Nach der EM-Pleite gegen Serbien steht Alfred Gislason in der Kritik. Auch drei Legenden, darunter zwei Weltmeister, knöpfen sich den Handball-Bundestrainer vor.
„Alfred, scheiße gecoacht“WM-Helden mit Knallhart-Kritik und beißendem Spott
Die Pleite des deutschen Teams bei der Handball-EM sorgt für gewaltigen Wirbel. Im Zentrum der Kritik steht nach dem 27:30 gegen Serbien im zweiten Gruppenspiel Bundestrainer Alfred Gislason.
In ihrem Podcast „Harzblut“ nehmen sich gleich drei deutsche Handball-Legenden den Trainer vor. Pascal Hens und Michael Kraus, 2007 gemeinsam Weltmeister, schießen scharf gegen Gislason, wie unter anderem „SPORT1“. berichtet. Auch Stefan Kretzschmar mischt munter mit.
Legenden-Trio knöpft sich Gislason vor: „Das findet bei uns nicht statt“
Kraus richtet sich direkt an die Adresse des Isländers und schimpft: „Alfred, scheiße gecoacht. Vercoacht. Das kannst du dir auf den Zettel schreiben.“ Hens empfindet sogar Mitgefühl für die Spieler, die nach seiner Ansicht vom Trainer allein gelassen wurden, weil die „führende Hand von draußen“ vermisst wurde.
Man habe den deutschen Handballern angesehen, „dass sie sich nicht so wohlfühlen“. Ein „heilloses Durcheinander“ sei das gewesen, so Kraus, der auch die mangelnde Kreativität in der Offensive kritisiert. Der alleinige Fokus auf die Abwehr, der gegen Österreich noch erfolgreich war, reiche für Edelmetall einfach nicht aus.
Kretzschmar stimmt zu und sorgt sich massiv um die Offensive: „Mir macht Angst, wie wir angreifen.“ Eine deutliche Strategie bei den Angriffsversuchen der deutschen Mannschaft könne er nicht ausmachen. Hens bemängelte obendrein, dass ein Alternativplan fehlt, falls die Offensive stockt.
„Wenn du auf andere Nationen guckst, da gibt es schon seit Ewigkeiten Sieben-gegen-Sechs. Das findet bei uns nicht statt“, beklagt Hens. Besonders die Rolle der Flügelspieler ist dem Experten-Trio ein Gräuel. Mit beißendem Spott sagt Hens: „Es war wichtig, dass wir vier Außen dabei hatten, weil die haben super mitgespielt heute.“
Und Kretzschmar, selbst ehemaliger Linksaußen, setzt noch einen drauf: „Auf Außen hätten heute auch der Busfahrer und der Physiotherapeut stehen können, muss man ganz ehrlich sagen. Da kam ja gar kein Ball hin.“ Dass trotz des großen Aufgebots kaum gewechselt wurde, löst bei den Fachleuten ebenfalls Unverständnis aus.
Sogar der letzte Spielzug wird kritisch hinterfragt. Obwohl die Partie schon entschieden war, befahl Gislason in der letzten Auszeit eine offensive Deckung, was ein zusätzliches Gegentor zur Folge hatte. Das könnte in der abschließenden Tabelle der Gruppe noch wichtig werden. Hens bezeichnet die Maßnahme als „unnötig und dumm“ und hebt hervor, dass die Lage dadurch „noch deutlich komplizierter“ werde. (red)
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