WM-Hype in den USA: Ticketpreise explodieren total.
Preis-Wahnsinn bei WMNach US-Sieg kosten Tickets plötzlich fast 2000 Dollar

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Teures Vergnügen: Wer Christian Pulisic (r) und Co. im Stadion sehen will, muss nun noch tiefer in die Tasche greifen.
Ein einziger Erfolg verändert alles. Die amerikanische Mannschaft rockt die WM – und die Ticketkosten sorgen für blankes Entsetzen. Wer jetzt noch live dabei sein möchte, braucht ein prall gefülltes Portemonnaie.
Unmittelbar nach dem historisch hohen Triumph der US-Herren-Auswahl bei einer Weltmeisterschaft sind die Kartenpreise für die kommenden Gruppenspiele mit amerikanischer Beteiligung explodiert. Der 4:1-Erfolg der Mannschaft gegen Paraguay ließ die Nachfrage und damit die Kosten in die Höhe schnellen.
Daten der Plattform TicketData, die Angebote diverser Drittanbieter analysiert, zeigen das Ausmaß. Die billigsten verfügbaren Karten für das US-Match gegen Australien am Freitag in Seattle liegen nun bei 1.908 Dollar (etwa 1.650 Euro). Das entspricht einer Preissteigerung von 77 Prozent innerhalb von nur drei Tagen.
Türkei-Match: Kosten explodieren um 90 Prozent
Noch krasser war die Entwicklung beim Spiel der USA gegen die Türkei am 26. Juni in Inglewood nahe Los Angeles. Innerhalb von drei Tagen kletterte der Preis um unfassbare 90 Prozent auf 1.656 Dollar. Zum Vergleich: Laut einem Bericht von „The Athletic“ war ein Ticket für diese Partie am Freitag, drei Stunden vor dem ersten US-Anpfiff, noch für 1.086 Dollar zu haben.
Die extremen Ticketkosten und das flexible Preissystem sind ein gewaltiges Ärgernis bei diesem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Sogar auf dem offiziellen Portal des Weltfußballverbands FIFA kosten Eintrittskarten für Duelle von Underdogs wie Haiti gegen Schottland oder Ghana gegen Panama mindestens 330 oder 440 Euro.
Das Geschäft mit den Fans: FIFA sahnt doppelt ab
Besonders in der Kritik steht der offizielle Wiederverkaufsmarkt der FIFA. Dort dürfen Anbieter die Preise für ihre Karten selbst bestimmen, was zu den aberwitzigen Beträgen führt, die teils verlangt werden.
Der Clou an der Sache: Der Fußball-Weltverband verdient an jedem Weiterverkauf auf seiner Plattform kräftig mit – und das gleich zweimal. Von der verkaufenden und der kaufenden Person wird pro Karte eine Provision von jeweils 15 Prozent fällig. Für die Begegnung der USA mit Australien waren am Samstagabend auf diesem FIFA-Zweitmarkt übrigens noch Karten für 1.980 Dollar erhältlich, jedoch in den teureren Sitzplatzkategorien. (dpa/red)
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