Plötzlich Ritter Große Ehre: Formel-1-Legende Lewis Hamilton auf Schloss Windsor geadelt

Lewis Hamilton is made a Knight Bachelor by Britain's Prince Charles at Windsor Castle, in Windsor, England, Wednesday, Dec. 15, 2021. (Dominic Lipinski/PA via AP)

Prinz Charles schlägt Lewis Hamilton am Mittwoch (15. Dezember 2021) auf Schloss Windsor zum Ritter.

Dem Formel-1-Piloten Lewis Hamilton ist am Mittwochmittag eine große Ehre zuteilgeworden: Der Brite wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in einen ganz besonderen Kreis von Menschen aufgenommen.

Formel-1-Pilot Lewis Hamilton (36) hat am Sonntag (12. Dezember 2021) das WM-Finale gegen seinen Konkurrenten Max Verstappen (24) auf denkbar dramatischste Weise verloren. Nun – nur drei Tage später – darf sich der Brite aber schon wieder freuen: Auf Schloss Windsor wurde Hamilton zum Ritter geschlagen!

„Erheben Sie sich, Sir Lewis“, sagte Prinz Charles (73), der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. (95), zum Schluss der Zeremonie am Mittwochmittag (15. Dezember 2021). Und dann stand er da: Sir Lewis Hamilton, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, gerade vom britischen Thronfolger in einem prunkvollen Saal auf Schloss Windsor zum Ritter geschlagen. Hamilton strahlte. Und im Hintergrund schaute seine Mutter Carmen stolz zu, wie ihr Sohn in den Adelsstand erhoben wurde.

Lewis Hamilton erst der vierte Ritter-Rennfahrer

Sieben Weltmeisterschaften hat Hamilton in der Formel 1 schon gewonnen, eine achte wäre fast dazugekommen – doch dieser Titel bleibt wirklich für die Ewigkeit. Nun schlug Prinz Charles den Motorsportler zum Ritter.

Lewis Hamilton trägt die Medaille, die ihm verliehen wurde.

Gestatten: Sir Lewis Hamilton. Das Foto stammt vom 15. Dezember 2021, dem Tag seines Ritterschlags.

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Nach Jackie Stewart (82), Stirling Moss (†90) und Jack Brabham (†88) ist Hamilton erst der vierte Rennfahrer, dem diese Ehre zuteilwird. Der Mercedes-Pilot plauderte bei der festlichen Zeremonie kurz mit dem Prince of Wales – und posierte hinterher stolz mit seinem Orden.

Bereits nachdem Hamilton im Vorjahr seinen siebten WM-Titel gewonnen und dadurch mit Rekordweltmeister Michael Schumacher (52) gleichgezogen hatte, gab der Buckingham-Palast im Dezember 2020 bekannt, dass der 36-Jährige in den Ritterstand erhoben wird. Die Zeremonie musste dann wegen der Corona-Pandemie aber verschoben werden.

Lewis Hamilton: „Ich würde jeden zwingen, mich Sir zu nennen“

Hamilton wurde schon 2009 nach seinem ersten WM-Sieg (2008) von der Queen zum Mitglied des „Order of the British Empire“ ernannt – gewissermaßen eine Vorstufe zum Ritter. Nach dem Gewinn des vierten Titels hatte Hamilton dann gescherzt: „Wenn ich Ritter wäre, würde ich jeden zwingen, mich Sir zu nennen. Zu meinen Freunden würde ich sagen: ‚Entschuldige bitte, es heißt Sir Lewis.‘“

Hamilton sprach hinterher nicht mit der Presse. Und auch sein Rennstall hüllt sich weiter in Schweigen. Denn: Mercedes hat noch nicht entschieden, ob man auch formal gegen den abgewiesenen Protest vom Saisonfinale in Abu Dhabi in Berufung geht. Die Frist dafür läuft am späten Donnerstagabend ab. Noch könnte Hamilton also theoretisch ein achter WM-Titel am Grünen Tisch zugesprochen werden.

Sollte sich Mercedes dazu entscheiden, auch offiziell in Berufung zu gehen, wird der Fall vor dem Berufungsgericht des Weltverbandes FIA in Paris verhandelt. Die Entscheidung über den Weltmeister von 2021 würde dann erst 2022 fallen. Und: Selbst nach einem Urteilsspruch durch das Berufungsgericht muss der Fall zudem nicht abgeschlossen sein: Mercedes als auch Red Bull stünde dann noch der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne offen. (sid)

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