Vor EM-Finale in Wembley Brasilianerinnen gewinnen Copa América, Papua-Neuguinea feiert Ozeanienmeisterschaft

Die brasilianische Frauenfußballnationalmannschaft feiert den Gewinn der Copa América 2022.

Großer Jubel bei den brasilianischen Frauenfußballerinen: Sie haben am 30. Juli 2022 die Copa América gewonnen.

Während Deutschland gespannt auf den Anpfiff des EM-Finales im Wembley wartet, wurden am Samstag bereits zwei Kontinentaltitel vergeben. Die strahlenden Gewinner: Brasilien und Papua-Neuguinea.

Brasilien hat ohne das Ausnahme-Trio Cristiane, Formiga und Marta zum achten Mal die Copa América der Frauen gewonnen. Die Brasilianerinnen besiegten im Finale im Stadion Alfonso López in Bucaramanga am Samstag (Ortszeit) Gastgeber Kolumbien mit 1:0 (1:0). Den Siegtreffer erzielte die gefoulte Angreiferin Debinha in der 39. Minute selbst per Elfmeter.

Es war Brasiliens achter Copa América-Titel bei neun Endspielteilnahmen, einmal gewann Argentinien die Südamerika-Meisterschaft. Die Argentinierinnen hatten in Armenia am Freitag das Spiel um Platz drei gegen Paraguay mit 3:1 gewonnen und sich damit für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland qualifiziert.

Auch in anderen südamerikanischen Ländern wie Kolumbien hat sich der Frauenfußball gut entwickelt. „Brasilien hat 1:0 gewonnen, aber Kolumbien hat die Seele auf dem Platz gelassen“, schrieb die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“.

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Zum ersten Mal sollte bei der Copa América der Frauen einer Mitteilung der südamerikanische Konföderation Conmebol zufolge zudem ein Preisgeld vergeben werden, wie es bei Wettbewerben im Herren-Fußball üblich ist. Immer wieder haben Nationalmannschaften im Laufe des Turniers für eine Gleichbehandlung demonstriert.

Neuer Titelträger in Ozeanien: Papua-Neuguinea schlägt Fidschi

Ebenso am Samstag fand auch das Finale der Ozeanienmeisterschaft statt. Ähnlich wie bei den Männern fehlte auch bei der zwölften Austragung des Kontinentalturniers die australische Nationalmannschaft, die stattdessen an der Asienmeisterschaft teilnahmen. Ebenso nicht mit dabei waren die Rekordsiegerinnen aus Neuseeland, da diese als Co-Gastgeber bereits für die Weltmeisterschaft 2023 qualifiziert sind.

Das letztlich entstandene Macht-Vakuum nutzen die Frauen aus Papua-Neuguinea, die im Finale 2:1 gegen die Gastgeberinnen aus Fidschi gewannen. Für den Inselstaat war es der erste Titelgewinn.

Nordamerika, Afrika und Asien: Das sind die Gewinner der restlichen Kontinentalmeisterschaften

Auch in die restlichen Nationen haben in diesem Jahr ihre Kontinentalmeisterschaften ausgespielt. Wohl am relevantesten für die Weltspitze war die elfte CONCACAF W Championship in Mexiko, wo sich letztlich die Weltmeisterinnen aus den USA im Finale am 18. Juli mit 1:0 gegen Kanada durchsetze. Für die Amerikanerinnen war es bereits der neunte Titel, nur den Kanadierinnen gelang es bislang zweimal das Frauen-Äquivalent des Gold Cups zu gewinnen.

Deutlich überraschender ging der Afrika-Cup am 23. Juli in Marokko zu Ende. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte durfte das Team aus Südafrika den Pokal nach einem spannenden 2:1-Finalsieg über das Gastgeberland in die Luft strecken. Die Rekordmeisterinnen aus Nigeria, die bislang 11 der 13 Austragungen für sich entschieden, landeten nur auf Platz vier.

Bei der 20. Asienmeisterschaft in Indien kehrten die Rekordmeisterinnen aus China zurück an die Spitze. Nachdem die Chinesinnen zuletzt dreimal im Halbfinale und zuvor einmal im Finale scheiterten, gelang es ihnen mit einem 3:2-Sieg über Südkorea am 6. Februar endlich wieder die Kontinentalmeisterschaft zu gewinnen. Die zuletzt so dominanten Japanerinnen flogen im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen die späteren Asienmeisterinnen aus China raus, die Australierinnen scheiterten bereits im Viertelfinale an Südkorea (0:1). (dpa/job)

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