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Kaymers Schmerz-BeichteGolf-Idol nahm 3.500 mg Ibuprofen täglich für Turniere

Martin Kaymer

Copyright: Harry Langer/dpa

Konnte nur mit Schmerzmitteln spielen. Martin Kaymer. (Archivbild)

Kaymers Beichte: Mit Schmerzmitteln zugeballert.

Ein Hammer-Geständnis von Golf-Star Martin Kaymer! Deutschlands Vorzeige-Golfer konnte viele Wettkämpfe nur bestreiten, indem er starke Schmerzmedikamente einnahm. Der 41-Jährige enthüllte in einem Gespräch mit Sky vor dem Andalucia Masters auf dem berühmten Valderrama-Kurs, dass er aufgrund von körperlichen Beschwerden täglich bis zu 3.500 Milligramm Ibuprofen konsumierte. „Ich habe teilweise vier, fünf Turniere gespielt, ohne jegliches Training, sondern nur die Turnierrunden. Ich habe mich dann mit Schmerzmitteln zugeballert, um die Turniere zu spielen“, offenbarte Kaymer.

Diese Menge ist extrem bedenklich. Für erwachsene Personen liegt die angeratene Höchstmenge von Ibuprofen pro Tag bei höchstens 2.400 mg. In deutschen Apotheken kann man Präparate mit bis zu 400 mg des Wirkstoffs ohne Rezept erwerben. Für alles, was darüber hinausgeht, ist eine ärztliche Verordnung zwingend erforderlich.

Kaymer: „Immer froh, wenn Montag, Dienstag war“

„Aber ich habe teilweise 3.500 (mg., Anm. d. Red.) Ibuprofen pro Tag genommen. Das ist sehr viel. Und wenn du das vier, fünf Tage in Folge nimmst - da war ich immer froh, wenn Montag, Dienstag war, wo der Körper wieder bisschen relaxen kann“, schilderte Kaymer die enorme Belastung. Er fügte hinzu: „Klar macht man sich Gedanken darüber, wie lange kannst du das noch machen. Aber zum Glück ist jetzt alles in Ordnung.“

Leistungseinbruch durch Schmerzmittel-Konsum

Die ständigen Schmerzen beeinträchtigten auch seine Leistung auf dem Grün massiv. „Und dann machst du natürlich viele Fehler, viele schlechte Schläge machst du“, so der Golfer, der seit dem Jahr 2022 bei der umstrittenen, von Saudi-Arabien unterstützten LIV Tour antritt.

Der dramatische Absturz eines Superstars: Der 41-Jährige konnte in seiner Laufbahn die PGA Championship (2010) sowie die US Open (2014) für sich entscheiden. Nach der Ikone Bernhard Langer ist er erst der zweite deutsche Athlet, dem Triumphe bei Major-Wettkämpfen gelangen. Eine Zeit lang führte Kaymer sogar die globale Rangliste an. Inzwischen findet er sich jedoch nur noch auf Position 735 wieder.

Aufgeben war für Kaymer keine Option

Ein Ende seiner Laufbahn kam für Kaymer laut eigener Aussage trotz der körperlichen Beschwerden und des sportlichen Niedergangs nicht infrage. Er habe sich mit seiner Frau ausgetauscht und sei dankbar für ihren Rückhalt. „Sie ist natürlich auch Sportlerin, sie versteht die Einstellung, dass man auch leiden muss, um Erfolg zu haben. Leiden kann auch gut sein. Aber es soll natürlich nicht dahin gehen, dass du unter Schmerzen spielst, die langfristig dann noch Auswirkungen nach der Golf-Karriere haben“, erklärte der Profisportler.

In jüngster Zeit bewies Kaymer eine wieder ansteigende Leistungskurve und schloss die PGA Championship auf dem 35. Rang ab. Nun blickt er wieder optimistischer nach vorn. „Gesundheitlich bin ich da, wo ich hin wollte. Die letzten vier Jahre waren frustrierend, viele Aufs und Abs gehabt. Die PGA Championship hat total gutgetan, schmerzfrei gespielt, auch gute Ergebnisse gespielt“, so Kaymer. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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