Formel 1 Fahrer toben nach Regen-Chaos in Spa: „Rennen geklaut“, „Marketing-Maßnahme“

Max Verstappen fährt beim Belgien-Rennen der Formel 1 hinter dem Safety Car.

Das Rennen der Formel 1 in Spa dauerte am 29. August nur drei Runden, Max Verstappen gewann nach der kurzen Fahrt hinter dem Safety Car.

Das Regen-Chaos beim Grand Prix der Formel 1 in Spa sorgte für eine Menge Wirbel. Nach Abbruch des Rennens im Anschluss an drei Runden hinter dem Safety Car gab es teils harte Kritik von Fernando Alonso und Lewis Hamilton.

Spa. Es war das kürzeste Rennen der Formel 1 Geschichte, doch inklusive Wartezeit hielt der Große Preis von Belgien die Motorsport-Fans am Sonntag (29. August) knapp vier Stunden lang in Atem. Dass am Ende ein Alibi-Rennen über drei Runden gefahren wurde, um Punkte für die WM-Wertung zu verteilen, sorgte entsprechend für heftige Reaktionen.

Aus dem Fahrerfeld gab es scharfe Kritik am Vorgehen der Formel 1. Besonders die Routiniers Fernando Alonso (40) und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (36) äußerten ihr Unverständnis über das Vorgehen.

Fernando Alonso und Lewis Hamilton kritisieren Formel 1 nach Mini-Rennen in Spa

„Ich sage lieber nichts. Für einige Fahrer war heute ein vorgezogenes Weihnachten, weil sie Punkte bekommen haben, ohne ein Rennen fahren zu können“, meckerte Alonso nach Abbruch des Grand Prix bei DAZN, das in Spanien die TV-Rechte an der Formel 1 hält.

„Diese drei Runden waren eher eine Marketing-Maßnahme, um die Punkte vergeben zu können“, führte Alonso weiter aus: „Es fühlt sich schlecht an. Es war ein ganz schön absurder Tag.“

Auch Hamilton hätte sich einen anderen Verlauf des Rennens gewünscht. „Ich bin enttäuscht wegen der Fans. Ihnen wurde ein Rennen geklaut und man sollte ihnen das Geld zurückzahlen“, forderte der Titelverteidiger: „Es war eine schlechte Entscheidung der Formel 1, aber hier regiert das Geld. Wenn also die einen etwas verdienen, dann sollten die Fans auch etwas bekommen.“

Formel 1 sah keine Möglichkeit für Verlegung des Belgien-Rennens in Spa

Beide Fahrer hätten sich eine Verlegung des Rennens auf Montag gewünscht, was während der knapp dreistündigen Unterbrechung zwischenzeitlich in Betracht gezogen worden war. Renn-Direktor Michael Masi (42) erklärte allerdings, dass die Option aus terminlichen Gründen schnell wieder verworfen wurde.

„Es gab keine Möglichkeit, das Rennen auf morgen zu verschieben“, sagte der Australier mit Blick auf das bereits am Freitag (3. September) beginnende nächste Renn-Wochenende auf dem Kurs in Zandvoort in den benachbarten Niederlanden.

Die wenigen Runden hinter dem Safety Car sei man gefahren, um zu schauen, ob womöglich doch noch ein kurzes Rennen möglich sei. In Anbetracht der Bedingungen habe man sich allerdings letztlich gegen die Fortführung und für den Abbruch entschieden, so Masi. (bc)

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