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Neue Hintergründe Wieso flossen Sturm-Millionen in die Schweiz?

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Box-Idol Felix Sturm muss sich wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung verantworten.

Köln – Muss Box-Idol Felix Sturm (40) weiter in Haft bleiben oder kommt er bald auf Kaution frei? Das ist Gegenstand eines Haftprüfungstermins am Mittwoch um 11 Uhr vor dem Kölner Landgericht.

Dort dürfte Sturms Verteidiger Gottfried Reims versuchen, etwas gegen die Vorwürfe der Steuerhinterziehung vorzubringen, um eine Haftentlassung zu erreichen.

Hier alles zum Steuer-Verfahren gegen Box-Idol Felix Sturm lesen.

Denn klar ist: In den Ermittlungen gegen den fünfmaligen Weltmeister geht es um Millionen. Bei unseren Recherchen kommen immer mehr Hintergründe eines verzwickten Firmengeflechtes ans Licht.

Drei-Säulen-Modell brachte Millionen

In einem vom Vermarkter UFA Sports (damals Bertelsmann-Tochter) vermittelten und am 22. Juli 2010 verkündeten Vertrag der Sturm Box-Promotion GmbH mit TV-Sender Sat.1 wurden Einnahmen aus drei Säulen vereinbart: Tickets, TV-Gelder und Sponsoring.

Hier lesen: Boxer Felix Sturm auf der Fibo-Messe verhaftet.

„Unser Vertragspartner war die Sturm Box-Promotion GmbH“, bestätigt Sat.1-Sprecher Michael Ulich auf unsere Anfrage. Zu Vertragsinhalten wollte er keine Stellung nehmen.

Doch in unwidersprochenen Presseartikeln wurde kommuniziert, dass pro Kampf (Sturms letzter war im Februar 2016) Einnahmen zwischen 1,8 und zwei Millionen Euro generiert wurden.

Hier lesen: Felix Sturms Doping-Prozess geplatzt.

Geld floss an Schweizer Finanzberatung

Doch offenbar wurde nicht alles von der Sturm Box-Promotion GmbH versteuert, an der damals auch Sturms Manager Roland Bebak beteiligt war. Denn ein Teil der Einnahmen floss nach unseren Informationen an die Unternehmens- und Finanzberatung Hans Peter Moser in Neuhausen in der Schweiz.

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Box-Weltmeister Felix Sturm (r.) mit Manager Roland Bebak vor dem Neven-DuMont-Haus in Köln

Für welche Dienste ihr im Firmengeflecht der Vertragspartner wieviel Geld zugeflossen ist, dürfte auch Gegenstand der Ermittlungen sein.

Interessant in dem Zusammenhang: Über die Firma Hans Peter Moser wurde am 4. September 2018 ein Konkursverfahren eröffnet. Ihre Firmentelefonnummer ist nicht mehr beschaltet.

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Felix Sturm stand seit Oktober 2016 nicht mehr im Ring.

Bertelsmann-Tochter involviert

Auch beim damaligen Vertragspartner UFA Sports (früher eine Bertelsmann-Tochter) laufen die Nachforschungen noch ins Leere. Der damals für den Sturm-Deal mitverantwortliche Managing Director Philip Cordes ist nicht mehr beim Nachfolgeunternehmen U! Sports tätig.

Es dürfte interessant werden, was die Staatsanwaltschaft in den Steuerermittlungen gegen Felix Sturm zu Tage fördert.

Hier lesen: Felix Sturm und Manuel Charr kontern „Altherren“-Kritik.

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