VAR immer stärker unter Druck Erwischt: Wirbel um kurioses Handy-Foto auf der Ersatzbank

Beim Spiel zwischen Athletic Bilbao und Atlético Madrid verfolgen die Gäste-Spieler während der Partie auf einem Handy die Übertragung, um eine Schiri-Entscheidung zu prüfen.

Beim Spiel zwischen Athletic Bilbao und Atlético Madrid verfolgen die Gäste-Spieler während der Partie am 15. Oktober 2022 auf einem Handy die Übertragung, um eine Schiri-Entscheidung zu prüfen.

Der Videobeweis ist auch Jahre nach seiner Einführung in den großen Ligen nicht wirklich etabliert, sorgt weiter für Diskussionen. Auch diesmal lief das Fußball-Wochenende für die Schiri-Zunft nicht reibungslos.

Alle Augen auf den VAR: Der Videobeweis bleibt im Fußball eines der ganz großen Streitthemen, alleine in der 1. und 2. Bundesliga wird Woche für Woche in mindestens einem Spiel über eine Schiedsrichter-Entscheidung mit zugehörigem Eingriff aus dem Kölner Keller debattiert.

Doch Probleme und auch nach Jahren nicht auskurierte Kinderkrankheiten sind nicht nur im deutschen Fußball ein Thema. 

Videobeweis in Premier League: Stromausfall legt den VAR lahm

Auch die anderen internationalen Top-Ligen geraten immer wieder mit Diskussionen um Eingriffe oder fehlenden Interventionen der Video-Schiedsrichter in Turbulenzen. Da war das aktuelle Fußball-Wochenende keine Ausnahme.

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Sowohl in England als auch in Spanien sorgte der VAR für Schlagzeilen. In der Premier League etwa am Sonntag (16. Oktober), weil ein Stromausfall in der Elland Road im Spiel des FC Arsenal bei Leeds United die Technik für längere Zeit vom Netz trennte.

Ohne den Kontakt zu seinen Assistenten sowie eine funktionsfähige Torlinientechnik wollte Schiri Chris Kavanagh (37) das Spiel nicht fortsetzen – und so ruhte nach der Anfangsviertelstunde schließlich für 40 Minuten der Ball, ehe endlich weitergespielt werden konnte.

Atlético Madrid: Schiri-Check am Smartphone auf der Bank

Einen Tag zuvor sorgte der Umgang von Atlético Madrid mit einem durch VAR-Eingriff aberkannten Treffer für Staunen. Álvaro Moratas (29) frühes 1:0 für die Hauptstädter im Duell bei Athletic Bilbao (1:0) wurde von Schiedsrichter Jorge Figueroa Vázquez (42) nach Studium der Bilder aberkannt.

Nach einem Hinweis seines Video-Assistenten war der Unparteiische zum Monitor geschritten und hatte dort ein Foul des Nationalstürmers an Verteidiger Yeray Álvarez (27) erkannt – leicht zwar, aber entscheidend, so die Interpretation zur Szene aus der zehnten Minute.

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Bei Atlético stieß die Auslegung logischerweise auf wenig Verständnis, Trainer Diego Simeone holte sich wegen Meckerns eine Gelbe Karte ab. Das Unverständnis war derart groß, dass auf der Ersatzbank plötzlich ein Handy gezückt wurde, um die Szene selbst unter die Lupe zu nehmen.

Mehrmals fing die TV-Regie einige Auswechselspieler, darunter den früheren Dortmunder Axel Witsel (33), dabei ein, wie sie gespannt auf das Smartphone blickten. Die Szenen sorgten in den sozialen Netzwerken für reichlich Wirbel, zumal zunächst unklar blieb, woher die Profis an das Handy gekommen waren.

In der Bundesliga ist dagegen unter anderem beim FC Bayern immer wieder zu sehen, dass Trainer Julian Nagelsmann (35) und sein Stab kritische Szenen aus sportlicher und regeltechnischer Sicht auf einem Tablet kurz darauf noch einmal genauer anschauen. Das Wissen, permanent auf Mobilgeräten geprüft zu werden, macht den Druck für Schiedsrichter und deren Video-Assistenten nicht gerade kleiner. (bc)

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