WM-Endspiel 2030 vergeben?Fifa muss sich schon wieder erklären

Gianni Infantino

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Gianni Infantino steht massiv unter Druck. (Archivbild)

Die Fifa weist Berichte zurück, wonach Gianni Infantino Marokko das Finale der WM 2030 zugesagt habe. Eine Entscheidung steht noch aus.

Ein Bericht, wonach der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen habe, ist vom Fußball-Weltverband zurückgewiesen worden.

Zuvor hatte die „Times“ berichtet, dass nach dem Willen des stark in der Kritik stehenden Fifa-Bosses das Finale im neuen Hassan II Stadium mit 115.000 Plätzen in Casablanca stattfinden solle.

Infantino lädt zu Notfallsitzung in Rabat

Dies wäre ein großer Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den letzten Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte.

Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Dazu finden die ersten drei Spiele in Südamerika (Uruguay, Argentinien und Paraguay) statt.

„Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der Fifa zu gegebener Zeit getroffen“, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.

Infantino hatte am Mittwoch weitere Fifa-Spitzenvertreter zu einer Notfallsitzung in der marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Wie die BBC berichtete, sollten unter anderem Generalsekretär Mattias Grafström und Finanzchef Thomas Peyer an der Sitzung teilnehmen.

Infantino hatte zuletzt mit seinen Plänen zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren für eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt. Der Fifa-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn.

Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjähriger Amtszeit als Fifa-Präsident bedeuten. Nach Abschluss der WM in den USA, Mexiko und Kanada vor zweieinhalb Wochen schien seine erneute Wiederwahl beim Kongress Mitte März 2027 in Rabat noch alternativlos zu sein. (dpa/red)

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