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Champions League Toni Kroos im Finale vor erneuter Krönung – unfassbare Statistik

Toni Kroos hat ein breites Grinsen im Gesicht.

Toni Kroos hätte am Samstag bei einem Real-Sieg allen Grund zu lachen, wie hier beim Halbfinal-Spiel zwischen Real Madrid und Manchester City am 4. Mai 2022.

An Toni Kroos scheiden sich bekanntlich die Geister. Doch der ehemalige Nationalspieler kann am Samstag zum fünften Mal die Champions League gewinnen und mit Cristiano Ronaldo gleichziehen.

Das Gerede vom „Querpass-Toni“ ist Toni Kroos (32) längst herzlich egal. Der emsige Titel-Sammler hat bei Real Madrid schließlich lange genug Taten sprechen lassen, seine vielleicht größte könnte am Samstag folgen: Im Endspiel gegen den FC Liverpool kann der 32-Jährige zum fünften Mal die Champions League gewinnen und steht außerdem bereits zum sechsten Mal im Königsklassen-Endspiel.

Eine Ausbeute, die bislang nur Cristiano Ronaldo (37) und Paolo Maldini (53) vorweisen können. Keine schlechte Bilanz für jemanden, an dem sich in Deutschland noch immer die Geister scheiden.

Toni Kroos mit Chance auf fünften Champions-League-Titel

„Besser in Deutschland umstritten und weltweite Anerkennung als andersrum“, sagte Kroos einmal über sein Image in der Heimat. Obwohl er seit acht Jahren in Madrid einen Stammplatz hat, mehr als 300 Spiele für die Königlichen absolvierte und nun in Paris (28. Mai 2022, 21 Uhr/ZDF und DAZN) erneut im Finale der Königsklasse steht, gilt Kroos in Deutschland am Stammtisch hin und wieder als reiner „Ballschieber“.

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Doch so einfach ist es nicht. Als Beispiel: Am vorletzten Liga-Spieltag gegen den FC Cádiz brachte Kroos seine 17 langen Pässe alle an den Mann. So viele „perfekte“ Distanzbälle hatte es in einem Spiel in La Liga zuletzt im November 2019 gegeben – ebenfalls durch den Ex-DFB-Star.

Der lange Diagonalball über 40 bis 50 Meter in den Fuß eines Mitspielers ist das Markenzeichen von Toni Kroos. Kein Wunder, dass der Deutsche innerhalb der Mannschaft unumstritten ist. „Das Spiel von Real Madrid folgt immer dem Rhythmus von Toni Kroos. Wenn Toni will, dass wir langsamer spielen, tun wir das. Wenn er ein schnelleres Spiel will, folgen wir ihm“, sagte sein Nebenmann Casemiro (30) in der Dokumentation „Kroos“.

Kroos sieht CL-Titel eher als Belohnung für die Mannschaft

„Mir geht es weniger darum, der wievielte Titel es für mich persönlich ist. Es geht darum, dass wir uns als Mannschaft für diese Saison belohnen“, sagte der von Madrid-Fans schon als „Kronaldo“ bezeichnete deutsche Mittelfeldakteur.

Und wenn doch wieder jemand auf die vielen Querpässe verweist, kann sich Toni Kroos noch immer auf seinen Bruder verlassen. „Querpässe mitgezählt? Bin bei 97 ausgestiegen“, twitterte im Mai 2021 nach dem Halbfinal-Rückspiel zwischen dem FC Chelsea und Real (2:0) ein User in Richtung Felix Kroos (31). Der antwortete schlagfertig: „Ich kann nicht so weit zählen. Deswegen habe ich nur die vier CL-Titel gezählt.“ Am Samstag könnte nun also Nummer fünf folgen. (sid/fit)

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