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Hammer in der Formel 1 Porsche steigt nicht bei Red Bull ein – Deal geplatzt

Ein Logo des Fahrzeugbauers Porsche ist an einer mit Wüstenstaub bedeckten Motohaube eines Sportwagens angebracht.

Ein Porsche-Logo an einer mit Wüstenstaub bedeckten Motorhaube, aufgenommen am 18. März 2022.

Die Verhandlungen über einen Formel-1-Deal zwischen Porsche und Red Bull sind gescheitert. Doch was bedeutet das für die Zukunft?

Im Kampf um Macht und Millionen ist der Einstieg von Porsche beim Formel-1-Rennstall Red Bull von Weltmeister Max Verstappen doch noch geplatzt. Die zähen Verhandlungen scheiterten am Ende an den entscheidenden Details, ein Einstieg von Porsche in die Königsklasse ab dem Jahr 2026 ist aber weiterhin möglich.

„Beide Unternehmen sind gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Gespräche nicht weiter geführt werden“, teilte Porsche zu dem gescheiterten Red-Bull-Deal in einem Statement mit: „Prämisse war immer eine Partnerschaft auf Augenhöhe, die neben einer Motoren-Partnerschaft auch das Team umfasst. Dies konnte nicht realisiert werden.“

Porsche will mitreden – Red Bull die Macht behalten

Porsche hätte in der Traumehe mit Red Bull mitreden und nicht nur einfach die Motoren liefern wollen. Es ging um die Übernahme von 50 Prozent des Rennstalls für angeblich stattliche 500 Millionen Euro.

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Doch Teamchef Christian Horner war am Ende offenbar nicht bereit, Macht abzugeben und strategische Entscheidungen mit einem gleichberechtigten Partner abstimmen zu müssen.

„Red Bull war immer ein unabhängiges Team, das war eine unserer Stärken“, hatte Horner zuletzt am Rande des Großen Preises der Niederlande gesagt: „Unsere Fähigkeit zu schnellen Entscheidungen gehört zu unserer DNA. Wir sind keine unternehmensgeführte Organisation, und das bleibt eine absolute Voraussetzung für die Zukunft.“ Potenzielle Partner müssten „entscheiden, ob sie mitmachen wollen“, allerdings zu den Bedingungen des Red-Bull-Teams.

Der Einstieg in die Königsklasse ist für Porsche damit aber noch nicht vom Tisch. „Mit den beschlossenen Reglementänderungen bleibt die Rennserie für Porsche jedoch ein attraktives Umfeld, das weiterhin beobachtet wird“, hieß es. Gerade auch vor dem Hintergrund des bevorstehenden Börsengangs von Porsche scheint der Milliarden-Zirkus Formel 1, der boomt wie nie, ziemlich verlockend zu sein.

Porsches VW-Konzernschwester Audi hatte zuletzt bereits den Einstieg ab 2026 verkündet, wenn in der Formel 1 ein neues Motoren-Reglement mit höherem Elektroanteil und nachhaltigen Kraftstoffen greift. Zunächst bestätigte Audi das Engagement als Motorenhersteller, bis Jahresende soll aber auch klar sein, mit welchem Team die Ingolstädter an den Start gehen. Erwartet wird ein Einstieg beim Sauber-Rennstall.

Dass der Deal zwischen Porsche und Red Bull nicht zustande kommt, ist auch ein Rückschlag für die Formel 1. Ferrari, Mercedes und Porsche in einer Rennserie? Mehr geht eigentlich nicht. Doch Geschäftsführer Stefano Domenicali spielt den Gelassenen. „Es gibt auch andere Hersteller, die am Tisch der Ingenieure sitzen und es vorziehen, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagte der Italiener in Monza: „Wir für unseren Teil haben keine Angst.“ (sid)

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