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„Ich bin nicht blöd“Toni Kroos kontert frechen Reporter

Toni Kroos bekommt den Laureus-Sonderpreis in Madrid – und muss einen Reporter anschließend immer wieder zurückweisen.

Toni Kroos (36) hat bei den „Laureus World Sports Awards“ nicht nur einen Sonderpreis eingeheimst. Der ehemalige Nationalspieler zeigte auch, dass er den Umgang mit den spanischen Medien immer noch bestens versteht.

Bei der feierlichen Gala im Palacio de Cibeles in Madrid wurde der Weltmeister von 2014 mit dem „Sporting Inspiration Award“ geehrt – einer Auszeichnung, die zuvor nur dreimal vergeben worden war. Für den ehemaligen Mittelfeldspieler, der 2024 seine Karriere beendet hatte, „eine ganz besondere Ehre“, wie er selbst sagte.

Toni Kroos im Wortgefecht: „Das ist eine Frage zu Real Madrid, mein Freund“

Weniger feierlich verlief anschließend die Pressekonferenz. Kroos stellte gleich zu Beginn klar, keine Fragen zu einer möglichen Rückkehr zu Real Madrid beantworten zu wollen.

Der Grund: Zuletzt hatte es im ganzen Land heftige Spekulationen gegeben, weil die spanische Sport-Tageszeitung „as“ groß titelte: „Real Madrid bereitet die Rückkehr von Kroos vor“.

Dort hieß es, Kroos solle bereits in der kommenden Spielzeit wieder eine Rolle im Klub bekommen. Welche Aufgabe genau, wurde nicht erwähnt. Dass sich bei Real grundsätzlich etwas ändern muss, gilt nach einem Saisonendspurt ohne Titel intern angeblich als ausgemacht.

Ein spanischer Reporter versuchte deshalb trotzdem, aus dem früheren Mittelfeldstrategen etwas herauszukitzeln, fragte: „Was bedeutet es für Sie, dass die Leute ständig über Sie reden und sagen, dass …“

Doch Kroos brach sofort ab mit den Worten: „Das ist eine Frage zu Real Madrid, mein Freund. Sie haben mich nicht ganz verstanden.“

Toni Kroos posiert bei einer Preisverleihung

Copyright: IMAGO/PsnewZ

Stellte sich nach seiner Auszeichnung noch den Fragen der spanischen Presse: Toni Kroos

Der Reporter legte nach und wollte dann wissen, ob jede Mannschaft heutzutage einen Spielmacher wie Kroos brauche. „Es geht um den Fußball im Allgemeinen“, behauptete der Journalist.

Doch der Ex-Profi, der seine herausragende Karriere im vergangenen Sommer beendet hatte, ließ sich davon nicht täuschen: „Ja, aber mit der Frage implizieren Sie, dass Real Madrid keinen hat. Ich bin nicht blöd“, konterte Kroos trocken. Damit war das Thema dann erledigt.

Den Rahmen bildete eine der glänzendsten Nächte des Weltsports: Carlos Alcaraz und Aryna Sabalenka wurden als Weltsportler und Weltsportlerin des Jahres ausgezeichnet, Lando Norris erhielt den Durchbruch-Preis, Rory McIlroy das Comeback des Jahres. Das Team des Jahres: Paris Saint-Germain.

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