein Ende. Jetzt ermitteln die australischen Behörden wegen womöglich gefälschten Angaben bei seiner Einreise nach Down Under.

Novak Djokovic trainiert wieder! Und zwar auf den Anlagen der Australian Open in Melbourne. Ist der Rechtsstreit um den ungeimpften Tennis-Star einen Tag nach seinem juristischen Teilerfolg vom Montag (10. Janaur 2022) nun also zu Ende?

Nein, denn unterdessen prüfen die australischen Behörden laut lokaler Medien, ob die Angaben des neunmaligen Siegers der Australien Open auf dessen Einreiseformularen korrekt gewesen sind.

Hat Novak Djokovic beim Einreiseformular geschummelt?

Djokovic hatte die Frage, ob er in den 14 Tagen vor dem Flug nach Australien bereits in ein anderes Land gereist war, mit einem Nein beantwortet. Dies zeigen die vom Gericht veröffentlichten Dokumente. Laut der Zeitung „The Age“ und „Sky News“ soll der 34-jährige Tennis-Profi allerdings in dem Zeitraum von Belgrad nach Spanien gereist sein und dort zwischenzeitlich einige Tage in Marbella trainiert haben.

Am Montag hatte ein Gericht in Melbourne die Annullierung von Djokovics Visums durch die australischen Grenzschutzbehörden wieder aufgehoben und ihn aus der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige entlassen, in der er sich seit seiner Ankunft befand. Der ungeimpfte Djokovic beruft sich in einer medizinischen Ausnahmegenehmigung auf seinen Status als Genesener nach seiner zweiten Coronainfektion, die am 16. Dezember 2021 festgestellt worden sein soll.

Der Minister für Einwanderung, Alex Hawke (44), hatte nach den Entscheidungen vom Montag angekündigt zu prüfen, ob er Djokovic mit seiner persönlichen Entscheidungsgewalt erneut die Aufenthaltsberechtigung entzieht. Es deutete sich am Dienstag (11. Januar 2022) aber zunächst kein Beschluss darüber an.

Hawke werde die Angelegenheit „gründlich prüfen“, erklärte am Dienstag ein Sprecher des Ministers. Es sei allerdings aus rechtlichen Gründen „unangemessen“, mehr dazu zu sagen. (sid)

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