Formel 1 bricht mit Tradition Rechteinhaber werfen Grand Prix von Monaco über den Haufen

Ein Formel-1-Rennauto fährt durch Monaco. Im Hintergrund sind Yachten und Häuser zu sehen.

Die Strecke in Monaco verläuft mitten durch die Stadt und am Hafen entlang. Das Bild ist vom Grand Prix am 23. Mai 2021.

Dem Formel-1-Grand-Prix von Monaco steht eine Revolution bevor: Der Rechteinhaber möchte eine langjährige Tradition über den Haufen werfen und kommt damit wohl durch.

Monte Carlo. Die Fans der Formel 1 müssen sich künftig wohl auf Änderungen beim Grand Prix von Monaco einstellen: Rechteinhaber „Liberty Media“ plant offensichtlich, eine seit 100 Jahren praktizierte Tradition im Fürstenstaat zu brechen. Revolution von oben quasi.

Der heilige Donnerstag soll ersetzt werden

Wie die Plattform „RaceFans“ berichtet, möchte Liberty Media den traditionellen Trainings-Donnerstag in Monaco abschaffen. Stattdessen soll am Freitag trainiert werden - so wie bei allen anderen Rennen auch. Die Verantwortlichen von Liberty Media sollen den Automobile Club de Monaco bereits von ihrer Idee überzeugt haben.

Das erste Rennen im Fürstenstaat fand 1929 statt, 1950 wurde die kurvenreiche Strecke, die sich durch die Stadt zieht, das erste Mal für ein Rennen der Formel 1 genutzt. Anwohner können das Rennen von ihren Balkonen oder aus den Fenstern verfolgen. Einige beobachten das Geschehen sogar von ihren prunkvollen Yachten.

Warum in Monaco schon donnerstags trainiert wird

Warum in Monaco bereits am Donnerstag die Motoren angeworfen werden, hatte zunächst ganz pragmatische Gründe: In den ersten Jahren fand das Rennen immer am Wochenende von Christi Himmelfahrt statt. Donnerstags hatten die Arbeitnehmer entsprechend frei, mussten nicht durch die Stadt zur Arbeit fahren und hatten somit auch Zeit, sich das Trainings-Spektakel live anzusehen. Folglich war Donnerstag der perfekte Tag, um den Stadtverkehr für mehrere Stunden lahmzulegen, ohne den Berufsverkehr zu behindern.

Danach wurde es zur Tradition, das erste Training am Donnerstag durchzuführen, egal ob der jeweilige Tag ein Feiertag war oder nicht. Nun steht die fast 100-jährige Tradition allerdings auf der Kippe.

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