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Wirbel um Sponsor-Pläne FC Bayern entgeht nur knapp einem Image-Desaster

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Die Bayern-Bosse Jörg Wacker, Karl-Heinz Rummenigge, Jan-Christian Dreesen und Oliver Kahn beim Auswärtsspiel in Augsburg im Januar 2021.

München – Der FC Bayern ist im vergangenen Jahr offenbar nur knapp einem Image-Desaster entgangen. Der Rekordmeister stand kurz vor einer Partnerschaft mit dem mittlerweile in Konkurs gegangenen Dax-Unternehmen Wirecard. Die Pleite des Finanzdienstleisters ließ den Millionen-Deal letztlich platzen.

  • FC Bayern entgeht PR-Gau nur knapp
  • Rekordmeister stand vor Kooperation mit Wirecard
  • Gegen den Finanzdienstleister wird inzwischen ermittelt

Am Donnerstag (19 Uhr) trifft der FC Bayern im Finale der Klub-WM in Katar auf Tigres UANL aus Mexiko. Während der Champions-League-Sieger in der Wüste den Traum vom Titel-Sixpack vollbringen will, holt ihn in der Heimat die Vergangenheit ein.

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Nach Recherchen von WDR, NDR und SZ wollte sich der FC Bayern München ab Juli 2020 offenbar eine Sponsoring-Partnerschaft vom nun insolventen Unternehmen finanzieren lassen. Sieben Millionen Euro wollte der in Aschheim bei München ansässige Finanzkonzern Wirecard den Bayern dafür drei Jahre lang zahlen.

Wirecard wollte Kontakte des FC Bayern

Ein Vertragsentwurf lag sogar schon vor. Im Gegenzug für die genannte Summe sollte der Meister „fachliche Expertise“, „Kontakte“ und „Know-How“ bündeln, um bei den Fans den digitalen und mobilen Zahlungsverkehr voranzutreiben. So steht es offenbar in internen Unterlagen.

In den Medienberichten wird sogar aus einer E-Mail von Jörg Wacker (53), Bayerns Vorstand für Internationalisierung und Strategie, zitiert: Man freue sich auf eine „Partnerschaft mit Wirecard“, schrieb Wacker am 10. Juni.

Doch dazu kam es nicht. Am 18. Juni 2020 verweigerten die Wirtschaftsprüfer EY dem Konzern ein Testat für den Jahresabschluss, weil 1,9 Milliarden Euro auf Konten in Asien fehlten. Der Kurs der Aktie rutschte ab, Wirecard meldete Insolvenz an, die Staatsanwaltschaft ermittelt heute unter anderem wegen Betrugs und Bilanzmanipulation gegen Wirecard-Manager.

FC Bayern hatte bereits eine Kooperation im Basketball

Der Fußball-Deal sollte sich wohl an einer früheren Kooperation orientieren. Mit der Basketball-Tochter des FC Bayern war bereits Ende 2019 ein Drei-Jahres-Vertrag über insgesamt 1,5 Millionen Euro abgeschlossen worden, der am 5. Juni 2020 bekannt gegeben wurde, passend zur Finalrunde der Basketball-Bundesliga. Genau an dem Tag durchsuchten die Staatsanwälte erstmals die Wirecard-Zentrale.

Wie hoch die Kooperation angesiedelt war, zeigte ein weitere Beleg der Recherchen. Am 19. Mai wollten sich die Bosse beider Unternehmen zu einem Abendessen in Uli Hoeneß' Wohnsitz am Tegernsee treffen. Geladen werden sollten Herbert Hainer, Ex-Adidas-Chef und heute Bayern-Präsident sowie Aufsichtsratschef der Fußball AG des FCB, Wirecard-Vorstandschef Markus Braun und Burkhard Ley, Ex-Finanzchef und Berater in Aschheim. Ob der Termin tatsächlich stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Die geplante Partnerschaft wurde stillschweigend beerdigt. (msw)

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