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„Das ist ein Anspruch“ DFB-Boss bittet Flick und Bierhoff zum Rapport: Neuendorf holt prominente Hilfe

DFB-Präsident Bernd Neuendorf will das deutsche WM-Scheitern zusammen mit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aufarbeiten.

Nur noch weg. Mit dem Mannschaftsbus, Begleitfahrzeugen und Polizei-Eskorte ging es am Freitag (2. Dezember 2022) zum Internationalen Flughafen von Doha. Nach dem erneuten Aus nach der Vorrunde ist die WM 2022 für die deutsche Nationalmannschaft schon wieder Geschichte. Im Sonderflieger LH343 ging es zurück nach München und dann nach Frankfurt.

Doch wie geht der DFB mit der dritten Turnier-Enttäuschung in Folge um? Präsident Bernd Neuendorf (61) will bei der Aufarbeitung des deutschen WM-Scheiterns Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (63) in dessen Funktion als Verbands-Vizepräsident eng einbinden.

DFB-Boss verlangt Analyse von Flick und Bierhoff in nächster Woche

Gemeinsam wollen sie Gespräche mit Bundestrainer Hansi Flick (57) und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff (54) führen. Watzke ist auch Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga.

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„Der Verlauf des Tages ist für uns eine herbe Enttäuschung. Das Ausscheiden aus dem Turnier schmerzt außerordentlich. Wir müssen trotzdem den Blick nach vorne richten und werden deshalb ein geordnetes Verfahren einleiten, wie wir mit dieser Situation umgehen“, begann der DFB-Präsident sein Statement.

„Das bedeutet, dass wir einen Fahrplan entwickelt haben. Dieser sieht vor, dass wir uns in der kommenden Woche zusammensetzen werden. Es wird ein erstes Treffen sein, wo wir besprechen werden, wie die Situation sich darstellt. Meine Erwartung an die sportliche Leitung ist, dass sie zu diesem Treffen eine erste Analyse vornimmt, eine sportliche Analyse dieses Turniers, dass sie aber auch Perspektiven entwickelt für die Zeit nach diesem Turnier, mit dem Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land.“

Neuendorf verlangt auch eine Betrachtung der vergangenen vier Jahre: „Die Analyse muss auch umfassen die Entwicklung der Nationalmannschaft, unseres Fußballs seit der WM 2018. Das ist eine Anforderung und ein Anspruch, den wir haben als Verbandsleitung an die sportliche Leitung in dieser Situation.“

DFL-Chefin Donata Hopfen und Hans-Joachim Watzke auf der Tribüne.

Hans-Joachim Watzke (r.) erlebte das deutsche WM-Aus am 1. Dezember 2022 an der Seite von DFL-Chefin Donata Hopfen.

Neuendorf und Watzke werden also über die Zukunft der sportlichen Leitung richten. „Wir werden auf dieser Grundlage dann weitere Gespräche führen. Ich bin großer Anhänger von klaren Verfahren. Das haben wir eingeleitet.“

Bernd Neuendorf will Gespräche mit „großem Respekt“ führen

Wie lange die Aufarbeitung dauern soll, ließ der Präsident offen. „Wir gehen davon aus, dass wir diese Gespräche mit großem Respekt und vertraulich führen. Wir werden keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Wenn wir die Gespräche und die Analyse beendet sind, dann werden wir mit einem Ergebnis kommen“, kündigte der DFB-Boss am Flughafen von Doha an.

„Wir machen den ersten Schritt bitte vor dem zweiten. Analyse bedeutet, dass wir die Situation bewerten. Das ist erstmal die Aufgabe, der wir uns jetzt widmen müssen.“

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