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„Hat im Viertelstundentakt gekotzt“Gislason bangt vor Halbfinale um DHB-Star

Tom Kiesler hat Magen-Darm und könnte Deutschlands Handballern auch im EM-Halbfinale fehlen. Warum Bundestrainer Alfred Gislason jetzt besonders auf Miro Schluroff guckt.

Den deutschen Handballern droht auch im EM-Halbfinale am Freitag (30. Januar 2026) der Ausfall von Abwehrspieler Tom Kiesler.

„Als wir das Hotel verlassen haben, hat er im Viertelstundentakt gekotzt. Er hat Magen-Darm. Ich hoffe natürlich, dass wir es hinkriegen, dass er in zwei Tagen spielen kann und keinen angesteckt hat. Er ist Zimmerkollege gewesen mit Miro Schluroff. Also werden wir erstmal auf Schluroff schauen“, erklärte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem Sieg gegen Frankreich.

DHB-Team bangt vor Halbfinale weiter um Tom Kiesler

Vor allem in der Anfangsphase gegen Frankreich bekam die deutsche Defensive ohne Kiesler zu wenig Zugriff und konnte Starspieler Dika Mem zu selten stoppen. „Für mich war er bisher der beste Abwehrspieler im Turnier“, lobte Gislason seinen Schützling, der sein EM-Debüt feiert.

Am Ende gewann das DHB-Team aber auch ohne ihn gegen die französische Auswahl mit 38:34. Spielmacher Juri Knorr war vor 10.850 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen mit zehn Treffern der beste deutsche Werfer.

Deutschland greift nun nach der ersten EM-Medaille seit dem Gold-Coup von 2016. Auf wen die DHB-Auswahl im Halbfinale trifft, steht noch nicht fest. Infrage kommen Island, Kroatien oder Schweden.

Die DHB-Auswahl hatte in der Hauptrundengruppe I Spanien (34:32), Portugal (32:30) und Norwegen (30:28) geschlagen, ehe sie beim 26:31 gegen Weltmeister Dänemark den ersten Halbfinal-Matchball vergab. Auch die Dänen sind für die Medaillenspiele qualifiziert, die ebenfalls in Herning ausgetragen werden. (sid/dpa)

Alfred Gislason reißt die Arme hoch, nachdem er den Auszeit-Buzzer gedrückt hat.

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