Olympia-Boykott China warnt westliche Staaten: „Werden den Preis für ihr Fehlverhalten zahlen“

Eine Figur im Shougang-Park ist mit Schnee bedeckt. Winter-Olympia in China wird für die Organisatoren immer mehr zu Problemspielen.

Eine Figur mit den Olympischen Ringen steht im Shougang-Park in Peking am 7. November 2021.

Jetzt eskaliert der politische Streit um die Olympischen Spiele 2022 in Peking. Nachdem die USA, Kanada, Australien und England einen diplomatischen Boykott beschlossen haben, schießt China zurück.

Nach der Ankündigung eines diplomatischen Boykotts der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking hat China vier westliche Länder vor Konsequenzen gewarnt. Die USA, Australien, Großbritannien und Kanada „werden unweigerlich den Preis für ihr Fehlverhalten zahlen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Wang Wenbin, am Donnerstag (9. Dezember 2021). Er prangerte die „Nutzung der olympischen Plattform für politische Manipulationen“ an.

Die USA hatten am Montag angekündigt, wegen Menschenrechtsverletzungen in China keine Regierungsvertreter zu den Olympischen Spielen im Februar zu entsenden. US-Sportler sollen jedoch an dem Großereignis teilnehmen. Am Mittwoch schlossen sich Kanada, Großbritannien und Australien dem diplomatischen Boykott an.

Olympia-Boykott: Neue Außenministerin Baerbock wartet ab

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Die Ampel-Regierung des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) hält sich in der Frage bislang bedeckt. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Paris, Deutschland werde über einen möglichen diplomatischen Boykott der Winterspiele in Peking gemeinsam mit den europäischen Partnern entscheiden. Zuvor hatte bereits Scholz eine enge Abstimmung „mit den Partnern in Europa und der Welt“ angekündigt.

Berichte über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen unter anderem an der muslimischen Minderheit der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang sorgen seit Langem für diplomatische Spannungen zwischen dem Westen und Peking. (afp)

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