Ein T-Shirt im offiziellen Olympia-Shop hat für Aufregung gesorgt. Auch aus der Politik regt sich Kritik.
Erinnerung an Skandal-SpieleWirbel um T-Shirt im Olympia-Shop
Aufregung um den offiziellen Olympia-Shop: Ein T-Shirt, das bis vor Kurzem online verkauft wurde, erinnert an die Berliner Spiele aus dem Jahr 1936.
Die Veranstaltung, die das Nazi-Regime für seine Propagandazwecke instrumentalisierte, ist bis heute einer der Tiefpunkte der Olympia-Geschichte. Der offizielle „Olympic Shop“ wird von einer britischen Firma im Namen des IOC geführt, bietet das fragwürdige Shirt dort in einer „Heritage Collection“ an.
Olympia-Shirt „problematisch und ungeeignet“
Die Kollektion zum Erbe der Olympischen Spiele soll laut Eigendarstellung die „Kunst und Design“ von früheren Olympia-Ausgaben zelebrieren.
Die dazugehörige Erläuterung besagt, dass jede Austragung der Spiele eine besondere Epoche und einen speziellen Ort in der Historie repräsentiert. Neben dem Motiv für Berlin 1936 wurden auch Designs von anderen Wettkämpfen angeboten, darunter Athen 1896, Rom 1960 oder Sydney 2000. Das berichtet „bild.de“.
Für einen Preis von 39 Euro konnten sich die Anhänger das Shirt aus Baumwolle sichern, verfügbar in den Größen von S bis XXL. Abgebildet war das offizielle Plakat des Künstlers Franz Würbel.
Darauf zu sehen: Ein kräftiger Sportler mit Siegerkranz, im Hintergrund die Quadriga vom Brandenburger Tor sowie die Olympischen Ringe. Als kurze Beschreibung für das Design stand da nur: „Olympisches Erbe der Olympischen Spiele 1936 in Berlin.“
Scharfe Kritik wegen des T-Shirts äußert die Sport-Fachfrau Klara Schedlich (26), die für die Berliner Grünen aktiv ist: „Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Ohne kritische Einordnung finde ich diese Motivwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet.“
Durch die Spiele habe das Nazi-Regime weltweite Anerkennung bekommen und seine Diktatur als normal dargestellt. Das IOC hat am Mittwoch auf die Anschuldigungen geantwortet. Man sehe „selbstverständlich die historische Problematik der ‚NS-Propaganda‘“ in Verbindung mit den Berliner Spielen ein.
Zugleich betont das IOC, man solle nicht außer Acht lassen, dass zu der Zeit 4483 Sportlerinnen und Sportler aus 49 Nationen in 149 Disziplinen um die Medaillen wetteiferten. Die geschichtlichen Zusammenhänge würden im olympischen Museum in Lausanne erläutert. Die Auflage der hergestellten Shirts sei begrenzt gewesen, „weshalb sie derzeit ausverkauft sind“. (red)
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