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WM-Rhythmus ändern?  Handball-Vize Hanning setzt DFB unter Druck:  „Fußball hat gewisse Verantwortung“

DHB Vizepräsident und Füchse-Berlin-Manager Bob Hanning

Füchse-Manager Bob Hanning beim Spiel gegen den SC Magdeburg am 16. Februar 2020

Der Vorschlag der FIFA, den WM-Rhythmus auf zwei Jahre zu verkürzen, hat für großen Diskussionsstoff gesorgt. Nun hat sich auch Handball-Funktionär Bob Hanning eingeschaltet und fordert eine klare Kante vom DFB.

Berlin. Neben den zahlreichen Kritikern innerhalb der Fußballwelt melden sich nun auch viele andere Sportler und Funktionäre bezüglich des neu vorgeschlagenen WM-Rhythmus zu Wort. Vor allem der Vizepräsident des Deutschen Handball-Bunds (DHB), Bob Hanning (53), kritisiert den Vorschlag der FIFA nun scharf und setzt den DFB unter Druck. Hanning wünscht sich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein klares Nein.

Am Mittwoch (15. September 2021) erklärte der Handball-Funktionär: „Der Fußball hat in meinen Augen eine gewisse Verantwortung für den gesamten Sport“ und fügte an: „Man kann nur hoffen, dass der DFB das große Ganze im Blick behält und ein klares Bekenntnis gegen diese Pläne und damit für den Sport abgibt. Denn es geht um nicht weniger als die Vielfalt des Sports.“ Ein Statement des DFB ist frühestens am Freitag nach dessen Präsidiumssitzung zu erwarten.

Gefahr für den gesamten Sport

Hanning, der seit dieser Saison auch wieder als Trainer tätig ist, findet „allein die Idee traurig, denn sie ist für den gesamten Sport höchst gefährlich“. Sollte die FIFA ihre Pläne umsetzen, könnten laut dem Handball-Funktionär viele Sportarten „vollkommen von der medialen Bildfläche verschwinden. Eine Fußball-WM im Zwei-Jahres-Rhythmus würde die ohnehin schon herrschende Monokultur in weiten Teilen der Berichterstattung weiter vorantreiben.“

Gerade die olympischen Sportarten, die sowieso nur alle vier Jahre von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, könnten weiter an den Rand gedrängt werden. „Es besteht die Gefahr, noch mehr vom Fußball erdrückt zu werden. Uns wird die Luft zum Atmen genommen“, warnte der Geschäftsführer der Füchse Berlin.

Auch Leichtathletik-Star Johannes Vetter sieht in der aktuellen Entwicklung ein Problem. „Ich glaube, man kann erkennen, dass der Fußball wegen der Kommerzialisierung oder etwa der WM in Katar mittlerweile kritischer beobachtet wird. Es wäre gut, wenn er mal einen Gang zurückschaltet, anstatt fünf Gänge hoch“, erklärte der deutsche Speerwurf-Rekordhalter dem SID und fügte an: „Wenn die FIFA die Mehreinnahmen in andere Sportarten investieren würde, um diese zu pushen, würde mich das freuen.“ (SID/job)

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