„Kameltreiber“-Eklat bei Olympia Deutscher Radfahr-Chef wird mit deutlichen Worten nach Hause geschickt

Patrick Moster läuft und ruft Radfahrer Nikias Arndt hinterher.

Patrick Moster, hier beim Olympischen Zeitfahren am 28. Juli hinter Nikias Arndt, hat sich für seine rassistische Entgleisung entschuldigt.

Beim Olympia-Zeitfahren im Radsport hat es im deutschen Team einen Rassismus-Eklat gegeben. Sportdirektor Patrick Moster entschuldigte sich wenig später, muss nun allerdings seine Koffer packen.

Tokio. Radsport-Funktionär Patrick Moster (54) wird nach seiner rassistischen Entgleisung nun doch vorzeitig nach Hause geschickt. Mit einem Tag Verspätung entschied der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 29. Juli 2021, dass der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) von den Olympischen Spielen abreisen müsse.

Olympia: Patrick Moster muss abreisen

„Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass seine öffentliche Entschuldigung für die gestern von ihm getätigte rassistische Äußerung aufrichtig ist. Mit dieser Entgleisung hat Herr Moster jedoch gegen die olympischen Werte verstoßen. Fairplay, Respekt und Toleranz sind für das Team D nicht verhandelbar“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann (60).

Moster hatte während des Zeitfahrens der Männer am Mittwoch den deutschen Fahrer Nikias Arndt (29) mit den Worten „hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm“ angefeuert.

Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier (26) und der Algerier Azzedine Lagab (34) im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen. (sid)

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