Nach zwei Jahren Pause In Montréal geht’s immer tierisch ab – wo kracht’s diesmal in Crazy Kanada?

Sebastian Vettel tauscht nach dem Kanada-GP am 9. Juni 2019 die Positions-Schilder vor seinem und Lewis Hamiltons Auto.

Eine DER Szenen der vergangenen Formel-1-Jahre: Sebastian Vettel tauscht nach dem Kanada-GP am 9. Juni 2019 die Positions-Schilder vor seinem und Lewis Hamiltons Auto.

Die Formel 1 ist zurück in Kanada! Nachdem der Grand Prix in Montreal 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, geht es an diesem Wochenende wieder rund auf dem Circuit Gilles Villeneuve.

Oh, wie schön ist Kanada! Das galt für Formel-1-Fans bei den Rennen auf der atemberaubenden Strecke in Montréal einerseits wegen spektakulärer Rennen, aber auch jede Menge skurriler Szenen.

Nach zwei Jahren Corona-Pause geht es am Sonntag (19. Juni 2022, 20 Uhr, Sky) wieder rund auf dem Circuit Gilles Villeneuve – und nicht nur Debütant Mick Schumacher (23) fragt sich, wo es diesmal kracht in Crazy Kanada.

Kleinholz in Kurve eins

Beim GP-Start 1998 krachte Benetton-Youngster Alexander Wurz (48) beim Anbremsen der Virage Senna in den Sauber von Jean Alesi (58), hob ab, überschlug sich dreimal ins Kiesbett und riss auch Jarno Trulli (47, Prost), Olivier Panis (55, Prost) und Johnny Herbert (57, Sauber) mit.

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Alexander Wurz fliegt in seinem Benetton 1998 über das Kiesbett.

Alexander Wurz (rechtes Auto) crasht am 7. Juni 1998 in der ersten Kurve in Kanada in seinem Benetton Playlife B198.

Beim Re-Start fuhr damals Panis auf Alesi auf und kam auf dem Sauber zum Stillstand.

Wall of Champions

An der legendären Mauer ausgangs Kurve 13 mit der Aufschrift „Bienvenu au Québec“ crashten 1999 nacheinander die drei Weltmeister Damon Hill (61), Michael Schumacher (53) und Jacques Villeneuve (51).

Nach Rubens Barrichello (50) 2001, Jenson Button (42) 2005 und Juan Pablo Montoya (46) 2006 zerlegte 2011 auch Weltmeister Sebastian Vettel (34) hier seinen Red Bull.

Das Kubica-Wunder

2007 kam BMW-Sauber-Star Robert Kubica (37) beim Versuch, Trullis Toyota zu überholen, bei rund 300 km/h von der Strecke ab, hob über eine Bodenwelle ab und schlug in die Mauer ein.

Der Pole kam wie durch ein Wunder mit einem verstauchten Knöchel und ein paar blauen Flecken davon. Genau ein Jahr später feierte Kubica in Montréal seinen und BMW-Saubers einzigen Sieg.

Hamiltons Sekundenschlaf

2008 übersah McLaren-Mercedes-Jungstar Lewis Hamilton (37) die rote Ampel am Ende der Boxengasse, an der Kimi Räikkönen (42) und Kubica brav hielten, knallte dem Ferrari in das Heck und beförderte den Finnen aus dem Rennen.

Lebensmüde Möwen

Zwei Möwen standen 2016 Vettels Ferrari-Sieg im Wege, Hamilton staubte ab. Dennoch lachte er: „Da saßen zwei Möwen auf der Strecke. Ich glaube es war ein Pärchen, das sich umbringen wollte. Lewis war das egal, er blieb auf der Ideallinie. Ich bin ausgewichen, habe dadurch eine halbe Sekunde verloren. Das war nicht fair. Ich bremse für Tiere, Lewis nicht.“

Murmeltier-Alarm

Mick war beim Mercedes-Comeback von Papa Michael 2010 mit in Montréal und hat von den wilden Streckenbewohnern gehört: „Ich kann mich gut daran erinnern, wie viel Spaß das gemacht hat. Hier passieren immer verrückte Dinge. Ich meine, wo sonst rennen Murmeltiere herum?“ Bisher gab es zum Glück noch keine Unfälle – im Gegensatz zu den Crashs mit den wilden Istanbul-Hunden.

Schildbürger Vettel

Beim bis dato letzten GP 2019 verteidigte Sebastian Vettel seine Führung gegen Hamilton, indem er über die Wiese rumpelte und kam als Erster ins Ziel. Doch durch eine 5-Sekunden-Strafe wurde Hamilton zum Sieger.

Vettel fühlte sich betrogen, klaute dem Briten das Nummer-1-Schild und wütete gegen die Rennleitung: „Das ist nicht der Sport, in den ich mich verliebt habe.“

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