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Nach Nations League & Conference League UEFA brütet schon wieder Extra-Wettbewerb aus

Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, vor einem blauen Hintergrund mit Logos und Schriftzügen des Verbandes.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin bei einer Pressekonferenz am 7. April 2022 in Nyon.

Die UEFA grübelt über einen neuen Vereins-Wettbewerb im Sommer. Der ohnehin schon pralle Profi-Kalender könnte so noch weiter aufgebläht werden.

Kaum ist der sommerliche Nations-League-Marathon mit vier Spielen binnen nicht mal zwei Wochen vorbei, werden schon wieder Pläne für einen neuen Extra-Wettbewerb der UEFA bekannt.

Nach den jüngsten Einführungen der Nations League auf Nationalmannschafts-Ebene (seit 2018) und der im vergangenen Jahr erstmals ausgespielten European Conference League für Klubs, soll es diesmal sogar in die USA gehen.

Mini-Turnier in den USA: Ab 2024 könnte weiterer Wettbewerb kommen

Nach einem neuen Bericht der französischen Sportzeitung „L'Equipe“ will der Verband mit der Champions-League-Reform womöglich noch ein zusätzliches Turnier in Nordamerika einführen. Der ohnehin schon prall gefüllte Marathon-Kalender der Profis könnte so noch dicker werden.

Alles zum Thema USA

Die Idee: Vor der Champions-League-Saison 2024 soll der Titelverteidiger mit drei anderen starken Mannschaften des abgelaufenen Wettbewerbs ein Mini-Turnier im K.o.-Format in den USA austragen.

Mitte August sollten dann zwei Halbfinals, ein Finale und ein Spiel um Platz drei eingeplant werden. Das Turnier soll demnach als eine Art Werbe-Tour für die Champions League in den USA funktionieren.

UEFA berät: Noch keine offizielle Entscheidung zu Extra-Wettbewerb

Die UEFA hat entsprechende Überlegungen inzwischen bestätigt. Die Idee sei vom UEFA-Komitee für Vereinswettbewerbe diskutiert worden, es gebe aber noch keine offizielle Entscheidung über das Konzept, teilte der Verband am Donnerstag (16. Juni 2022) mit.

Um den etablierten europäischen Supercup, den bislang die Sieger aus Champions League und Europa League unter sich ausmachen, könnten der „L'Equipe“ zufolge künftig die Gewinner von Europa League und Conference League antreten. 

Spieler und Trainer protestieren längst wegen Terminstress und Überlastung

Längst klar ist: Die Champions League wird ab dem Sommer 2024 von bislang 32 auf 36 Teilnehmer aufgestockt und in der Vorrunde nach einem neuen Format mit vier Neuner-Gruppen ausgetragen.

Würde die UEFA im gleichen Zug noch weiter Pflichtspiele inklusive Reise-Strapazen im Sommer einplanen, stieße das gerade bei Spielern wohl auf wenig Gegenliebe. Erst im Mai hatte die internationale Spielergewerkschaft FIFPro Alarm geschlagen, dass viele Kicker schon jetzt überlastet seien, Bundestrainer Hansi Flick (57) hatte zuletzt ebenfalls harsche Kritik am heftigen Terminplan für die Profis geäußert.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die großen Klubs – gerade vor der Corona-Partie – ihren Kicker in der Vorbereitung ohnehin schon regelmäßig strapaziöse Promo-Reisen zumuteten. Australien, Naher Osten, Nordamerika, Ostasien, alles dabei. Statt kuriosen UEFA-Wettbewerben wurde beispielsweise schon seit 2013 jährlich der International Champions Cup ausgespielt. Ein interkontinentales Turnier aus Freundschaftsspielen. (dpa/kmh)

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