Doping-Sperre für Handballer wegen Legenden-Kicks verlängert
Hammer für Handball-StarDopingsperre nach Legendenspiel um ein weiteres Jahr verlängert.

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Nils Kretschmer spielte neun Jahre für den HC Elbflorenz in Dresden. (Archivbild)
Ein harter Dämpfer für den Handballer Nils Kretschmer (33): Seine Doping-Sperre wurde jetzt um ein zusätzliches Jahr ausgedehnt. Der Grund ist kaum zu fassen: Er hat bei einem einzigen Freundschaftsspiel mitgemacht, was für mächtig Wirbel sorgt.
Die Deutsche Handball-Liga (HBL) hat das der dpa bestätigt, nachdem die „Bild“ und die „Sächsische Zeitung“ zuerst darüber berichteten. Kretschmers Sperre ist damit bis zum elften Dezember 2028 gültig.
Doping-Sperre wegen Legenden-Kick verlängert
Ursprünglich war Kretschmer aufgrund von Testosteron-Doping suspendiert, eine Sperre, die bis zum elften Dezember 2027 gelten sollte. Der ehemalige Spieler des TV Großwallstadt wurde im September 2024 positiv auf die Substanz getestet. Seinen Fehltritt nannte er im Nachhinein den „größten Fehler meines Lebens“.
Der folgenschwere Auftritt geschah am vierzehnten Februar: In Dresden wirkte der 33-Jährige bei einem Legenden-Treffen seines früheren Vereins HC Elbflorenz mit. Für die HBL war das ein klarer Bruch des Wettkampfverbots, weshalb die Sanktion umgehend verschärft wurde.
Verein widerspricht: „War doch kein Wettkampf!“
Doch der Zweitliga-Club HC Elbflorenz sieht die Sache völlig anders. „Das Legendenspiel war Teil dieses Jubiläumsrahmens und aus Sicht des HC Elbflorenz nicht mit einem regulären Spiel- oder Wettkampfbetrieb vergleichbar“, ließ der Verein verlauten.
Man akzeptiere zwar die Entscheidung der verantwortlichen Gremien, finde die Lage aber sehr bedauerlich, „insbesondere für Nils Kretschmer persönlich“.
Und der Spieler selbst? Gegenüber der „Sächsischen Zeitung“ blieb Kretschmer zur Ausdehnung seiner Sperre schweigsam: „Da gibt es für mich bisher nichts zu sagen.“
Handball-Profi ist auch Social-Media-Star
Ein Detail, das viele überrascht: Der Sportler, der neun Jahre in Dresden aktiv war, ist auch ein Social-Media-Star. Er hat auf Instagram eine riesige Community von über 420.000 Followern.
Schon im Februar versicherte er dem Magazin „Handball World“, dass seine Zeit als Profi-Handballer vorbei sei. Er könne sich allenfalls vorstellen, nach dem Ende der Sperrfrist aus reiner Freude am Spiel wieder aufzulaufen. (dpa/red)
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