„Es ist widerlich“ Red Bull reagiert auf Mercedes-Protest und droht mit Formel-1-Ausstieg

Max Verstappen, Helmut Marko und Christian Horner freuen sich nach dem Rennen in der Boxengasse.

Weltmeister Max Verstappen, Helmut Marko und Christian Horner (von links) feiern gemeinsam nach dem Rennen am 12. Dezember 2021.

Max Verstappen ist nach einem verrückten Formel-1-Finale neuer Weltmeister! Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat nach dem Rennen gegen den Protest von Konkurrent Mercedes gewettert.

Hollywood-Autoren hätten dieses Finale in der Formel 1 nicht besser schreiben können! Erst in der letzten Runde überholte Max Verstappen (24) am Sonntag (12. Dezember 2021) seinen großen WM-Rivalen Lewis Hamilton (36) und ist dadurch neuer Weltmeister.

Zuvor gab es in diesem irren letzten Rennen aber Verwirrung um das Safety Car und die überrundeten Autos – Mercedes entschloss sich nach dem Rennen Protest gegen die Wertung und eine Aktion von Max Verstappen einzulegen.

Helmut Marko über Mercedes-Protest: „Es ist widerlich“

Beides wurde noch am späten Sonntagabend von der FIA (Weltverband des Motorsports) abgelehnt! Bis Mittwoch kann Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (49) aber noch Einspruch einlegen.

Eine Reaktion auf den Protest der Silberpfeile vonseiten Red Bull gab es aber trotzdem schon. „Wir haben mit einem jungen Kerl und einem jungen, motivierten Team diese siebenjährige Dominanz gebrochen. Es ist widerlich, was Mercedes nach dem Rennen gemacht hat, einen Protest einzulegen, bei dem klar war, dass er nicht funktionieren wird“, sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko (78).

Helmut Marko droht indirekt mit Formel-1-Ausstieg

Weiter führt er aus: „Es ist eines WM-Finals unwürdig, dass die Entscheidung so hinausgezögert wird. Das spricht aber für die Gesinnung eines, ich würde sagen, unwürdigen Verlierers.“

Der 78-Jährige drohte indirekt sogar mit einem Formel-1-Ausstieg, sollte sich beispielsweise im Regelwerk und einigen Entscheidungsprozessen nichts ändern: „Wir werden unser Engagement in der Formel 1 überdenken, wenn das nicht entsprechende Auswirkungen für die zukünftigen Meisterschaften hat.“

Marko führte weiter aus: „Das ganze System gehört überdacht. Es gehört Konstanz hinein, es können Entscheidungen nicht einmal so ausgelegt werden und einmal so ausgelegt werden. Die Regeln müssen vereinfacht werden. Die Prämisse muss sein: Let’s race!“

Laut Marko sollten die Regeln so geändert werden, dass die Rennleitung schnellere und bessere Entscheidungen treffen kann: „Diese Entscheidungen können nicht derartig variieren.“

Christian Horner: „Es fühlte sich schon etwas verzweifelt an“

Red-Bull-Teamchef Christian Horner zeigte sich über die Abläufe nach dem Rennen ebenfalls „sehr enttäuscht“ und sagte über den Mercedes-Protest: „Es fühlte sich schon etwas verzweifelt an. Aber wir wollten nicht, dass es vor den Stewards entschieden wird.“

Ein Lob hatte Horner am Ende aber doch noch für den Rivalen-Rennstall übrig, mit dem Red Bull bis in die letzte Runde um die Fahrerweltmeisterschaft gekämpft hatte. „Sie waren das gesamte Jahr über ein toller Konkurrent. Und Lewis war ein phänomenaler Fahrer. Es gab Momente, es war intensiv, es war hart“, sagte Horner weiter.

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