Macau – Der gefährliche Stadtkurs in Macau hat ein weiteres Opfer gefordert: Binnen 24 Stunden ist es zu einem zweiten tödlichen Renn-Unfall gekommen!
Im Qualifying zum 46. Macau Grand Prix verunglückte am Freitag um 13.11 Uhr Ortszeit der chinesische Tourenwagen-Fahrer Phillip Yau.
Das Unglück ereignete sich in der Mandarin Kurve, als der 40-Jährige die Kontrolle über seinen Chevrolet Cruze verlor und mit über 200 km/h gegen eine Begrenzungsmauer prallte.
Yau musste aus dem Autowrack herausgeschnitten werden und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Wie tags zuvor bei Carreira blieben alle Wiederbelebungsversuche erfolglos, rund 40 Minuten später erlag Yau seinen Verletzungen.
Bereits am Donnerstag war der portugiesische Motorrad-Pilot Luis Carreira ums Leben gekommen.
Auf dem 6,115 Kilometer langen Stadtkurs war 2005 der französische Motorrad-Pilot Bruno Bonhuil ums Leben gekommen. In Macau kommt es wegen fehlender Auslaufzonen, der geringen Streckenbreite und teilweise nicht einsehbaren Kurven immer wieder zu Unfällen.
„Es gibt keine Diskussion über die Strecke, sie existiert schon seit 60 Jahren“, sagte Joao Manuel Costa Antunes, Koordinator des GP-Komitees. Den Grand Prix gibt es seit 1954, die Motorräder sind seit 1967 dabei.
Macau, bis 1999 portugiesische Kolonie, ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone Chinas.

