Eingehüllt in Landesflaggen Ukrainer verlieren Finale um WM-Ticket: Ex-BVB-Star untröstlich – Wales jubelt

Wales gegen die Ukraine: Die Gäste waren vor dem Spiel in Fahnen gehüllt.

Eingehüllt in Nationalflaggen: Die Ukrainer um Oleksandr Zinchenko vor dem Qualifikationsfinale um die WM gegen Wales am 5. Juni 2022 im Cardiff City Stadion.

Emotionales Endspiel um die Teilnahme an der Fußball-WM 2022 in Katar: Am Pfingstsonntag traf Wales auf die Ukraine.

Die einen kämpfen an der Front für ihr Land, die anderen gaben alles auf dem Platz, um ihre Landsleute stolz zu machen. Am Pfingstsonntag (5. Juni 2022, ab 18 Uhr) traf die Nationalmannschaft der Ukraine auswärts in Cardiff auf Wales im Finale der WM-Qualifikation. Es gab kein glückliches Ende für die Ukrainer.

Das waren schon emotionale Momente kurz vor dem entscheidenden Spiel um die WM 2022 in Katar: Die Spieler der Ukraine schritten eingehüllt in Nationalflaggen auf das Spielfeld gegen Gastgeber Wales am 5. Juni 2022. Am Ende weinten sie auf dem Platz. Wales gewann glücklich mit 1:0 und ist damit zum zweiten Mal nach 1958 bei einer WM dabei.

Wales: Führung gegen Ukraine nach Eigentor

Nach 34 Minuten fiel das Tor des Tages. Wales fürhrtte mit 1:0 durch ein Eigentor von Anrij Jarmolenko, der einen Schuss von Gareth Bale unglücklich abgefälscht hatte. Jarmolenko flog in den Schuss und köpfte den Ball in die eigene Kiste. Ein Drama für den ehemaligen BVB-Star. Der 32-Jährige spielte 2017/18 für den BVB, ist jetzt für West Ham aktiv. Er war untröstlich

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Die Ukrainer versuchten alles, hatten beste Chancen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. In der 83. Minute hatte Artem Dowbyk die riesige Kopfballchance. Doch Wayne Hennessey parierte glänzend. Wales bei der WM in Katar dabei, die Ukrainer tieftraurig.

In der Heimat tobt der Krieg nach der russischen Invasion vor über 100 Tagen. Fußball ist da eigentlich Nebensache, doch die Ukrainer wollten auch auf dem Platz beweisen, welches Kämpferherz sie haben. Die Nationalmannschaft wollte ihr ganzes Land stolz machen und auch in den schwersten Stunden etwas Hoffnung und Licht versprühen.

Vor dem großen WM-Traum im Qualifikationsfinale gegen Wales gehe es nicht nur um „Kondition oder Taktik, sondern um das Überleben“, sagte Oleksandr Sintschenko (Manchester City). Nur ein Sieg fehlte bis zur Teilnahme an der WM-Endrunde in Katar.

Die Fußballer versprachen, alles zu geben. „Wir werden alles dafür tun, um die Ukrainer stolz zu machen“, so Nationaltrainer Oleksandr Petrakow. „Alle werden bis zum Ende kämpfen und alles geben, denn wir werden für unser Land spielen“, sagte Sintschenko. Doch am Ende gab es eine bittere Niederlage durch ein Eigentor.

Ukraine: Präsident Selenskyi stolz auf Nationalmannschaft

Im Qualifikations-Halbfinale am Mittwoch (1. Juni) besiegten die Ukrainer Schottland noch mit 3:1. Danach waren sie völlig platt, denn für die meisten Spieler war es die erste Partie seit Kriegsausbruch am 24. Februar.

Für viele Betrachter stellt sich die Frage: Muss Fußball wirklich sein in Zeiten des Krieges? Ein Großteil der Ukrainer meint jedenfalls: Ja. Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) bedankte sich nach dem Sieg in Schottland für „zwei Stunden des Glücks“.

Und mit dem Fußball in der Öffentlichkeit sorgt die Nationalmannschaft dafür, dass die Situation in der Heimat im Fokus der Weltöffentlichkeit bleibt. Dass sie nicht bei der WM dabei sind, macht nun viele Menschen traurig. (ubo)

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