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Nächste Dressur-Medaillen Von Bredow-Werndl holt Gold mit Traum-Wertung

Jessica von Bredow-Werndl und ihr Pferd Dalera reiten ihre Lektionen im Finale des Dressur-Einzel-Wettbewerbs der Olympischen Spiele in Tokio.

Jessica von Bredow-Werndl und ihr Pferd Dalera erreichten im Einzel-Finale der Olympischen Spiele in Tokio am 28. Juli eine seltene Top-Bewertung von 91,732%.

Nur einen Tag nach ihrem Teamerfolg zeigten die deutschen Dressur-Reiterinnen auch im Einzel-Finale, dass sie eine Klasse für sich sind. Sowohl Jessica von Bredow-Werndl als auch Isabel Werth wiesen ihre Konkurrenz beeindruckend in die Schranken. Gold konnte allerdings nur an eine Deutsche vergeben werden.

Tokio. Ein weiterer fantastischer Olympia-Tag für die deutschen Dressur-Reiterinnen.

Mit Jessica von Bredow-Werndl (35) und Isabel Werth (52) belegten zwei der gestrigen Team-Olympiasiegerinnen im Einzel-Finale am Mittwoch (28. Juli) die Gold- und Silberränge vor Charlotte Dujardin (36) aus Großbritannien. Dorothee Schneider, die dritte Deutsche Reiterin, ritt auf den 15. Rang.

Jessica von Bredow-Werndl jubelt bei Olympia vorzeitig

Ihr zweites Olympia-Gold durfte Jessica von Bredow-Werndl schon feiern, als der letzte Ritt im Baji Koen Equestrian Park von Tokio noch gar nicht beendet war.

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Die 35 Jahre alte Dressurreiterin aus dem bayerischen Tuntenhausen setzte sich einen Tag nach dem Sieg mit dem Team auch im Kür-Einzel mit ihrer Stute Dalera durch und ließ damit ihre ehemalige Lehrerin Werth hinter sich, die sich mit Silber begnügen musste. „Ich bin voll happy“, kommentierte die Siegerin.

Die Freudentränen liefen schon, bevor die letzten beiden Starterinnen ritten. So überlegen war sie. „Ich hatte manchmal das Gefühl, ein bisschen einen Feuertanz zu reiten, auf des Messers Schneide“, sagte die 35-Jährige. „Aber es ist sich alles ausgegangen.“

Isabell Werth verpasst Olympia-Rekord

Werth verpasste nicht nur den Sieg, sondern auch einen olympischen Rekord. Mit einer weiteren Gold-Medaille wäre die 52-Jährige aus Rheinberg im deutschen Medaillen-Ranking mit der Kanutin Birgit Fischer (59) gleichgezogen, die achtmal Gold und viermal Silber in ihrer Olympia-Bilanz stehen hat und weiter alleine auf Platz eins vor Werth liegt. 

Strahlend war die Siegerin zuvor aus dem Viereck geritten. Sie tätschelte ihr Pferd, bedankte sich bei Dalera für die Leistung. Als zweite Reiterin in der Gruppe der besten sechs Paare setzte sie die Konkurrenz um Werth mit einem famosen Auftritt unter Druck.

„Am Anfang hab ich ein bisschen taktiert“, erklärte die 35-Jährige ihren Auftritt: „Am Ende bin ich Risiko geritten. Es waren keine groben Schnitzer drin, aber viele Highlights.“

Von Bredow-Werndl hatte mit ihrer Stute erneut eine zauberhafte Leistung präsentiert und zeigte zur Musik des Films La-La-Land auch in der dritten Prüfung von Tokio die beste Leistung. Fehlerfrei tanzte das Paar einen Tag nach dem Sieg im Team-Wettbewerb des Olympischen Dressur-Turniers zum nächsten Gold. So dominierend waren die beiden, dass schon während des abschließenden Rittes von Schneider klar war, dass das Gold sicher war. 

Isabell Werth: „Ich fühle mich noch jung“

Für Rekord-Reiterin Werth ist mit den Medaillen in Tokio derweil noch lange nicht Schluss. „Ein paar Tage werden es noch“, sagte Werth am Mittwoch. „Ich fühle mich noch jung. Wie lange der Weg im internationalen und olympischen Sport sein wird, werden wir in Ruhe abwarten und sehen.“

Ihr mache es nach wie vor ungeheuren Spaß, „Pferde in den Sport hinein zu entwickeln, von einem jungen Pferd zu einem Spitzenpferd“. Daheim im Stall in Rheinberg stehen mehrere Pferde, die das Potenzial haben, in drei Jahren bei den Spielen in Paris zu starten. (dpa, bl)

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