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Verstappen protzt in Gold-Stiefeln Sticheleien gegen Mercedes – und ein fieser Konter

Mit standesgemäßen goldenen Schuhen hat Max Verstappen die ersten Runden nach seinem WM-Titel in der Formel 1 gedreht. Bei Mercedes wiegt die Enttäuschung über den verpassten Titel derweil weiter schwer.

Nur zwei Tage nach seinem epischen Letzte-Runde-Titel stieg der neue Formel-1-Weltmeister Max Verstappen (24) am Dienstag (14. Dezember 2021) schon wieder in seinen Red-Bull-Honda.

Zum Test der neuen 18-Zoll-Reifen von Pirelli für die Saison 2022 schlüpfte der „fliegende Holländer“ in von Puma extra angefertigte goldene Rennstiefel. In denen glänzte Verstappen in Abwesenheit des entthronten Champions Lewis Hamilton (36), der von Mercedes vom Reifentest verschont wurde.

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Gold vor Silber – noch so ein Nadelstich in die Wunden des erstmals seit 2013 nicht den Fahrer-Weltmeister stellenden Mercedes-Teams. In die streute auch Red-Bull-Sportchef Dr. Helmut Marko (78) noch einmal kräftig Salz.

Max Verstappen bindet sich seine goldenen Puma-Schuhe.

Die goldenen Schuhe von Max Verstappen beim Reifentest der Formel 1 am 14. Dezember 2021 in Abu Dhabi.

„Das spricht aber für die Gesinnung eines, ich würde sagen, unwürdigen Verlierers, wenn man solche Einsprüche und Proteste einlegt“, sagte der Österreicher über die von Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49) eingereichten Proteste gegen die Entscheidungen von FIA-Rennleiter Michael Masi (42), die zum glücklichen Titelgewinn Verstappens führten.

Dr. Marko weiter: „Wir waren wirklich enttäuscht, dass sie mit einem Anwalt, einem der bestbezahlten Anwälte Englands, zum letzten Rennen erschienen sind. Wir nehmen die bestbezahlten Ingenieure mit zum Rennen, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen.“ Für ihn hat Mercedes mit der zweimaligen Entscheidung gegen einen Hamilton-Reifenwechsel den Titel selbst vermasselt: „Sie hätten auch an die Box kommen können. Sie haben es aber nicht getan. Das war ihr Fehler.“

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Bei diesen Worten wird sein Erzfeind Wolff erneut „heulen“. Der hat noch nicht kommuniziert, ob er gegen die Abweisung seiner Proteste durch die Rennkommissare Berufung einlegt. Dafür hat er Zeit bis Donnerstag. Geht er diesen Schritt, kommt der Fall vors Berufungsgericht (Court of Appeal), dort entscheiden drei unabhängige Richter über den Fall.

Doch schon jetzt ist klar: Mit einer Berufung würde Mercedes erst recht als schlechter Verlierer dastehen. Das will sich in Abu Dhabi anwesende Daimler-Boss Ola Källenius (52) sicherlich nicht nachsagen lassen.
Das wird sicher auch Hamilton nicht wollen, der Max Verstappen trotz seiner traumatischen Niederlage fair gratulierte. Wie britischer Humor mutet in diesem Zusammenhang an, dass der entthronte Champion am Mittwoch (15. Dezember) im Schloss Windsor zum Ritter geschlagen wird.

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Diese Würde verlieh ihm Queen Elizabeth (95) zwar schon nach seinem siebten Titel im Vorjahr, doch die Zeremonie wurde wegen der Pandemie verschoben. Hamilton ist der vierte britische Formel-1-Ritter nach Sir Jack Brabham (†88), Sir Stirling Moss (†90) und Sir Jackie Stewart (82).

Verstappen hat am zweiten Testtag frei und am Donnerstag seinen großen Tag: Bei der FIA-Gala in Paris wird er seinen WM-Pokal in Empfang nehmen. Doch vorher bringt sich noch sein neuer Herausforderer in Stellung: George Russell (23), der als neuer Hamilton-Kollege Valtteri Bottas (32) ablöst.

„Das ist inakzeptabel“, twitterte der Brite über die Umstände zu Verstappens Titelgewinn: „Max ist ein absolut fantastischer Fahrer, der eine unglaubliche Saison hinter sich hat, und ich habe großen Respekt vor ihm, aber was gerade passiert ist, ist absolut inakzeptabel.“

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