Vergewaltigungs-Verdacht Weitere Anklagen gegen Weltmeister Benjamin Mendy

Benjamin Mendy steht auf dem Platz, Pep Guardiola schaut ihm zu.

Beim Premier-League-Spiel am 1. Mai 2021 in London bei Crystal Palace beobachtet Trainer Pep Guardiola seinen Schützling Benjamin Mendy ganz genau.

Neue Vorwürfe gegen Benjamin Mendy von Manchester City: Er soll häufiger vergewaltigt haben, als bisher angenommen.

Manchester. Dem französischen Weltmeister Benjamin Mendy (27) von Guardiola-Klub Manchester City wurde bislang Vergewaltigung in vier Fällen zur Last gelegt. Nun liegen zwei neue Anklagen gegen den Linksverteidiger vor, gab die Staatsanwaltschaft am Dienstag (16. November 2021) bekannt.

Schon am Mittwoch (17. November 2021) muss der 27-jährige französische Nationalspieler vor einem Gericht in Stockport bei Manchester erscheinen.

Mendy: Vergewaltigungsvorwürfe in sechs Fällen

Mendy werden nun Vergewaltigungen in insgesamt sechs Fällen sowie ein weiterer sexueller Übergriff vorgeworfen. Bei den Klagenden handelt es sich um vier Frauen. Die Vorfälle sollen sich zwischen Oktober 2020 und August 2021 ereignet haben, eines der vermeintlichen Opfer war minderjährig.

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Neben Mendy wurde ein zweiter Mann, Louis Saha Matturie, in zwei weiteren Fällen der Vergewaltigung und in einem Fall der sexuellen Nötigung angeklagt. Der Mann ist jedoch nicht mit Luis Saha (43) zu verwechseln, der einst für den FC Fulham, den FC Everton und Manchester United in der Premier League spielte.

Benjamin hält den WM-Pokal in den Händen und schreit vor Glück.

Benjamin Mendy bejubelt am 15. Juli 2018 den Gewinn der Weltmeisterschaft in Russland.

Die beiden Männer hatten bereits am 10. September 2021 vor dem Crown Court in Chester gestanden. Dort war ihnen mitgeteilt worden war, dass sie am 24. Januar nächsten Jahres wieder vor Gericht stehen würden. Beide waren anschließend in Untersuchungshaft genommen worden. Mendy wollte gegen Kaution wieder auf freien Fuß gelassen werden, doch das Gericht gab seinem Antrag nicht statt.

Benjamin Mendy bei Manchester City suspendiert

Nachdem die ersten Vorwürfe gegen Mendy im August aufkamen, ist der Franzose unverzüglich bis zum Abschluss des Strafverfahrens von City suspendiert worden. Zuvor hatte er in der laufenden Saison nur bei der 0:1-Niederlage bei Tottenham auf dem Platz gestanden. Sein Vertrag bei den Citizens läuft noch knapp zwei Jahre. 

Der Franzose mit senegalesischen Wurzeln wechselte 2017 von der AS Monaco in die Premier League zu Manchester City. Für die französische Nationalelf machte Mendy zehn Spiele. Sein letztes Länderspiel für die Equipe Tricolore absolvierte der Linksverteidiger im November 2019, danach wurde er von Didier Deschamps nicht mehr eingeladen.

„Die Angelegenheit ist Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens und der Klub kann daher keine weiteren Stellungnahmen abgeben, bis dieses Verfahren abgeschlossen ist“, teilten die Verantwortlichen der Skyblues bereits Ende August mit. (sid/jm)

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