Bitterer Sonntag für Marc-André ter Stegen. Dem langjährigen Torhüter des FC Barcelona wurde vom Klub erneut vor Augen geführt, dass er keinerlei Rolle mehr spielt.
Video geht viralTer Stegen erlebt demütigenden Barca-Moment
Aktualisiert
Die Horror-Saison 2025/2026 will für Marc-André ter Stegen (33) einfach kein Ende nehmen. Als wäre der öffentliche Zoff mit dem FC Barcelona inklusive Degradierung zur Nummer drei nicht schon genug, droht eine Verletzung nach der Leih-Flucht zum FC Girona jetzt auch den Traum von der Weltmeisterschaft platzen zu lassen.
Einen weiteren Tiefpunkt in der stark angeschlagenen Beziehung zu Barca erlebte ter Stegen am Sonntag (15. März 2026) rund um die Präsidentschaftswahlen des Klubs. Ein demütigendes Video verbreitet sich seitdem rasant in den sozialen Netzwerken, wurde schon bis zum Nachmittag millionenfach geklickt und heiß diskutiert.
Ter Stegen reagiert gelassen auf bitteren Barca-Moment
Zahlreiche Medien posteten auf ihren Kanälen Aufnahmen von der Veranstaltung im Camp Nou, bei der am späten Vormittag auch ter Stegen erschien. Weil er offiziell in Barcelona unter Vertrag steht, gilt er als stimmberechtigtes Vereinsmitglied. Doch wählen durfte ter Stegen am Sonntag nicht.
Am Sonder-Schalter für prominente Vereinsmitglieder forderte der deutsche Nationaltorhüter seine Wahlunterlagen an, doch schnell wurde klar: Hier stimmt was nicht! Umringt von Kameras und filmenden Handys musste ter Stegen minutenlang warten, während Mitarbeiter zunehmend hektisch versuchten, dem Problem auf den Grund zu gehen.
Ter Stegen versuchte die Situation mit Humor zu nehmen und lächelte freundlich, dürfte sich insgeheim aber umgehend an die Schikanen des vergangenen Sommers erinnert gefühlt haben.
Da hatte der Verein versucht, den verdienten Kapitän mit allen Mitteln von der Gehaltsliste zu bekommen, ihm kurzzeitig auch das Amt des Spielführers entzogen. Die Tageszeitung „Sport“ berichtete vor Ort von einer „unangenehmen Situation“ rund um die Wahl-Probleme bei ter Stegen. „Marca“ bezeichnete die Bilder als „surreal“.
Der Schlussmann, der 423 Mal für Barca auf dem Platz gestanden hatte, wurde nach der langen Wartezeit schließlich von Mitarbeitern des Vereins nach draußen geführt und durfte seine Stimme letztlich nicht abgeben. Ein demütigender Abgang für ter Stegen! Víctor Font (53), der gegen Amtsinhaber Joan Laporta (63) angetreten war, bedauerte den Vorfall rund um den „großen Kapitän“.
Bei der Ursachenforschung kam laut spanischen Medien heraus, dass ter Stegen nicht im Wählerverzeichnis gelistet gewesen sei. Im Laufe des Nachmittags mehrten sich die Berichte, dass ter Stegen selbst durch ein Versäumnis dafür verantwortlich gewesen sei, weil er sich nicht aktiv um seinen Mitglieds-Status bemüht habe. (bc)

