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„Uns ans Bein pinkeln“Gislason rechnet nach EM-Silber mit Kritikern ab

Die Final-Pleite schmerzt, doch der Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist stinksauer – und teilt jetzt richtig aus!

Die Enttäuschung über das verlorene EM-Endspiel gegen Dänemark (27:34) ist riesig, doch bei Alfred Gislason (66) kocht auch die Wut hoch. Anstatt nur die verpasste Goldchance zu beklagen, nutzt der Bundestrainer die Gunst der Stunde für eine Generalabrechnung.

Im Fadenkreuz: Seine Kritiker aus den sozialen Medien und diversen Podcasts, darunter die früheren Nationalspieler Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und auch Mimi Kraus mit ihrem Format „Harzblut“.

Alfred Gislason: „Selbstdarsteller“

Nachdem er lange Zeit schwieg und oft die Verantwortung übernahm, geht Gislason nun zum Angriff über. Mit einem vielsagenden Lachen kommentiert er die Expertenmeinungen: „Wir wissen alle, dass die nicht allzu viel Ahnung haben.“

Dann wird er noch direkter: „Wenn es nur ein klein bisschen ein halbes Dreckspiel ist, dann ist jeder von diesen Selbstdarstellern bereit, uns ans Bein zu pinkeln. Also kann ich in Ruhe weitermachen.“ Das berichtet „Bild“.

Und Gislason ist mit seiner Wut nicht allein. Zuvor hatte bereits Torhüter Andreas Wolff (34) sein Unverständnis über die Kritik am Torwart-Tausch mit David Späth (23) klargemacht. Wolff bezeichnete die ganze Diskussion als „unfassbar respektlos“ und „total despektierlich“. Sein Urteil über die Kritiker ist vernichtend: „Es ist schon erstaunlich, dass man so viele Jahre lang Handball spielt und trotzdem so wenig Menschenkenntnis hat.“

Trotz all des Ärgers platzt Gislason aber auch vor Stolz auf seine junge Mannschaft. Für die Truppe mit einem Durchschnittsalter von 26,5 Jahren war es nach Olympia 2024 schon das zweite große Endspiel. „Die Entwicklung der Mannschaft ist das, was mich extrem freut. Es freut mich noch mehr als die Silbermedaille“, schwärmt der isländische Coach. „Und die Entwicklung ist noch nicht vorbei.“

Der Bundestrainer hebt den enormen Fortschritt und den starken Zusammenhalt des Teams hervor. Immerhin hat die Auswahl auf dem Weg ins Finale Top-Nationen wie Frankreich, Portugal und Norwegen sowie Kroatien und Spanien aus dem Weg geräumt. Die Belohnung dafür: Statt Rang sechs oder sieben vor vier Jahren steht das Team nun auf dem zweiten Platz der Rangliste.

Wie speziell die Debatten hierzulande sind, wurde Gíslason im Austausch mit Spaniens Trainer Jordi Ribera klar. Der habe ihn gefragt: „Sind die alle irre da?“ und auf die magere mediale Beachtung von Handball in seiner Heimat verwiesen. Gíslason selbst feuert eine letzte Spitze in Richtung jener Podcaster ab: „Keiner von denen war jemals Trainer. Ich kenne deren taktisches Verständnis. Und keiner von denen hat damals in der Abwehr gestanden ...“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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