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Eine endete sogar im Wrestling-Ring Die zehn größten Rivalitäten der NBA

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Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) setzt sich in den NBA Finals 2011 gegen Chris Bosh (Miami Heat) durch.

Köln – Sie prägen die Liga über Jahre und sollen ihre Franchises zu Titeln führen – die Superstars der NBA sind unverzichtbar.

Das Problem: Alle Superstars wollen das Gleiche – Erfolg! Doch nur die wenigsten können ihn haben. Daraus entstehen Rivalitäten unter Spielern, die teilweise über den Basketball hinausgehen.

Wir zeigen Ihnen die zehn heißesten Duelle der NBA-Geschichte.

10. Platz: Patrick Ewing vs. Hakeem Olajuwon

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2008 wurden Patrick Ewing (r.) und Hakeem Olajuwon gemeinsam in die Hall of Fame aufgenommen.

Die Rivalität der beiden No.-1-Picks begann bereits am College, wo Georgetown (Ewing) und Houston (Olajuwon) im NCAA-Championship-Game 1984 aufeinandertrafen. Ewings Hoyas gewannen, später dominierten die beiden Ausnahme-Center auch in der NBA die Bretter.

Das legendärste Aufeinandertreffen waren die Finals von 1994, als Ewing und die Knicks gegen die Rockets bereits mit 3:2 führten, ehe Olajuwon die Spiele sechs (30 Punkte, zehn Rebounds) und sieben (25 Punkte, zehn Rebounds, sieben Assists) dominierte und Finals-MVP wurde.

Doch Ewing gegen Olajuwon, das war mehr als Titel. Jahrelang ging es darum, wer der beste Center der NBA ist.

9. Platz: Tim Duncan vs. Kevin Garnett

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Insgesamt 17 Mal waren Kevin Garnett und Tim Duncan (l.) Teil des NBA-All-Defensive-First-Teams.

Die beiden „Bigs“ („Fundamental“ vs. „Ticket“) boten charakterlich ein Pulverfass, das regelmäßig explodierte. Zwei Wettkämpfer, die niemals aufgaben, jedoch von ihrer Persönlichkeit völlig unterschiedlich waren.

Hier der emotionale, laute, provokante Garnett, dort der ruhige, in sich gekehrte Duncan – das konnte nicht gutgehen.

Gerade Garnett, den viele NBA-Profis als ihren schlimmsten Gegenspieler bezeichnen, den sie jemals hatten, goss mit seinem „dreckigen“ Spiel oft Öl ins Feuer.

So sehr, dass Tim Duncan in einem Interview sagte, dass er Garnett tatsächlich hasse. Eine starke Aussage für einen Mann, der sonst kein Wort zu viel von sich gibt.

Dass beide in direkten Duellen zeigen wollten, wer der Bessere ist, zeigen die Zahlen. Duncans 19,9 Punkten pro Spiel und 12,2 Rebounds stellt Garnett 20,9 Punkte pro Spiel und 10,9 Rebounds entgegen.

Aber: In Sachen Titel hat Duncan mit 5:1 deutlich die Nase vorne.

8. Platz: Isiah Thomas vs. Magic Johnson

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Isiah Thomas (r.) und Magic Johnson wurde beide ns Team der besten NBA-Spieler aller Zeiten gewählt.

Im heutigen Sprachgebrauch wäre das Verhältnis der beiden wohl so eine Art „On-off-Rivalität“. Die beiden Superstars liebten und hassten sich – immer abwechselnd.

Unvergessen die Szenen vor den NBA-Finals von 1988 und 1989, als sich die beiden Guards auf dem Court küssten, bevor es zur Sache ging.

Doch der sportliche Wettkampf war auch eine Belastung für die Freundschaft. Thomas und Johnson waren so ehrgeizig, dass sie eher eine Freundschaft opferten als einen NBA-Titel.

Erst beim All-Star-Game 1992 setzte sich Isiah Thomas dafür ein, dass Magic trotz seiner HIV-Erkrankung und der Vorurteile anderer Spieler mitmachen durfte. Doch das ist nicht alles.

Als Co-Autor des Buchs „When the Game Was Ours“ behauptet Magic, Thomas habe nach seiner HIV-Erkrankung Gerüchte in Umlauf gebracht, Johnson sei homo- oder bisexuell. Deswegen habe er mit Jordan dafür gesorgt, dass Thomas nicht ins Dream Team kam.

