Nur NFL-Kopie oder doch Spanien-Hohn? Hakimi-Jubel nach Marokko-Coup sorgt für Diskussionen

Achraf Hakimi jubelt nach seinem verwandelten Strafstoß für Marokko im Elfmeterschießen des WM-Achtelfinals 2022 gegen Spanien.

Verhöhnte Achraf Hakimi mit diesem Jubel nach dem Achtelfinaleinzug Marokkos Luis Enrique, den Trainer der unterlegenen spanischen Fußball-Nationalmannschaft?

Hat Achraf Hakimi Spanien, und speziell Trainer Luis Enrique, nach seinem verwandelten Elfmeter für Marokko im WM-Achtelfinale mit seinem Jubel verhöhnt? Oder war es eine lediglich eine Kopie?

Marokko steht sensationell im Viertelfinale der Fußball-WM in Katar. Nach leidenschaftlichem Kampf besiegten die Nordafrikaner Favorit Spanien im Achtelfinale mit 3:0 nach Elfmeterschießen und zogen erstmals in der Geschichte in die Runde der letzten Acht ein.

Der Mann, der den Eintrag in die Geschichtsbücher der marokkanischen Fußball-Nationalmannschaft perfekt machte, ist Achraf Hakimi. Der Ex-Dortmunder, inzwischen in Diensten von Paris Saint-Germain, verwandelte vor 44.667 Zuschauern im Education-City-Stadion von Doha den entscheidenden Versuch im Elfmeterschießen.

WM 2022: Hakimi macht nach Marokko-Coup den Pinguin

Als der Ball, lässig à la Antonin Panenka in die Tormitte gechipt, die Linie überquerte, drehte sich Hakimi in Richtung seiner auf ihn zustürmenden Mannschaftskollegen um und fing an, im Stile eines Pinguins zu „tanzen“.

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Dieser Jubel kommt Ihnen bekannt vor? Kann gut sein! In der jüngeren Vergangenheit machten mehrere Sport-Superstars mit der Pinguin-Imitation auf sich aufmerksam. Als Erfinder gilt NFL-Wide-Receiver Jalen Waddle von den Miami Dolphins.


Hier sehen Sie Waddle bei „seinem“ Jubel:

Also eine schlichte Jubel-Kopie Hakimis? Schließlich „verwandelte“ sich zuletzt auch Frankreichs Antoine Griezmann in einen Pinguin, nachdem er das kurz darauf aberkannte Tor zum 1:1-Ausgleich im letzten Gruppenspiel gegen Tunesien erzielte. Ohnehin schauen sich die europäischen Stars hier und da gerne mal Jubel von Größen aus dem US-Sport – und umgekehrt.

WM 2022: Hakimi-Jubel für ausgemusterten Ramos?

Oder steckt doch mehr dahinter? Im Netz wurde bereits kurz nach dem Spiel darüber diskutiert, ob es sich vielleicht um eine Spitze Hakimis gegen Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique (52) handeln könnte.

Hintergrund: Hakimi ist ein guter Freund von Sergio Ramos (36), spielt mit ihm zusammen bei Paris Saint-Germain. Kurz nachdem Enrique am 11. November seinen Kader für die WM 2022 in Katar bekannt gegeben hatte – und Ramos nicht nominierte – twitterte Hakimi: „Sergio Ramos Best defend in the world“. Zu Deutsch ungefähr: „Sergio Ramos ist der beste Verteidiger der Welt“.

Mit Ramos zusammen hatte Hakimi erst vor wenigen Monaten mit genau diesem Pinguin-Jubel auf sich aufmerksam gemacht:

Ein Zeichen? Für einige Twitter-User definitiv! „Hakimi hat Spanien nicht nur mit einem Panenka-Elfer rausgeworfen, sondern mit seinem Pinguin-Jubel auch ein Zeichen in Richtung Enrique für die Nicht-Nominierung von Ramos gesetzt“, schreibt eine Nutzerin etwa. Ein Nutzer fasst diese Sichtweise auf die Dinge wie folgt zusammen: „Wenn ausgleichende Gerechtigkeit eine Person wäre, wäre es Achraf Hakimi.“

Ob Hakimi Luis Enrique mit seinem Pinguin-Jubel tatsächlich verhöhnen und Sergio Ramos „verteidigen“ wollte, wird wohl nur er wissen. So oder so dürfte sich sein Freund und Mannschaftskollege für ihn freuen – obwohl er Spanier ist. (sal)

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