Formel-1-Einstieg 2026 Startet Audi mit deutschen Fahrern? „Wäre natürlich attraktiv, aber...“

Formel-1-CEO Stefano Domenicali, FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem, Audi-Vorstandschef Markus Duesmann und Audi-CTO Oliver Hoffmann stehen hinter einem Model des Formel-1-Autos von Audi.

Von links an: Formel-1-CEO Stefano Domenicali, FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem, Audi-Vorstandschef Markus Duesmann und Audi-CTO Oliver Hoffmann bei einer Pressekonferenz zum Audi-Einstieg in die Formel 1 am 26. August 2022.

Mit Audis Formel-1-Einstieg 2026 hoffen viele Motorsport-Fans auf eine erneute glorreiche Ära der deutschen Fahrer. Der Rennstall erklärte nun seine Pläne für die kommenden Jahre in der Königsklasse.

In der Formel 1 steht mit Nico Hülkenberg (35) nur noch ein deutscher Fahrer 2023 auf dem Startfeld. Dabei hat gerade der deutsche Motorsport mit Michael Schuhmacher (53), Sebastian Vettel (34) oder auch Nico Rosberg (37) glorreiche Fahrer hervorgebracht, die insgesamt zwölf Weltmeistertitel sammelten.

Durch den Einstieg des deutschen Automobilherstellers Audi 2026 hoffen viele Fans auf eine Trendwende. Es kursierten bereits Gerüchte, dass Mick Schumacher (23) ein Cockpit kriegen soll, welcher derzeit nur Ersatzfahrer bei Mercedes ist. Doch der Rennstall will nicht zwingend auf deutsche Fahrer setzen.

Formel 1: Audi will auf Performance der Fahrer setzen

„Es wäre natürlich attraktiv, aber für uns hat die Performance der Fahrer Priorität“, sagte Projektleiter Adam Baker. Die Frage nach der Pilotenbesetzung sei auch „zu weit weg. Man spricht noch nicht mal über die Fahrer für 2024. Es ist also sehr schwierig zu sagen, wie sich der Fahrermarkt für 2026 entwickeln wird“, erläuterte der Geschäftsführer der Audi Formula Racing GmbH.

Baker kündigte aber an, dass Audi im kommenden Jahr „zum dritten Quartal einen Entwicklungsfahrer an Bord holen“ werde, „der im Fahrsimulator in Neuburg besonders wichtig für unsere Power-Unit-Entwicklung sein wird“.

Audi baut in Neuburg an der Donau den Motor, das Chassis kommt vom erfahrenen Schweizer Traditionsteam Sauber. Das künftige Formel-1-Team hat aktuell schon 220 Mitarbeiter, der Großteil kommt von Audi Sport Racing.

„Wir sind hier am Standort bereits international aufgestellt und so ist auch der Recruiting-Prozess ausgerichtet. Wir gehen gezielt auf Fachexperten zu, die bereits Formel-1-Erfahrung haben“, erklärte Baker, der die Entwicklung des Motors vorantreibt.

„Es ist das erste Mal seit 2009, dass eine Power Unit in Deutschland entwickelt wird. Wenn wir daher erfahrenes Personal wollen, finden wir es eher in Großbritannien, Frankreich oder Italien“, so der Audi-Boss. Bis Mitte 2023 soll der Rennstall auf 300 Mitarbeiter anwachsen. (dpa, fr)

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