Thomas wiederum war außer sich, dass sein angeblicher Freund solche Dinge von ihm denken könne.

7. Platz: Kareem Abdul-Jabbar vs. Elvin Hayes

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Elvin Hayes (r.) und Kareem Abdul-Jabbar waren jeweils Top-Picks der NBA-Drafts.

Der 20. Januar 1968 war ein wichtiger Tag für den US-College-Basketball. Zum ersten Mal wurde ein Spiel der Regular Season live im TV übertragen: Die Houston Cougars nahmen es mit den UCLA Bruins auf.

Zu der Zeit war UCLA seit über zwei Jahren ungeschlagen, 47 Siege in Folge standen zu Buche. Go-to-Guy der „Unbesiegbaren“ war Lew Alcindor, auf der Gegenseite stand mit Elvin Hayes ein nicht minder talentierter Forward.

Vor den Augen der Nation lieferten sich Alcindor (später Kareem Abdul-Jabbar) und Hayes ein packendes Duell. In den Schlusssekunden entschied Hayes die Partie mit zwei getroffenen Freiwürfen. Es sollte der Startschuss sein für eine Rivalität, die fortan in der NBA zu verfolgen war.

Abdul-Jabbar wurde zum besten NBA-Scorer aller Zeiten, Hayes steht in dieser Liste auf Platz zehn. Und: Wäre „KAJ“ (6x Champion) nicht gewesen, hätte Hayes sicher mehr als nur einen NBA-Titel (1978) gesammelt.

6. Platz: Reggie Miller vs. John Starks

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Karriere-Höhepunkt: Als John Starks (r.) 1994 All-Star wurde, trat Reggie Miller dem 50-40-90-Club bei.

Eine regelrechte Feindschaft, die zunächst nicht persönlich war, aber aus der Rivalität zwischen den Indiana Pacers und den New York Knicks erwuchs.

Für Miller war Starks der personifizierte Knickerbocker, der auf dem Court nicht davor zurückschreckte, ihm wehzutun. Entsprechend emotional und körperlich hart waren die Duelle, die sich Miller und Starks lieferten.

Sportlich hatte Miller oft die besseren Argumente, machte gegen Verteidiger Starks unter anderem seine legendären acht Punkte in neun Sekunden.

Starks spielte gerne seine Psychospielchen, verweigerte Handschläge, verteilte auch mal versteckte Kopfnüsse. Wenn sich Miller mal wieder mit Spike Lee zoffte, wirkte Starks wie der verlängerte Arm des Regisseurs auf dem Court, der sich an Miller rächen sollte.

Ohne Frage eines der emotionalsten Duelle aller Zeiten!

5. Platz: Kobe Bryant vs. Shaquille O’Neal

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2000 bis 2002 schafften Shaquille O'Neal (l.) und Kobe Bryant zusammen den Three-Peat mit den Los Angeles Lakers.

Eine der bekanntesten Rivalitäten der Neuzeit. Und umso erstaunlicher, da es die einzige in der Liste ist, bei der die beiden Kontrahenten in einem Team spielten.

Legendär die Interviews von Kobe und Shaq, in denen sie sich gegenseitig regelmäßig als egoistisch bezeichneten und die Spiel­weise des anderen kritisierten – trotzdem wurden sie dreimal (2000-2002) unter Coach Phil Jackson gemeinsam Meister.

Als Kobe später seine Rolle als Shaqs Helfer nicht mehr akzeptierte, wechselte der „Diesel“ zu den Miami Heat und wurde 2006 noch einmal Meister.

Als Kobe die Finals von 2008 gegen die Boston Celtics verlor, widmete ihm Shaq einen eigenen Rap-Song, um ihn zu verhöhnen.

Seit den Titeln 2009 und 2010 jedoch hat Kobe mehr Ringe als sein ehemaliger Mitspieler und scheut sich nicht davor, das auch regelmäßig öffentlich kundzutun.

4. Platz: Karl Malone vs. Dennis Rodman

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Erfolgsfaktor: Dennis Rodmans (l.) Verteidigung gegen Karl Malone war wichtig für die Titel der Chicago Bulls 1997 und 1998.

Kurze Frage: Welche NBA-Rivalitäten fallen Ihnen ein, die im Wrestling-Ring endeten? Und auch wenn es nur Show war:

Karl Malone und Dennis Rodman, zwei der besten Power Forwards ihrer Zeit, waren sich so spinnefeind, dass sogar die WCW, die damals noch existente milliardenschwere Wrestling-Liga der USA, davon profitieren konnte.

