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15 Minuten langSender zeigt Konzert statt CL-Krimi: „Noch nie erlebt“

Stefanie Heinzmann singt und gestikuliert auf der Bühne.

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Stefanie Heinzmann war am Mittwochabend plötzlich ungeplant im Schweizer Fernsehen zu sehen.

In der Qualifikation zur Champions League ging es für den Schweizer Sensations-Meister um alles. Doch anstelle des Fußball-Dramas sahen die Fans plötzlich Stefanie Heinzmann.

Was für ein Ärger für die Fans vor dem Bildschirm! Während des so wichtigen Qualifikationsspiels für die Champions League zwischen Dinamo Zagreb und dem FC Thun war auf einmal Sendepause.

Die TZV-Zuschauer warteten nach der Pause auf den Wiederanpfiff, aber anstatt des Spiels wurde unerwartet ein Auftritt von Stefanie Heinzmann gezeigt. Das berichtet „20 Minuten“.

Technik-Kollaps in Zagreb sorgt für Frust in der Schweiz

Sportlich gesehen war der Abend für den FC Thun ohnehin schon richtig bitter. Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison als Aufsteiger sensationell Schweizer Meister geworden warm verlor mit 2:3 nach Verlängerung und flog damit aus dem Turnier. Für zahlreiche Fans rückte jedoch die Panne beim Sender SRF in den Fokus, als die Übertragung von Bild und Ton aus der Arena vollständig ausfiel.

Ein technischer Defekt direkt in Zagreb war der Auslöser für die unerwartete Programmänderung. SRF-Sprecher Roger Muntwyler erläuterte im Nachhinein, dass ein kaputter Bildmischer sowie ein ausgefallener Router beim lokalen Sendeanbieter die Schuld trugen. Dieser komplette Blackout traf sämtliche internationalen Fernsehsender, die das Signal aus Kroatien bezogen.

Aber wieso wurde als Ersatzprogramm ein Konzert gewählt? Muntwyler zufolge hält man für derartige Ausfälle immer verschiedene Sendungen parat. „Wenn sich nicht genau abschätzen lässt, wie lange eine Unterbrechung dauert, setzen wir oft auf Konzerte, weil bei diesen ein flexibler Ein- und Ausstieg möglich ist“, teilte der Sprecher mit. Ein Dokumentarfilm wäre hierfür nicht so passend gewesen.

Die Lage war besonders knifflig für Kommentator Calvin Stettler, der die Partie vom Zürcher Studio aus moderierte. Ihm fehlten die Live-Aufnahmen aus dem Stadion, weshalb er auf diverse Liveticker angewiesen war, um das Publikum notdürftig zu informieren. Nachdem das Signal nach endlosen 15 Minuten endlich wieder da war, rutschte es ihm live im Programm heraus: „Das habe ich noch nie erlebt.“

Aber selbst nachdem die Störung behoben war, lief die Sendung weit entfernt von reibungslos. Phasenweise war lediglich eine einzelne Kamera im Einsatz, weshalb die Partie nur aus einem Blickwinkel zu sehen war. Zudem fehlte die offizielle Zeitanzeige für längere Zeit. Stettler sah sich gezwungen, dem Publikum die außergewöhnlichen Umstände zu erklären.

Am Ende sei der Abend trotz allem „denkwürdig“ gewesen, meinte der Kommentator. Er sprach seinen ausdrücklichen Dank an das Technik-Team aus, welches hinter den Kulissen einen „großartigen Job“ gemacht habe, um die Schwierigkeiten zu beheben. (red)

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