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Ein dickes GeschäftFlavio Briatore bringt Luxusmarke Gucci in die Formel 1

Vor dem Großen Preis von Las Vegas

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Der Show-Faktor muss in der Formel 1 stimmen. (Archivbild)

Schumi-Macher Briatore holt Gucci für 150 Mio. in die F1

Mit italienischen Modehäusern kennt sich Flavio Briatore bestens aus. Der schillernde Strippenzieher war in den 1990er-Jahren Formel-1-Teamchef bei Benetton – und machte Michael Schumacher dort 1994 und 1995 zum Weltmeister. Jetzt, Jahrzehnte später, landet der Playboy den nächsten Mega-Deal.

Ab der kommenden Saison ist Briatore der starke Mann beim „Gucci Racing Alpine Formula One Team“. Die Luxusmarke aus Florenz wird Titelsponsor und löst den bisherigen Partner BWT ab. Ein Engagement, das sich Gucci einiges kosten lässt.

150-Millionen-Deal für kriselnde Luxusmarke

Rund 150 Millionen US-Dollar soll der Einstieg in die Königsklasse des Motorsports dem kriselnden Luxuslabel wert sein, verteilt auf drei Jahre. Für Gucci, dessen Umsätze zuletzt sanken, eine riesige Investition, um das eigene Image aufzupolieren.

„Gucci ist eines der dicksten Geschäfte, das ich während meiner gesamten Formel-1-Zeit abgeschlossen habe“, erzählte Dealmaker Briatore gewohnt unbescheiden bei der Präsentation. Er fühlt sich für Deals mit Konzernen wie Telefonica bis ING verantwortlich.

Briatores Vitamin B zum Mode-Giganten

Bei Gucci halfen Briatore seine Kontakte. Der ehemalige Lebensgefährte von Heidi Klum zählt Luca de Meo zu seinem Freundeskreis. De Meo war früher Vorstandschef bei Renault (wozu Alpine gehört) und wechselte dann zum Luxusgüterkonzern Kering, der Muttergesellschaft von Gucci.

Flavio Briatore

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Flavio Briatore hat mal wieder einen Deal eingefädelt. (Archivbild)

„Die Formel 1 vereint heute auf einzigartige Weise Performance, Kultur und globale Reichweite“, erklärte Gucci-Vorstandschefin Francesca Bellettini. In diesem exklusiven Umfeld will die Marke wieder glänzen und vor allem Geschäfte machen.

Formel 1 boomt dank Netflix und Social Media

Die Formel 1 erlebt einen wahren Boom. Seit der US-Medienkonzern Liberty Media die Rennserie Anfang 2017 für 4,4 Milliarden US-Dollar kaufte, wurde der Entertainment-Faktor massiv hochgefahren. Vor allem die Netflix-Doku „Formula 1: Drive to Survive“ diente als Beschleuniger.

Die Serie hat die Formel 1 besonders in den USA populär gemacht und eine ganz neue Fangemeinde erschlossen: die Generation Z und immer mehr Frauen interessieren sich für den Mix aus Risiko, Lifestyle und Luxus. Genau die Zielgruppe, die auch Gucci mit seiner Mode erreichen will.

Kim Kardashian (2.v.r.)

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Auch die Kardashians (rechts) sind scharf auf die Formel 1. (Archivbild)

Die Rennwochenenden sind zu einer riesigen Business-Plattform geworden. Die Gästelisten sind erlesen: von Kim Kardashian bis zu Sport-Stars wie Lindsey Vonn. Alle wollen dabei sein, es herrscht eine Art FOMO (Fear of Missing Out) – die Angst, etwas zu verpassen.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Umsatz der Rennserie kletterte von 1,83 Milliarden US-Dollar (2017) auf zuletzt knapp 3,87 Milliarden. Die weltweite Fanbasis wird auf 827 Millionen Menschen geschätzt, davon sind über 40 Prozent jünger als 35 und ebenso viele weiblich.

Kein Wunder also, dass auch andere Luxuskonzerne wie LVMH (Louis Vuitton) längst mitmischen. Deren Engagement soll sich über zehn Jahre sogar auf mehr als eine Milliarde US-Dollar belaufen.

Doch Briatore wäre nicht Briatore ohne eine kleine Stichelei. „Wir haben zwei dicke Luxusmarken in der Formel 1“, stellte er zufrieden fest, nur um dann nachzulegen: „Louis Vuitton auf der Seite des Rechteinhabers ist mehr wie ein Zuschauer im Stadion, aber Gucci steht mitten in der Arena.“ Jetzt muss das Alpine-Team nur noch auf der Strecke liefern, denn als Hinterbänkler will Gucci sicher nicht dastehen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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