Gemeinsam mit Hulk Hogan und Diamond Dallas Page standen beide beim „Bash at the Beach“ 1998 im Ring.

Auf dem Basketball-Court faszinierte das Duell der beiden in den NBA-Finals von 1997 und 1998.

Die Ellbogen waren im Dauereinsatz, wenn Rodman und Malone um einen Rebound kämpften. Mithilfe von ein paar Clutch-Shots von Jordan war es letztlich Rodman, der in beiden Fällen die Oberhand behielt und die Titel gewann, die Malone auf ewig verwehrt blieben.

3. Platz: Bill Russell vs. Wilt Chamberlain

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Viermal trafen Wilt Chamberlain (l.) und Bill Russell in einem Spiel sieben aufeinander. Russell gewann jedes Mal.

Die direkten Duelle der beiden NBA-Legenden waren das „Star Wars“ der 50er- und 60er-Jahre, das musste man sehen!

Noch nie hatte der Basketball zwei so dominante Spieler gesehen, die dann auch noch auf der gleichen Position spielten.

Dabei waren die Rollen eigentlich klar verteilt. In Sachen Talent konnte Russell seinem Gegenüber nie das Wasser reichen, Chamberlain war größer, stärker und schneller.

Dennoch entschied Russell von den unglaublichen 142 Duellen 82 für sich. Und die Statistik ist bezeichnend für das Duell der beiden Big Men.

Denn was Russell an individuellen Fähigkeiten fehlte, machte er mit Teamerfolg wieder wett. 100 Punkte in einem Spiel waren für ihn völlig außer Reichweite, dafür durfte sich Chamberlain „nur“ zweifacher NBA-Champion nennen. Russell hält mit elf Ringen noch immer den Rekord.

2. Platz: Michael Jordan vs. Isiah Thomas

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Dort, wo Michael Jordan (l.) zum besten Spieler aller Zeiten wurde, liegt Isiah Thomas' Heimat: Chicago.

Michael Jordan und Isiah Thomas haben sich gehasst. Ein paar Beispiele: Als „MJ“ in seinem ersten Karrierejahr bereits ins All-Star-Game gewählt wurde, verbot Thomas den Ost-Spielern, Jordan den Ball zuzupassen.

Der Grund: Der Detroit Pistons-Guard soll neidisch auf den schnellen Ruhm des Emporkömmlings gewesen sein. Dafür war es Jordan, der Thomas die Berufung ins Dream Team verbaute, indem er androhte, nicht zu spielen, sollte Isiah im Team stehen.

„His Airness“ soll befürchtet haben, Thomas könnte die Stimmung im Dream Team vermiesen.

Für Jordan war Isiah Thomas der Drahtzieher der Pistons, die Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre mit teilweise übertriebener Härte gegen den „GOAT“ vorgingen und damit oftmals auch Erfolg hatten.

Es war die größte Genugtuung seiner Karriere, dass er mit den Chicago Bulls die Vorherrschaft der Pistons beendete.

1. Platz: Magic Johnson vs. Larry Bird

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Sowohl Larry Bird (l.) als auch Magic Johnson waren je zwölf Mal All-Star in der NBA.

Das perfekte Beispiel dafür, dass eine Rivalität keinen Hass in sich tragen muss, sondern auch unter echten Freunden bestehen kann.

Magic und Bird respektierten sich, freundeten sich über die Jahre immer mehr an, aber kämpften regelmäßig um Punkte, Titel und MVP-Auszeichnungen.

Ihr erstes großes Duell hatten die beiden Superstars am College, als Bird Indiana State im NCAA-National-Championship-Game zum überraschenden 75:64-Sieg über Johnson und die Michigan State Spartans führte.

In der NBA dominierten beide Spieler die 80er-Jahre. Bird und die Boston Celtics gewannen dreimal den Titel, Magic und die Los Angeles Lakers fünfmal.

1984 gewannen die Celtics das direkte Duell in den Finals, 1985 und 1987 die Lakers. 1992 holten die beiden Legenden gemeinsam olympisches Gold mit dem Dream Team.

Eine Rivalität, die auf dem Court ihresgleichen sucht, aber dennoch eine tiefe Freundschaft zuließ: absolut vorbildlich!

Dieser Inhalt wurde uns von „Köln Sport“ zur Verfügung gestellt und erschien hier zuerst.

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